Alben der Woche vom 28. Januar: Eels, Pinegrove und Tocotronic


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Am heutigen Freitag (28. Januar) startet unser neues Format „Alben der Woche“, auf der wir euch jeden Freitag die drei spannendsten Platten-Veröffentlichungen der Woche präsentieren. Die Rezensionen stammen von RS-Autor:innen und -Redakteur:innen, die sich ausführlich mit den jeweiligen Alben beschäftigt haben. Diese Woche besprechen wir die neuen Alben von Pinegrove, Tocotronic und den Eels.

Schaut Euch die erste Ausgabe von „Alben der Woche“ hier an:

Das 14. Album der Eels, „Extreme Witchcraft“ ist ein raffiniertes, fast optimistisches Revival des Teams Mark Oliver Everett und John Parish. Schon die Vorabsingles „Good Night On Earth“ und „The Magic“ haben bewiesen, dass alles noch da ist: die Fuzz-Gitarren, das potent federnde Schlagzeug, die extrovertierte Produktion. Auch ohne Hits vom Kaliber „Fresh Feeling“ oder „Woman Driving, Man Sleeping“ hat sich die Neuauflage der Teamarbeit sehr gelohnt.

Auf der neuen Platte von Pinegrove,11:11“, geht es um den Klimawandel und das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Etwa in dem überraschend frisch hoppelnden „Alaska“, das die Geschichte eines Piloten erzählt, der die verschwindenden Naturlandschaften Amerikas aus dem Flugzeug beobachtet. Oder in dem feierlichen Walzer „Orange“ über brennende Wälder und lügende Politiker. Da wirken Pinegrove dringlicher als je zuvor.

Tocotronic haben ihr neues Album „Nie wieder Krieg“ veröffentlicht. Aber ist das noch dieselbe Band wie die, die zu Beginn ihrer Karriere so herzerfrischend nölte: „Ich weiß nicht, wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt“? Wenn es nun heißt: „Jugend ohne Gott gegen Faschismus“, klingt das aufdringliche Augenzwinkern nach dem Textbaukasten einer Pop-Akademie. „Kasimir und Karoline gegen Geschlechterbinarität!“, wie einer in den Social Networks lästerte. Dabei sind Songs und Musik oft richtig gut.

Hört die Alben im Stream: