David Bowie wusste nicht, dass er bald sterben würde, als er „Blackstar“ aufnahm


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Viele Hörer deuteten David Bowies geheimnisvolle LP „Blackstar“ nach dem Tod des Musikers im Januar 2016 als eine Auseinandersetzung des Musikers mit dem bevorstehenden Tod. In den Texten – aber auch im Video zum Song „Lazarus“ – finden sich dafür einige Indizien, dass Bowie versucht haben könnte, in den letzten Tagen seines Lebens all die Ängste und Zweifel zu reflektieren, die ihn möglicherweise im Angesicht des nahenden Todes überfallen hatten.

Doch möglicherweise ist diese Interpretationsthese nicht zu halten. Wie der britische „Guardian“ berichtet, wird in der neuen BBC2-Dokumentation „David Bowie: The Last Five Years“ behauptet, dass der Sänger während der Aufnahmen von „Blackstar“ nicht wusste, nur noch wenige Wochen leben zu können. Der Film wird am kommenden Samstag (07. Januar) als Erinnerung an Bowie  ausgestrahlt.

Video-Regisseur löst letztes Bowie-Rätsel

Darin behauptet Johan Renck, der Regisseur, der das Video zu „Lazarus“ gedreht hat, dass der Sänger erst während der Dreharbeiten erfuhr, dass seine Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist. Das war im November 2015 – und „Blackstar“ war schon längst aufgenommen.

Eines der letzten Promo-Bilder von David Bowie

„David sagte zu mir damals: ‚Lass uns ein ganz einfach gehaltenes Performance-Video machen’“, so Renck in der Doku. „Ich antwortete dann sofort, dass er sich auf jeden Fall in ein Bett legen müsse, denn der Song heißt ja ‚Lazarus‘. Das hatte für mich einfach mit dem biblischen Aspekt des Lieds zu tun und nichts mit seiner Krankheit.“

Erst nach der Fertigstellung des „Lazarus“-Videos erfuhr Renck nach eigenen Angaben, dass David Bowie darüber Bescheid wusste, bald sterben zu müssen.

Jimmy King