„Die Simpsons“ fahren schlechteste Quote ihrer Geschichte ein – Anfang vom Ende?


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„Die Simpsons“ sind die langlebigste Zeichentrickserie aller Zeiten und inzwischen auch die am längsten laufende Primetime-Serie in den USA. Obwohl die Qualität der einzelnen Folgen seit vielen Jahren (gehässige Naturen würden sagen: seit deutlich mehr als einem Jahrzehnt) mindestens schwankt, bestellte Fox noch vor Abschluss der 30. Staffel zwei weitere für die nächsten Jahre.

Trotzdem scheint die Luft raus: Wie „Hollywood Reporter“ meldet, verzeichnete die letzte Folge der Gelben, „Crystal Blue-Haired Persuasion“, am Sonntag (12. Mai) bei ihrer Ausstrahlung in den USA mit einem Nielsen-Rating von 0,5 die schlechteste Einschaltquote seit dem Start der Serie im Jahr 1989 (!) – bezogen auf die werberelevante Zuschauergruppe der 14 bis 49-Jährigen.

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Dabei handelte es sich übrigens nicht um irgendeine Episode, sondern um ein Staffelfinale mit hochkarätigen Gaststars wie Werner Herzog, Illeana Douglas und Jenny Slate. Immerhin eine der typischen erratischen Star-Mischungen. Ohne Cameos geht es ja bei den „Simpsons“ schon lange nicht mehr. Nur gesteigertes Interesse wollte das anscheinend nicht wecken.

Während man diskutieren könnte, ob viele Fans der Serie gleichzeitig lieber verfolgen wollten, wie Daenerys Targaryen in der vorletzten Folge von „Game of Thrones“ kurzen Prozess mit Königsmund macht, scheint sich so langsam eine negative Quoten-Tendenz zu bestätigen, die man auch Abnutzungserscheinung nennen könnte. Matt Groenings Dauerbrenner läuft seit drei Dekaden im Fernsehen und gehört inzwischen Disney.

Vergangenheit und Zukunft der „Simpsons“ in einem Bild vereint
Vergangenheit und Zukunft der „Simpsons“ in einem Bild vereint

Seit Jahren übersteigen die Kosten der Produktion die Einnahmen durch Lizensierung und Werbung. Das fällt nur deswegen nicht weiter ins Gewicht, weil die Umsätze mit Merchandising beträchtlich sind. Nun munkeln Insider seit Monaten, dass es möglicherweise eine strategische Zukunftsentscheidung des Micky-Maus-Konzerns geben könnte.

Die Einstellung der „Simpsons“ würde…

  • weitere mittelmäßige Folgen verhindern
  • Alarmmeldungen über weiter sinkende Einschaltquoten vorbeugen
  • das Archiv mit weit über 600 Folgen der „Simpsons“ für den neuen Streamingkanal Disney+ attraktiver machen
  • noch mehr Geld mit Merchandising und Attraktionen im Disneyland bringen
  • den Weg freimachen für neue „Simpsons“-Ableger – zum Beispiel im Kino

Ein letztes Wort wurde über die Zukunft der Gelben allerdings noch nicht gesprochen.

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