Bono: „Inoffiziell trennt U2 sich ständig“


von

U2-Frontmann Bono hat einen scherzhaften Einblick in den Alltag seiner Band gewährt. Er sagte, U2 würden sich häufig auflösen, es allerdings niemals verkünden, weil sie immer wieder zusammenkämen. Über den Hintergrund sagte er im Podcast SmartLess:

„Es ist kompliziert, in einer Band zu sein und wenn man älter wird, dann wird es noch komplizierter. Wenn man miteinander aufwächst, dann ist man daran gewöhnt, einander zu kritisieren […] und daran zu erinnern, wo man herkommt.“ Mit dem Alter sinke aber die Toleranz dafür, sich das gefallen zu lassen. „Ich bin ehrlich überrascht, dass wir immer noch weitermachen. […] An einem Punkt, wenn alles klappt und man erfolgreich ist, beginnen Männer, Herren über ihr eigenes kleines Reich sein zu wollen. Und das macht es schwierig. Und dann ist es leicht verständlich, warum Leute dann sagen ‚Was solls? Dann ohne mich‘“.

Das Gespräch mit den Hosts Jason Bateman, Sean Hayes und Will Arnett drehte sich zudem um die Arbeit am Buch „Surrender“, Bonos Vater, seine Kinder, Aktivismus, sein Verhältnis zu den USA und Bob Marley. Außerdem enthüllte der Ire einige Details über die geplante Residency der Band in Las Vegas. Noch gäbe es keinen unterschrieben Vertrag – wenn es passiere, würde es aber etwas sein, „das Las Vegas noch nie gesehen hat.“ Angesichts einer möglichen Auszeit von Schlagzeuger Larry Mullen Jr. sind diese Pläne jedoch noch mit Vorsicht zu genießen. Das Ende von U2 sei die Mullen-Pause jedoch keinesfalls.

Über die Möglichkeit, ausgerechnet in Las Vegas zu spielen, sinnierte Bono weiter, dass die Stadt ihn schon immer fasziniert habe. Sie sei nicht so „männlich“, wie die meisten Städte, sondern „Las Vegas sieht ein bisschen so aus, als hätten es Kinder designed und ich glaube, das ist etwas Gutes.“ Den Podcast gibt es bei Spotify, Apple und Amazon.

Am 17. März erscheint die Platte „Songs of Surrender“, auf der die Band, parallel zur Struktur des Buchs, 40 U2-Songs neu eingespielt hat.