Fünf Fragen an die Wombats. Tickets für Gig am 01.09. in Berlin gewinnen!


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Vor ihrer letzten Show in Berlin sprach Daniel Koch mit Tord Øverland-Knudsen und Dan Haggis, während Sänger Murph derweil seine Stimme schonen musste. Ein Gespräch über das Touren und Feiern und die schwere Last, für leichte Kost gehalten zu werden.

Habt ihr eigentlich eine Medallie dafür bekommen, die Band zu sein, die am längsten mit einem Debütalbum getourt hat?
Dan Haggis: Wir müssten eigentlich eine bekommen.
Tord Øverland-Knudsen: Stimmt. Wir haben ja schon vor dem Album getourt. Alles in allem sicher vier Jahre.

Warum denn eigentlich? Hängen euch die Songs nicht irgendwann zum Halse raus?
D: Das mag seltsam klingen, aber wir stehen einfach drauf, auf Tour zu sein. Und es wurde ja konstant größer, deshalb gab es immer einen Anreiz.
T: Wir haben dann irgendwann gemerkt, dass uns das langsam aber sicher umbringt.
D: Am Ende waren wir nur noch eine Wombats-Coverband.
D: Aber nach einer Auszeit, in der wir kaum über Musik nachgedacht haben, ging’s wieder.

Gab es mal Momente, in denen ihr dachtet: ‚Wäre ich mal lieber Maurer geworden!‘
D: Nein. Nie. Wir haben doch einen Traumjob. Im Studio sein, die Welt sehen, die Energie vom Publikum bekommen, ach, selbst Interviews geben – ich würde nicht tauschen wollen.
T: Für kein Geld der Welt.

Ihr seid für viele die Band, die für den schnellen Spaß auf dem Indie-Dancefloor gut ist. Man findet euren Song „lustig“ und verpasst euch den Stempel, eine Fun-Band zu sein. Dabei sind auch auf „This Modern Glitch“ wieder viele selbstironische Seitenhiebe auf eigene Schwächen, man findet Verzweiflung in euren Songs und recht neurotische, sinnsuchende Charaktere. Oft zwar auch pointiert vertextet – aber der Spaß hat für mich oft auch eine dunkle Seite – eben als würde man fröhlich zu Joy Division tanzen. Hasst ihr es, wenn man euch als Spaßband abwatscht?
D: Du hast es ganz gut getroffen. Es ist die dunkle Seite des Spaßes, die man bei uns bekommt. Die schlimmen Situationen im Leben werden bei uns durch witzige Songs verarbeitet. So ist es auch mit uns als Band – oft schleppen wir uns einzeln durch den Tag, zweifeln an uns, an der Band. Aber sobald wir zusammen sind, euphorisieren wir uns gegenseitig.
T: Es nervt, wenn man uns automatisch vorwirft, wir würden das Musikmachen nicht Ernst nehmen, bloß weil unsere Lieder Spaß machen und Humor haben. Oft sind es Kollegen von dir, die damit kommen, oder Indie-Fans, die ganz genau wissen, was INDIE ist und was nicht. Das kotzt uns dann wirklich an – es ist nämlich verdammt schwer, Musik leicht klingen zu lassen.

Gutes Stichwort: Im Video zu „Tokyo“ habt ihr die ganze Zeit wilde Parties und Exzesse, aber ihr seht nicht aus, als hättet ihr Spaß dabei. Fällt es euch manchmal schwer, die Leichtigkeit des Bandlebens zu bewahren?
T: Natürlich. Es ist wohl wie in jedem Job. Es kann Routine werden. Und man kann eben auch nicht immer feiern. Manchmal ist es schöner, nach dem Gig einfach im Hotel einen guten Film zu schauen.

D: Man hält uns oft für eine wilde Partyband. Das kann lustig und nervig zugleich sein. Zum Beispiel, wenn man gerade ein gutes Gespräch führt und dann gefragt wird: „Was machst du gleich??? Steilgehen???“ Und man sagt: „Nö, ins Bett gehen.“

Am 01. September spielen The Wombats um 21 Uhr im Studio#1 in Weißensee bei „on tape“. Wir verlosen noch zwei Tickets für den bereits pickepackevollen Event, der auf zdf.Kultur live übertragen wird. Wer hin will, der schreibe schnell eine Mail an verlosung@www.rollingstone mit dem Stichwort „Wombats on tape!“


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