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David Bowie

David Bowie im Überblick:

12.06.2021:  Wir verlosen 3x das neue Garbage-Album auf CD. in Gewinnen: Garbage – „No Gods No Masters“

12.06.2021:  Rückblick auf James Camerons Meisterwerk in Kritik: 30 Jahre „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“

11.06.2021:  Kritiker blickten einst skeptisch auf die vierte Platte von Crowded House. Dabei ist die LP mehr als jede andere der Band ein ho­mogenes Gesamtkunstwerk. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Crowded House – „Together Alone“

10.06.2021:  Mit Lou Reed ging eine der ambivalentesten Figuren der Pop-Geschichte von uns. ROLLING STONE erinnert an einen Berufsgriesgram. in Lou Reed: Der Tod eines empfindsamen Grenzgängers

02.06.2021:  Auftaktfolge zu einem magischen Kinojahr in Kritik Kinojahr 1982: E.T., Blade Runner, Tron, Poltergeist, Rocky 3 und mehr

28.05.2021:  Ein neuer Bildband zeigt Macca durch die Linse Harry Bensons. Die Aufnahmen reichen zurück bis ins Jahr 1964. in Paul McCartney: Sehen Sie hier intime Aufnahmen aus dem neuen Benson-Bildband

26.05.2021:  The Clash wollten wirklich alles – von iri­scher Fiddle­-Polka über Disco bis Reggae – ausprobieren. Ein wagemutiges Tripel-Album. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: The Clash – „Sandinista!“

25.05.2021:  Bond goes Pop! Japan, Blofeld und verrückte Gadgets in Kritik und Ranking (5): James Bond 007 – Man lebt nur zweimal

21.05.2021:  Moby verneigt sich mit Pathos und prominenten Gästen vor dem eigenen Werk. in Mobys neues Album „Reprise“: Eitler wird’s nicht!

21.05.2021:  Bob Dylans musikalische Unabhängigkeitserklärung verstörte eine ganze Generation. Dabei kam der Songwriter später noch einmal mit akustischer Gitarre auf die Bühne, um seine Zuhörer zu besänftigen. in Legendäre Konzerte: Bob Dylan auf dem Newport Folk Festival 1965

19.05.2021:  „Small Talk“ ist eine Heimkehr, bei der getanzt werden darf - und eine Auseinandersetzung mit den Freuden des Vaterseins und des Wurzelschlagens. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Sly & The Family Stone – „Small Talk“

19.05.2021:  Produziert wurde „Future Past“ von Giorgio Moroder, DJ Erol Alkan und Mark Ronson. in Duran Duran kündigen neues Album „Future Past“ an

Reviews zu David Bowie


  • David Bowie - The Next Day

    Das erste Bowie-Album seit zehn Jahren überraschte viele Hörer – weil es keinen neuen Sound präsentierte. Das Material an sich, Songs über Kriege, Schützengräben, Schulmassaker, war dafür umso stärker. Vor fünf Jahren erschien „The Next Day“.

  • David Bowie - Aladdin Sane

    Nachdem er Ziggy Stardust mit dem letzten rauschenden Konzert begraben hatte, mutierte David Bowie flugs in die nächste Inkarnation: Er malte sich einen Blitz übers Gesicht, trug den roten Vokuhila röter und offensiver und schaute blass aus.

  • David Bowie - The Next Day

    "The Next Day" ist ein bunt schillernder Bowie-Setzkasten, der zum Abschluss in dräuender Endzeitstimmung schwelgt: „And I tell myself, I don't know I am“. Künstlerische Verwirrung als vorläufiger Endpunkt einer großen Karriere.

  • David Bowie – die Biografie - Marc Spitz

    Die Musealisierung des Thin White Duke geht weiter: Marc Spitz lässt das Allbekannte Revue passieren. Die Veröffentlichung dieses Buchs fällt in eine Zeit, in der das Interesse an David Bowie so groß ist wie lange nicht mehr. Angefacht durch die Aufbereitung der originalen „Station To Station“-Bänder, rekapitulieren Magazine auf der ganzen Welt die Erfindung des […]

  • David Bowie – Station To Station

    Eine Bestie von Album, kryptisch, mystisch, verstiegen, fiebrig, halluzinativ. Ein Drogenflug, ein Sprung ins Okkulte, Space-Funk, White Noise, Psychedelia, Schnulzen, die schönsten elektrischen Gitarren der Rockmusik. „Once there were mountains on mountains/ And once there where sunbirds to soar with/ And once I could never be down/ Got to keep searching and searching“: Es berührt […]

