Die Obamas und Spotify gehen künftig getrennte Wege


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Die Obamas kehren Spotify den Rücken: Die Produktionsfirma der ehemaligen Präsidentenfamilie Higher Ground wird keinen neuen Vertrag mit dem Streaming-Marktführer unterzeichnen. Stattdessen verhandelt das Unternehmen aktuell mit Konkurrenten über die Umsetzung von Podcast-Formaten, in denen Barack und Michelle über ihr Leben und der Welten Lauf parlieren – darunter Audible von Amazon und iHeartMedia.

Friedlich getrennt

Vor drei Jahren hatten die beiden einen Exklusiv-Vertrag mit dem größten aller Audio-Dienste geschlossen. Spotify sollen die öffentlichen Konversationen der Obamas damals sagenhafte 100 Millionen US-Dollar wert gewesen sein. Dass die noch bis Oktober aneinander gebundenen Partner künftig getrennte Wege gehen, beruht auf gegenseitigem Einvernehmen: Aus unterschiedlichen Gründen waren beide Seiten unzufrieden.

So soll sich Higher Ground allen voran an der von Spotify geforderten Exklusiv-Klausel gestört haben – die Produktionsfirma habe es sich zum Ziel gesetzt, künftig mehr Hörer*innen zu erreichen, indem die Inhalte gleichzeitig auf verschiedenen Plattformen erscheinen. Der schwedische Streaming-Anbieter hingegen wollte im Vertrag eine höhere Anzahl an Sendungen mit den Obamas etablieren, während sich der 44. Präsident der Vereinigten Staaten hinsichtlich einer höheren Taktung geziert haben soll.

Über Land und Liebe

In den vergangenen drei Jahren wurde im Zuge der Zusammenarbeit unter anderem „The Michelle Obama Podcast“ realisiert. In den neun Episoden plauderte die ehemalige First Lady mit Familie und Freund*innen über das Thema Beziehungen. Laut Spotify war die Sendung einer der fünf beliebtesten Podcasts im Jahre 2020. Auch die acht Unterredungen von Barack Obama und Bruce Springsteen wurde von der Hörerschaft goutiert: Das Format „Renegades: Born in the USA“ avancierte im Frühjahr 2021 zu einem Lockdown-Hit. Zu Papier gebracht wurden die Dialoge  in dem Gesprächsband „Renegades“.