Warum „Germany“ im WM-Song „Dai Dai“ eine Rolle spielt

Es ist unbekannt, ob Shakira und Burna Boy je ein Spiel der DFB-Elf sahen, aber sie lassen „Die Mannschaft“ für den WM-Song einlaufen.

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Das Highlight bei der Eröffnungsfeier der WM 2026 in Mexiko-Stadt am Donnerstag (11. Juni) war der Auftritt von Shakira und Burna Boy. Beide zelebrierten den Song zum XXL-Turnier in Mexiko, Kanada und den USA: „Dai Dai“. Gut, dass es das ZDF gerade noch zur Performance einschaltete.

Das Stück schlug schon vor der Präsentation bei der Fußball-Weltmeisterschaft hohe Wellen, weil man Lionel Messi im

dazu bereits nach acht Sekunden „We are ready“ sagen hört. Eigentlich nicht die bevorzugte Sprache des argentinischen Weltstars, aber für Shakira machte er offenbar eine Ausnahme.

Messi ist allerdings nicht der einzige Fußballer, der zu einem Teil von „Dai Dai“ geworden ist. Während der Titel des Tracks in etwa mit „Los geht’s“ zu übersetzen ist, platzt er nach einigen Minuten vor Anspielungen auf das Spiel mit dem runden Leder, das hier gefeiert wird.

„Dai Dai“ zählt Weltstars des Fußballs auf

Da ist dann die Rede von „Pelé, Maradona, Maldini, Romário, Cristiano Ronaldo, El Pibe (gemeint ist Kolumbiens Carlos Valderrama, Anm. d. Red.), Iniesta, Beckham y Kaká Messi, Mbappé, Salah“. Nach der langen Saison mit den Vereinen ist ja trotzdem oft die Mannschaft der Star. Und so nennen Shakira und Burna Boy auch noch einige der großen Nationen, die in der Vergangenheit bei Weltmeisterschaften triumphierten.

Hier ist dann neben „Brasil, Uruguay, Argentina“ auch „Germany“, „France“, „England“ und „España“ zu hören. Und damit es bei den wenigen Gewinnern des Weltpokals auch etwas diverser zugeht, singen beide auch von „Colombia“, „US“, „South Africa“, „México“, „Japan“ „Korea“ und den immer favorisierten, aber letztlich doch immer leer ausgegangenen „Netherlands“.

Eigentlich ganz passend, dass neben Beckham, Ronaldo und Co. kein Klinsmann, Lahm oder Musiala aufgezählt wird. Definierte sich die DFB-Elf doch schon früher als „Die Mannschaft“ – und damit als siegreiches Kollektiv, bei dem das Ganze wichtiger ist als einzelne Teile. Ob dies für Deutschland bei diesem Turnier einmal mehr zum Erfolgskonzept wird?

Für Shakira, die auch schon 2010 den offiziellen WM-Song beisteuerte und lange Zeit mit Spaniens Fußballer Gerard Piqué verheiratet war (bevor die Sache für alle Seiten unangenehm endete), gibt es bei der Halbzeitshow des WM-Endspiels am 19. Juli in New Jersey einen Nachschlag.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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