  • David Bowie – David Bowie

    Schon 1966 nahm David Bowie die ersten Songs für Deram auf, darunter „The London Boys“ und „The Gravedigger“. Die Arbeiten an seinem Debüt-Album zogen sich bis ins Frühjahr 1967 hin; veröffentlicht wurde „David Bowie“ schließlich am 1. Juni 1967, jenem schicksalsträchtigen Tag, an dem auch „Sgt. Pepper“ erschien. Bowie, gerade 19 Jahre alt und laut […]

  • David Bowie – A Reality Tour

    Es gab immer mal wieder drei Jahre Karenzzeit in der Karriere von David Bowie, seit den 80er Jahren zunehmend häufiger. Mittlerweile sind jedoch sieben Jahre vergangen, seit „Reality“ erschien, das letzte Studio-Album. Im Schaffensprozess wird er seinem Idol Scott Walker also immer ähnlicher. Und schon beginnen die Nachreichungen: vor Jahresfrist ein altes „Storytellers „-Konzert, nun […]

  • David Bowie – David Bowie

    Auch diese Jubel-Edition lässt Bowie wie aus einer Blechbüchse erklingen, in der er durch das Weltall fliegt. Verhallt und schundig, durchschossen von Mundharmonika-Attacken, frühem Rock’n’Roll und steilen Experimenten, ist „David Bowie“ (später „Space Odd/’ty“genannt) die Platte eines Epigonen – und eines Genies. Zu enervierendem Gedudel mit Zeitkolorit wie „Unwashed And Somewhat Slightly Dazed“ und entzückender […]

  • David Bowie – VH-1 Storytellers

    Vor zehn Jahren trat David Bowie in dem New Yorker Studio auf, schlecht rasiert und im saloppen Kapuzenpullover. Natürlich gefiel sich der Theatraliker als souveräner Anekdotenerzähler und Stimmenimitator, der – meistens auf Kosten toter Zeitgenossen wie Marc Bolan und Steve Marriott – an die frühen Jahre erinnerte und zuweilen wohldosierte Selbstironie einstreute, die seltsamerweise beinahe […]

  • Tobias Rüther - „Helden – David Bowie und Berlin“

    Helden – David Bowie und Berlin(Rogner & Bernhard, 20 Euro) von Tobias Rüther schafft es, das seinerzeitige West-Berlin so herzurichten, dass es zur kongenialen Kulisse für Bowies Fantasien und kreative Schübe taugt. Ein unbekannter Ort für damalige Bewohner der Mauerstadt: schillernd, morbid und dem deutschen Expressionismus verpflichtet. „Die Party am Abgrund“, weiß Rüther, „für Berlin […]

  • Tobias Rüther – Helden – David Bowie und Berlin

    Helden – David Bowie und Berlin von Tobias Rüther schafft es, das seinerzeitige West-Berlin so herzurichten, dass es zur kongenialen Kulisse für Bowies Fantasien und kreative Schübe taugt. Ein unbekannter Ort für damalige Bewohner der Mauerstadt: schillernd, morbid und dem deutschen Expressionismus verpflichtet. „Die Party am Abgrund“, weiß Rüther, „für Berlin gilt das Mitte der […]

  • David Bowie – iSelect

    Die von ihm für eine britische Zeitung besorgte Compilation gefiel David Sowie so gut, dass sie nun allgemein herausgebracht wird. Wenig überaschend. dass ihm außer einer bombastischen Fassung von „Life On Mars?“, einer Live-Version von „Hang On To Yourself“ und einem furiosen „LovingThe Alien“ nur Randständiges wie „The Bewlay Brothers“. „Repetition“. „Some Life“. „Win“ und […]

  • David Bowie - Live Santa Monica ’72

    Bowies bestes Bootleg nun endlich auch regulär, als Doppel-LP, mit Poster und – eine wirklich hübsche Idee – individuell nummeriert auf einem Replika-Ticket der legendären Show. Für Bowie-Fans natürlich unverzichtbar, aber auch dann von größtem Interesse, wenn man ein Live-Dokument der Ziggy-Zeit besitzen möchte, das dem damals offiziellen „David Live“ überlegen ist. Schon weil Bowie […]

