Collien Fernandes bietet „NIUS“ Paroli
Collien Fernandes widerspricht NIUS-Andeutungen zu Deepnudes, Absprachen und Raya – und erklärt den Unterschied zwischen Deepnudes und pornografischen Täter-Videos. Alle Fakten.
Wir wissen zwar nicht, warum Collien Fernandes auf eine Anfrage von ausgerechnet „NIUS“ reagiert hat, aber sie hat gegenüber einem Fragenkatalog Stellung bezogen. Fernandes ist in ihren Antworten eine gewisse rechtssichere Formalität anzumerken – aber sie bietet dem Reichelt-Portal Paroli.
„Es fanden keine Absprachen zwischen Christian Schertz und mir statt“, antwortet sie auf eine Frage von „NIUS“ nach Ähnlichkeiten zwischen dem Wording, das der Ulmen-Anwalt tätigt und sie selbst auch im „Spiegel“.
Weiterhin suggeriert das Portal, dass Fernandes vielleicht gar keine Deepfake-Videos mit gefälschtem pornografischen Material von sich selbst empfangen habe. Fernandes: „Das sind verschiedene Punkte. Zum einen gibt es Menschen, die Deepnudes von mir online gestellt haben, zum anderen gibt es die pornografischen Videos, die der Täter unter meiner Identität verschickt hat. Hierüber haben uns Männer informiert, die die Echtheit dieses Profils anzweifelten.“ Soll heißen: Die Existenz der Clips stehe nicht in Frage.
Zudem insinuiert „NIUS“, das Fernandes Absprachen gehalten haben könnte – mit dem „Spiegel“, Hate Aid und dem Bundesjustizministerium. Dazu sagt Fernandes, dass es „keine Absprachen zwischen meinen Anwälten und dem Justizministerium und auch keine Absprachen zwischen meinen Anwälten und Hate Aid“ gegeben habe.
Schließlich die nicht relevante Frage nach Collien Fernandes‘ Erfahrungen mit der Dating-App „Raya“. „Haben Sie für diese Aussagen Geld oder andere Leistungen oder Vorteile vom Unternehmen „Raya“ erhalten?“, will das Portal wissen. Fernandes verneint auch hier.
Collien Fernandes hat am Dienstagabend (24. März 2026) ihre Rückkehr nach Deutschland angekündigt. Sie wird sich mit Politikerinnen treffen, um für ihr Anliegen gegen digitale Gewalt zu kämpfen.
Auf Instagram gibt sich die Schauspielerin schon kämpferisch: Auf dem Weg zurück zu Euch nach Deutschland, denn jetzt MUSS sich etwas ändern! Jetzt MÜSSEN bessere Gesetze her! Aus diesem Grund treffe ich mich diese Woche in Berlin mit Politikerinnen! Jetzt MUSS etwas passieren! Deutschland darf kein TÄTERPARADIES mehr bleiben!“
Collien Fernandes erfährt viel Zuspruch für ihren Mut und ihre Offenheit, mit dem, was sie „virtuelle Vergewaltigung“ nennt, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Laut „Spiegel“ hat sie Strafanzeige gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen eingereicht. Im Raum stehen Vorwürfe, die weit über private Konflikte hinausgehen und strafrechtliche Dimensionen erreichen könnten.
Die Moderatorin beschreibt die Vorgänge als massiven Eingriff in ihre Persönlichkeit und spricht von „virtueller Vergewaltigung“. Laut Bericht untermauert sie ihre Darstellung mit umfangreichen Belegen, darunter eidesstattliche Versicherungen sowie digitale Spuren.
Demo in Hamburg und mögliche Teilnahme
Am Sonntag fand vor dem Brandenburger Tor eine Demo gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen statt. Auch in Hamburg wird demonstriert – am Donnerstag, 26. März, um 17.30 Uhr am Rathausmarkt. Wie verschiedene Medien der Hansestadt melden, erwäge Collien Fernandes eine Teilnahme an der Kundgebung.