Eddie Vedder: Oops, da bin ich wohl bei den Strokes gelandet!


von

Das Schicksal der schon sprichwörtlichen „Vorband“ ist oft genug ein trauriges.

Keine oder kaum Gage, manchmal gib es einen Kasten Mineralwasser als Salär. Statt einer Backstage-Suite mit veganen Catering-Kreationen gibt es eine Rumpelkammer. Umziehen neben Putzeimern und Müllsäcken. Das nennt sich dann Rock’n’Roll für hoffnungsvolle Newcomer…

Ganz anders sah die Sache jüngst in der vormaligen Grunge-Hochburg Seattle im US-Westcoast-Bundesland Washington aus. Hier waren The Strokes die sicherlich fürstlich bewirtete „Vorband“ der Californication-Kollegen der Red Hot Red Hot Chili Peppers, die im Rahmen ihrer aktuellen „Unlimited-Love“- Tournee im örtlichen „T-Mobile Park“ ein umjubeltes (Altrocker-)Gastspiel gaben.

Und- da da ding dong – die ebenfalls schon seit einigen Jahren im Geschäft befindliche New Yorker Millionärs-Kinderband The Strokes waren der Opener.

Keine Stimmbeschwerden mehr bei Eddie Vedder

Vor allem, wenn man bedenkt, dass es noch ein Vor-Vor-Opener gab: Und zwar die Fusion-Truppe Thundercat, die wiederum anderswo auch mal oben auf den Plakaten steht. Doch damit ist das Seattle-Name-Gedroppe noch lange nicht beendet:

Ein seltener Westküsten-Vogel namens Eddie Vedder verblüffte grinsend das Publikum, als er plötzlich an den Mikroständern von The Strokes auftauchte. Diverse US-Medien kolportieren, dass die jüngsten Beschwerden seiner Stimme/Kehle weitgehend abgeklungen sind.

Pearl-Jam-Vedder sprang mit Julian Casablancas und Albert Hammond Jr. auf die Bühne seiner Heimatstadt und sang den Strokes-Semi-Klassiker „Juicebox“ vom 2006er-Album „First Impressions Of Earth“.

Ein Heimspiel-Leckerbissen fürs Publikum. Vergleichbare Stunts hierzulande wäre: Ein Mitglied der Mundart-Giganten De Höhner springt bei einem BAP-Konzert in Köln auf die Bühne, im Schlepptau Henning May von AnnenMayKatereit. Oder in Hamburg singt Dirk von Lowtzow ein Shanty mit Ina Müller und Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen.

Der beliebte Eddie

Die US-Rock-Klatsch-Plattform „Uproxx“ behauptet wiederum, Eddie Vedder könnte morgen als Bürgermeister von Seattle kandidieren und er würde gewinnen. Die Nummer bei The Strokes konnte dennoch bis zuletzt streng geheim gehalten werden.

Kein Wunder, dass die sozialen Medien an der nördlichen Westcoast vulkangleich Fan-Begeisterungs-Energie und Smartphone-Fotos ausspuckten. Bis heute Euphorie galore…