  • David Bowie – Live Santa Monica ’72

    Bowies bestes Bootleg nun endlich auch regulär, als Doppel-LP, mit Poster und – eine wirklich hübsche Idee individuell nummeriert auf einem Replika-Ticket der legendären Show. Für Bowie-Fans natürlich unverzichtbar, aber auch dann von größtem Interesse, wenn man ein Live-Dokument der Ziggy-Zeit besitzen möchte, das dem damals offiziellen „David Live“ überlegen ist. Schon weil Bowie sich […]

  • David Bowie – Live Santa Monica ’72

    Ziggy gibt es bereits in allen Darreichungsformen – Ziggy als Album, Ziggy als Konzertfilm, Ziggy als Soundtrack, Ziggys letztes Konzert. Nun gibt es auch Ziggy in Amerika: Bowie ist sehr stolz auf die ersten Auftritte in den USA, wie er schreibt, identifiziert sich im Herbst 1972 ganz und gar mit der Gestalt. Dass er in […]

  • David Bowie – Outside/Earthling/Hours…/Heathen/Reality

    Die fünf jüngsten Bowie-Werke, opulent ergänzt, in einer Box Gut, dass die Platentitel alle so kurz sind, denn die Box mit den Alben aus den späten Jahren trägt keinen Titel. David Bowie wechselte nach dem Debakel mit „Outside“und dem größeren Debakel mit „Earthling“ trotzig die Firmen, und trotzig nannte er, wenn jemand es wissen wollte, […]

  • David Bowie – David Live/Staqe

    Man kann hier noch einmal nachhören, wie Bowie binnen vier Jahren vom Eklektiker zum Visionär wurde, ein wenig übertrieben gesprochen. Zwischen „David Live“, 1974, und „Stage“, 1978, lagen die Alben „Station Tb Station“, „Low“ und „Heroes“, die freilich Bowies größte geblieben sind, dazwischen lagen auch Los Angeles, Berlin, Brian Eno und ein Drogenrausch von Station […]

  • David Bowie – Outside/Earthling/Hours

    In der Plattenrezension unseres Bowie-Experten waren einige Worte verballhornt worden, denn der Kritiker hatte das Computer-Zeitalter im Jahr 1995 noch nicht betreten und verrichtete seine Fron an einer analogen Schreibmaschine. So berichtete er neben anderen Merkwürdigkeiten von einer „Stummfolter“, durch die Bowies Botschaften auf dem Album „Outside“ geschickt würden – statt durch einen Stimmfilter. Der […]

  • David Bowie – Sound & Vision

    Von „Best Of‘- oder gar „Greatest Hits“-Rückblick kann hier keine Rede sein. Das ist die Wundertüte für eingefleischte Bowie-Maniacs, die auch von Veröffentlichungen wie „Rarest One Bowie“ nicht genug bekommen können. Im Gegensatz zu Dylans „Bootleg Series l-3“ allerdings keine überwältigende Kollektion rarer Meisterwerke, sondern – viele Hits bewusst auslassend – ein weithin vergnügliches Kuriositäten-Kabinett, […]

  • Die besten Musikfilme: David Bowie: Ziggy Stardust & The Spiders From Mars, 1982

    An diesem Konzertabend hatte Bowie Folgendes: seine beste Band, sein bestes Publikum, den besten Rock-Dokumentarfilmer. Und den besten Abgang. D.A. Pennebaker filmte am 3. Juli 1973 im Hammersmith Odeon im Auftrag der RCA ein Demo für eine neuartige VideoDisc, machte erst zehn Jahre später die große Kinofassung, weil es ihm Leid tat um das tolle […]

  • David Bowie – Aladdin Sane

    Eine der besten Leistungen des Duke, eine der schlechtesten, eine dazwischen: „Aladdin Sane“ wurde zum Jubiläum etwas auf gebrezelt, um eine zweite CD ergänzt, „Black Tie, White Noise‘ ist noch genauso erschütternd uninspiriert wie 1993, und der Soundtrack von „Wir Kinder vom Bahnhot Zoo“ enthält “ V-2 Schneider“, „TVC 15“, „Heroes“ und „Station To Station“ […]

