David Lynch: Kinder des Regisseurs organisieren Gruppenmediation
Bereits heute um 21 Uhr ist es soweit: 10 Minuten lang soll David Lynch gedacht werden.

Filmfans weltweit trauern derzeit um David Lynch. Die Kinder des verstorbenen Regisseurs geben Fans nun die Möglichkeit, dies gemeinsam zu tun.
Zehn Minuten für den Regisseur
In einer Gruppenmeditation soll das Werk von David Lynch gewürdigt werden. Jennifer, Austin, Riley und Lula Lynch luden über Facebook zu einer Sitzung ein. Bereits heute soll es so weit sein. „Unser geliebter Vater war ein Leitstern der Kreativität, der Liebes und des Friedens“, schrieben die vier. „Am Montag, dem 20. Januar – der sein 79. Geburtstag gewesen wäre – laden wir euch um zwölf Uhr mittags PST für zehn Minuten alle zu einer weltweiten Gruppenmeditation ein.“ Die Pacific Standard Time (PST) ist unserer Zeitzone in Deutschland, der Central European Time (CET), neun Stunden hinterher. Zwölf Uhr am Mittag in Los Angeles entspricht 21 Uhr in Berlin.
„Lasst uns zusammenkommen, wo auch immer wir sind, um sein Vermächtnis zu ehren, indem wir Frieden und Liebe in der Welt verbreiten“, heißt es in dem Post zu Ehren David Lynchs weiter. „Bitte nehmt euch die Zeit, um zu meditieren, nachzudenken und Positivität ins Universum zu senden. Danke, dass ihr Teil dieser Feier seines Lebens seid.“
David Lynchs Bezug zur Mediation
Der Filmemacher selbst praktizierte die Geistesübung. 2005 gründete er die David Lynch Foundation For Consciousness Based Education And World Peace, um andere in Transzendentaler Meditation zu führen. Zu deren Projekten gehörten auch Stressabbau bei Schüler:innen, Umgang mit Traumata bei Soldat:innen und Veteran:innen sowie Ausbruch aus Gewaltzyklen. Außerdem verfasste er zwei Bücher, in denen Meditation neben autobiographischen Erzählungen eine Rolle spielt. In ihren Nachrufen auf den Regisseur verwiesen zahlreiche Prominente auch auf den Einfluss der Mediation, die Lynch ihnen nähergebracht haben soll, darunter die Sängerinnen Lykke Li und Chaka Khan.
David Lynch verstarb am 16. Januar im Alter von 78 Jahren. Der 1946 geborene Regisseur war unter anderem als Erfinder von „Twin Peaks“ (1990–91, 2017), für die erste Verfilmung von Frank Herberts „Dune“ (1984) sowie für Filme wie „Eraserhead“ (1977), „Blue Velvet“ (1986) oder „Mulholland Drive“ (2001) bekannt.