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Die Beatles: Unveröffentlichte Briefe aus Hamburg-Zeit werden versteigert


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Zwischen August 1960 und Oktober 1962 verbrachten die Beatles – damals noch eher unbekannt und nicht vollständig besetzt – die meiste Zeit in Hamburg, wo sie unter anderem die Fotografin und Kunststudentin Astrid Kirchherr kennenlernten. Sechzig Jahre später und etwa ein Jahr nach Kirchherrs Tod werden nun bisher unveröffentlichte Briefe, Arbeitsgenehmigungen und Fotos über die Zeit der Band in Deutschland versteigert.

Astrid Kirchherr war mit Stuart Sutcliffe – einem der Gründungsmitglieder der Beatles – verlobt, der jedoch tragischerweise im Alter von nur 21 Jahren im April 1962 an einer Gehirnblutung starb. Trotz des Todesfalls verband Kirchherr und John Lennon, Paul McCartney und George Harrison eine tiefe Freundschaft, die noch über viele Jahre (und in Harrisons Fall sogar bis zu seinem Tod im Jahr 2001) anhalten sollte. Zudem ist Kirchherr für einige der besten Portraits der Band zu ihrer Zeit in Hamburg und die ikonischen Pilz-Frisuren der Gruppe verantwortlich.

„Du musst wissen, dass Cyn, ich und die anderen Beatles immer das Gleiche für dich empfinden werden“

„Alle Beatles waren in sie verliebt – teils eine Art Mutter- oder ältere Schwesterliebe, teils sexuell“, meint Stefanie Hempel, die eng mit Kirchherr befreundet war und Beatles-Touren in Hamburg organisiert. „Astrid war so schön. Aber sie hat sich auch um sie gekümmert, hat sie auf eine spirituelle und intellektuelle Art betreut und ihnen ein neues Bewusstsein für sich selbst gegeben. Es war viel, viel mehr, als ihnen ihre Wischmoppfrisuren zu verpassen. Tatsächlich hasste sie es, als die Friseurin der Beatles bekannt zu sein.“ Einer der Briefe, die nun versteigert werden, kommt von John Lennon aus Oktober 1962 – ein halbes Jahr nach dem Tod von Sutcliffe. Darin schreibt er an Kirchherr: „Es tut mir wirklich leid, dass du so traurig und unsicher bist, was dich betrifft. Du musst wissen, dass Cyn, ich und die anderen Beatles immer das Gleiche für dich empfinden werden. Du wirst für uns immer die Astrid von Stuart sein.“ Lennon schreibt weiter, dass Cynthia gerade mit „diesem kleinen John in ihr“ schwanger sei.

George Harrison schlägt Kirchherr vor, „du könntest uns Tee kochen und uns Cornflakes machen“

In einem weiteren Brief aus dem Jahr 1962 schreibt George Harrison, dass er und Lennon „gerade neue Verstärker und Gitarren bekommen haben – Gibson Jumbo Country and Western Style“, und fügt hinzu, dass „Paul [McCartney] ein neues Auto hat – einen Ford Classic, der größer ist als meiner.“ Zudem bezieht sich Harrison auf Ringo Starr, der zu diesem Zeitpunkt gerade erst den vorherigen Drummer Pete Best ersetzt hat und schreibt über ihn: „Er spielt schon sehr gut.“ Zwei Jahre später lädt der Beatles-Gitarrist Astrid Kirchherr in einem Brief ein, ihn und die Band in London besuchen zu kommen. „Du könntest in unserer neuen Londoner Wohnung bleiben“, schreibt er und schlägt dann vor, „du könntest uns Tee kochen und uns Cornflakes machen“. Sie solle bei ihrer Antwort jedoch nicht seinen Namen auf den Umschlag schreiben, meint Harrison weitehrin. „Schreib stattdessen Dave Lloyd an unsere Adresse in der Green Street. Schreib nicht George Harrison, sonst erfährt es jeder vom Postboten.“


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