  • David Bowie – Reality - Sony

    Ganz wie erwartet führt uns der lustige Airbrush-Zeichentrick-Kindchenschema-Bowie mit dem schiefen Krawattenknoten noch vor dem ersten Luftholen zum Ground Zero, zeigt die grässliche Narbe am Himmel, aber weil die Band hinter ihm schon so unbeirrt am Rufen und Rhythmus-Nicken ist, bleibt nichts anderes übrig: „Let’s face the music and dance!“ „New Killer Star“ ist die […]

  • David Bowie – Earthling - I am a D.J. – I am what I play

    Bowie als twisted firestarter. Dass er auch mit den Drum’n’Bass- und Industrial-Elektronik-Adaptionen von „Earthling“ keinen Hit landen würde, muss ihm klargewesen sein. Ebenso deutlich: Erhörte sicher die falschen Platten aus dem hier bearbeiteten Sektor – und hatte die falschen Partner dafür. Trotz Ausnahmen wie „Little Wonder“ ist das Schweinerock mit eingemischten Loops aus der Kiste.

  • David Bowie – Tin Machine II - I am a D.J. – I am what I play

    Schnell hatte man bei der EMI die Lust an der Rock-Action verloren. Das zweite Tin Machine-Album wurde abgelehnt und erschien bei Victory Records. Viel Freude hatte keiner daran, selbst in England wurde dies nur eine Nummer 23. Man kann höchstens Bowies Konsequenz bewundern, sein leidgeprüftes Publikum mit dieser Mischung aus Rock-Klischees und freiförmigem Gitarrenlärm zu […]

  • David Bowie – Heathen - I am a D.J. – I am what I play

    Auch von dieser Zeitschrift auf Anhieb etwas verklärt und freudig begrüßt, weil Bowie wenigstens die alten Manierismen wieder souverän einsetztet „Sunday“ wieder ein Walker-Versuch (immerhin bemerkt man die Absicht), „Slip Away“ und „Slowburn“ sind sogar richtig gut. Das Pixies-Cover „Cactus“ und die bloß angesichts ihrer Existenz skurrile Neil-Young-Adaption „I’ve Been Waiting For You“ beweisen, dass […]

  • David Bowie – Black Tie, White Noise - I am a D.J. – I am what I play

    Die Hochzeitsglocken (mit Iman) läuten vorne und hinten beim Solo-Comeback, das man mit Recht als Bowies misslungenstes Album sehen darf. Nile Rodgers, in memoriam „Let’s Dance“ wieder als Produzent dabei, konnte ihm die bescheuerten Null-Songs nicht ausreden, die zu allem Überfluss mit den knallenden Drums und libbernden Sequencern instrumentiert wurden, von denen Bowie wohl glaubte, […]

  • David Bowie – Tin Machine - I am a D.J. – I am what I play

    Wer die ersten sechs Minuten mit der bis aufs Blut gequälten Heavy-Gitarre übersteht, hat das Schlimmste schon hinter sich. Bowies Neugründung sollte die Rückkehr zum Rock’n’Roll bringen, die Rettung durch Authentizität. Die Pose als Kerl, der down mit den boys ist, wirkte freilich noch gekünstelter, die Band rockt müde, viele Songs klingen wie zusammengehauene Jams. […]

  • David Bowie – Outside - I am a D.J. – I am what I play

    Konzeptalbum mit Spielhandlung und beiliegenj der Science-Fiction-literature-noir-Kurzgeschichte. Trotzdem die beste Bowie-Platte der Neunziger. 1 Vielleicht lag es am Einfluss Enos, der zur Abwechslung mal wieder mitproduzierte: Die instrumentalen Beiträge von Gabrels und natürlich Mike Garson sind ideenreich, der Gesamtklang ist warm und “ räumlich, selbst die Lieder (soweit vorhanden) haben ein wenig Magie: Kein Wunder, […]

  • David Bowie – Hours - I am a D.J. – I am what I play

    Erleichterung, fast Rührung: der vertraute Bowie-Sound! Die wunderbar durchschnittliche Sirigle „Thursday’s Child“ signalisierte schon^dass keine Sperenzchen zu erwarten waren. Hier gibt’s Vintage Bowie, was Rezensenten zu dem unsterblichen Verdikt „die beste Bowie seit ‚Scary Monsters'“ verführte. „Something In The Air“ und „Survi*ve“ klingen jedenfalls wie der sentimentalste, spätbeatleeskeste Bowie seit Jahrzehnten. „If I’m Dreaming My […]

  • David Bowie – Lodger - I am a D.J. – I am what I play

    Die vorerst letzte Platte mit Eno, daher der Trilogie-Gedanke, denn an“Lodger“ ist außer Bowies Wohnort nichts mehr berlinerisch. Die Songs sind wieder besser, das Experiment besteht in der stärkeren Integration exotischer Elemente, im osmanischen Reggae „Yassassin“ und der Polyrhythmik-Andeutung von „African Night Flight“ – bald machte Eno mit den Talking Heads „Remain In Light“. Der […]

  • David Bowie – Never Let Me Down - I am a D.J. – I am what I play

    Es hatte kurz so ausgesehen, als ob Bowie den Rest der Achtziger schlau überwintern würde, mit Filmrollen und der herzbrechenden Soundtrack-Single „Absolute Beginners“. Dass er für das nächste Album Mickey Rourke als Sänger und Rapper mit ins Studio brachte, erschien dann als noch herberer Unverstand. Die ganz sicher zeitgemäße und lieblose Produktion setzte Automaten-Soul-Bläser und […]

  • David Bowie – Tonight - I am a D.J. – I am what I play

    Da er die Achtziger schon beendet hatte, gab es nichts mehr zu tun für den Rest der Dekade. Bowie wandte sich also den Sechzigern zu und Brian Wilsons „God Only Knows“, an das sich kein vernünftiger Mensch heranwagt. Bowie schon und er scheiterte würdevoll mit der bombastischen, tief stimmig gesungenen Version. Das ebenso tröstliche wie […]

  • David Bowie – Let’s Dance - I am a D.J. – I am what I play

    Bowie erfand sich mal wieder neu, holte sich aber vor allem den Chic-Magier Nile Rodgers ins Studio, dazu dessen Kollegen Bernard Edwards am Bass, Omar Hakim am Schlagzeug und den R&B-Gitarrenvirtuosen Stevie Ray Vaughan. Aufs Songwriting musste er nicht mehr viel Mühe verwenden: Die Bläser von „Modern Love“, der schon 1977 mit Iggy geschriebene Schmachtfetzen […]

  • David Bowie – „Heroes“ - I am a D.J. – I am what I play

    In Berlin angeblich von innen geheilt, suchte Bowie die räumliche Beklemmung, um sich inspirieren zu lassen: Ausflüge in den Osten, Aufnahmen in den Hansa-Studios beim Checkpoint Charlie. „Heroes'“klingt trotz fast gleicher Band kälter als „Low“, aber nicht so souverän. Auf der Song-Seite irren Keyboard- und Gitarreneffekte scheinbar unkoordiniert durcheinander, die Rückseite ist wieder großteils Eno-Ambient […]

  • David Bowie – Scary Monsters - I am a D.J. – I am what I play

    Man muss unbedingt erwähnen, dass Bowie auch rein von der stimmtechnischen Ausdruckskraft her einer der größten Künstler ist. Allein der Gesang auf : dieser Platte macht Gänsehaut und heilloses Glück: die Gummizellen-Tobsucht in „It’s No Game (No.1)“, die Schizophrenie aus Falsett und Grabeston in „Ashes To Ashes“, das Beben in „Teenage Wildlife“, einem vernichtenden Hieb […]

  • David Bowie – Diamond Dogs - I am a D.J. – I am what I play

    „This ain t rock n roll, this is genocide! – Bowies Version von „1984“, an dem ihm Orwells Witwe die Rechte verweigert hatte. Das Kunstkack-Argument ist hier ausnahmsweise selbst kacke: In der Science-Fiction-Geschichte von Hunger City denkt Bowie die Angstträume aus „Ataddin Sane“ zu Ende, kommt unter anderem auf Cyber-Sex und Großstadt-Klaustrophobie, die er selbst […]

  • David Bowie – Station to Station - I am a D.J. – I am what I play

    The return of the thin white duke. Bowie zog es nach Los Angeles, wo schon allerhand Suffköppe und Drogenkönige des internationalen Rock-Jet-Set die wilde, libertinäre Zeit unter Gerald Ford feierten. Bowie stürzte sich sogleich in den Konsum von Kokain, das Dennis Hopper mit „Easy Rider“ populär gemacht hatte, und nahm Songs auf, die voller Paranoia […]

  • David Bowie – Young Americans - I am a D.J. – I am what I play

    Eine Blaupause für spätere, verzwungene Crossovers. Dass diese Mainstream-Soul-Platte einer Anordnung des Managements entsprang, um Amerika endlich ganz zu packen, ist unwahrscheinlich willkommen war Bowies neues Selbstbild als swinging blue boy sicher. Eine schwarzweiße Mischung exzellenter Sessionleute wurde nach Philadelphia geflogen (David Sanborn am Saxofon, im Chor unter anderem Luther Vandross) und spielte smoothe Late-Night-Launen […]

  • David Bowie – Low - I am a D.J. – I am what I play

    In New York betrat ein anderer nervöser dünner Mann die Bühne, und auch er arbeitet bald mit dem Roxy Music-Abtrünnigen Brian Eno zusammen: David Byrne und die Talking Heads veröffentlichten ihr Debüt „77“ als David Bowie seine Berliner Phase einläutete. Tony Visconti produzierte, Eno steuerte sein bizarres Instrumentarium bei, und Bowie machte nicht viele Worte: […]

  • David Bowie – Aladdin Sane - I am a D.J. – I am what I play

    Bowies erste US-Produktion,“Ziggy“ Folge zwei, wenn auch weniger eingängig und kohärent: Als die Sache kommerziell interessant wurde, löste Bowie das Avantgarde-Versprechen ein. Der Titelsong mit atonal gesungenem Refrain, Tröt-Bläsern und dem berühmten Gliedmaßen-auf-Tasten-Solo von Pianist Mike Garson, „Time“ als 30er-Cabaret-Moritat, die Regenmusik „Lady Grinning Soul“, alles zur Zeit des Hoch-Glam. Garson ist der Held der […]

  • David Bowie – Hunky Dory - I am a D.J. – I am what I play

    Manchen gilt diese fast klassische Songwriter-6 Platte als Bowies größter Wurf, andere erkennen darin vor allem eine eklektische britische Folk-Platte mit Vaudeville-Reminiszenzen. Ehrlicherweise benannte Bowie in den Songtiteln, wohin er bewundernd blickte: zur Clique in New York („Andy Warhol“) und dem unerreichbaren Übervater, der das Spiel mit Masken, Posen und Fiktionen mindestens so ebenso gut […]

  • David Bowie – David bowie - I am a D.J. – I am what I play

    Später „Space Oddity“ betitelt – nach dem einzigen Song, den Visconti nicht produzieren wollte, weil er es lachhaft fand, die Hymne zur ersten Mondlandung aufzunehmen (der spätere Elton-John-Produzent Gus Dudgeon übernahm). Verglichen mit den frühen Schlagern ein weiter Sprung, das an Dylan orientierte „Unwashed And Somewhat Slightly Dazed“ ist großartiger Elektro-Blues, in „Wild Eyed Boy […]

  • David Bowie – The Man Who Sold The World - I am a D.J. – I am what I play

    Der Folksänger ist tot. Bowie hat die Leib-Band für seine beste Rock’n’Roll-Phase gefunden, der Bursche Mick Ronson aus Hull funkelt an der Weltraum-Gitarre. Das Möchtegern-dekadente Leben mit Ehefrau Angie, koketter Spiritualismus und die Angst vor dem in der Familie liegenden Irrsinn treiben dunkle Blüten: „After All“, „The Supermen“, „The Width Of A Circle“. Visconti, der […]

  • David Bowie Ziggy Stardust – And The Spiders From Mars – Soundtrack

    Es empfiehlt sich, damals dabeigewesen zu sein. D. A. Pennebaker hat die Chose im Hammersmith Odeon besonders gefallen, aber der Dokumentarfilmer hatte es vorher mit Franz Josef Strauß und später mit Marius Müller-Westernhagen zu tun. Bowie neigt stilistisch eher zu Zweiterem. Die Vorführung evoziert aber Tunten-Kabarett, Maskerade und überkandidelte Music Hall in durchaus bestürzender Weise, […]

  • David Bowie – Best Of Bowie - DVD von Birgit Fuß und Arne Willander

    Vier Stunden, das ist wohl neuer Rekord. Aber Bowie hat eben eine Menge exzellenten Stoffs, aus dem er auswählen kann auch wenn einiges („Dancing In The Street“!) den Test der Zeit doch nicht gar so gut bestanden hat. Sämtliche Video-Hits, dazu ein paar unbekanntere TV-Auftritte und versteckte Preziosen – perfekt, wieder einmal.

  • David Bowie – Heathen - COLUMBIA/SONY MUSIC

    COLUMBIA/SONY MUSIC Gleich die gute Nachricht David Bowie hat mal wieder sein bestes Album seit „Scary Monsters“ von 1980 gemacht Zum vierten Mal übrigens, nach „Black Tie White Noise“ (1993), „Outside“ (1995), „Hours…“ (1999), so sah das jeweils die zeitgenössische Kritik, die nur das Drum’n’Bass-Desaster Junihling“ ganz verschmähte. Ein kluger Leserbriefschreiber hat in dieser Zeitschrift […]

  • David Bowie – Space Oddity

    David „Kid“ Jensen spielte es als erster. In seiner Show auf Radio Luxemburg, null bis drei Uhr, Empfang wechselhaft. Störungen im Äther, die nicht störten, denn das Ding kam eh von außerhalb unseres Sternensystems. „This is Major Tom to ground control“, waberte der Transistor im Sommer 1969, , J’m stepping through the door and Tm […]

  • David Bowie – Bowie At The Beeb

    Die Frisur im Spiegel der Zeit: Nur vier Jahre umfasst diese BBC-Werkschau, die Phase zwischen „Space Oddity“ (und kurz davor) bis zu „Ziggy Stardust“, ein Unterschied ums Ganze. Doch Haarschnitte hatte Bowie mehr als Platten: Wie er von einem etwas längeren Scott Walker 1968 auf den gekräuselten Glam-Rocker von 1970 umstellte, ist die Schau. Auf […]

  • David Bowie – Hours… - Virgin

    3,5 Hours… V RG N David Bowie ist zu beneiden. Da reibt sich der alarmierte Kulturkritiker an der Moderne, verfangt sich in weltweiten Netzen, beobachtet bangen Herzens das ungehemmte Mäandern des Kapitals und den hemmungslosen Dünnpfiff aus medialen Anstalten, stemmt sich gegen den Untergang überschaubarer Strukturen in Kunst und Gemeinschaft, ist ganz atemloser, verzweifelnder Hase. […]

  • DAVID BOWIE: Hongkong-Hit auf Mandarin

    Hein, das Stück läuft nicht rückwärts, obwohl Bowies Stimme so klingt. Statt „I praise to you“ ist in dieser Version von „Seven Years in Tibet“ lediglich noch „Ching-changchung“, allenfalls „Wan Tan“ zu verstehen Aber nur im Rest der Welt Im chinesischen Sprachraum, für den Bowie diesen Song auf Mandarin neu eingesungen hat, kam die Botschaft […]

  • DAVID BOWIE: Irres Identitäten-Spiel auf dem Lost Highway

    In der Mitte der Leinwand flackert der gelbe Mittelstreifen einer Straße, alles andere ist tiefe Nacht. Die Landstraße führt direkt ins Nichts es ist der „Lost Highway“. Und passend dazu singt David Bowie erratisch „I’m Deranged“. Erstaunlich, wie sich der Engländer immer wieder gleichermaßen salopp und zielstrebig in die wichtigsten Kontexte der Kunst spielt Erst […]



TV-Tipp: Musikdoku „David Bowie - Die ersten fünf Jahre“ auf ARTE

Der Dokumentarfilm „David Bowie - Die ersten fünf Jahre“ zeigt die Anfänge David Bowies in den 1960er-Jahren, vor seinem Durchbruch, als er noch unter seinem Geburtsnamen David Robert Jones mit verschiedenen Stilen experimentierte. Der Film beleuchtet die fünf Jahre, die Bowies Selbstfindungs- und Experimentierzeit gedauert hat, vom Ende der 60er-Jahre bis ins Jahr 1973, in dem er Ziggy Stardust auf der Bühne symbolisch zu Grabe tragen ließ. David Bowies Wegbegleiter Bisher unveröffentlichte Interviews mit Bowies ersten Wegbegleitern bieten erstmalig einen Einblick in die Anfangsjahre des späteren Superstars. Darüber hinaus zeichnet der Film eine bemerkenswerte Selbstfindung nach, die auch eine musikalische…
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