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Golden Globes 2017: „La La Land“ räumt ab, „Toni Erdmann“ geht leer aus

Die 74. Vergabe  der Golden Globes in Los Angeles am Sonntag (08. Januar) hatte einen eindeutigen Gewinner: „La La Land“ von Regisseur Damien Chazelle. Mit insgesamt sieben Preisen schaffte das Musical mit Emma Stone und Ryan Gosling in den Hauptrollen auch einen neuen Rekord, denn bisher konnte noch kein anderer Film so viele der begehrten Goldstatuen einheimsen. „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Midnight Express“, die bisherigen Rekordhalter, erhielten nur jeweils sechs Preise.

Die Wiederbelebung des klassischen Hollywood-Musicals dürfte damit zum großen Oscar-Favoriten werden. Golden Globes gab es für den Film selbst, die Hauptdarsteller Stone und Gosling, Regisseur Chazelle, das Drehbuch, den besten Filmsong und die beste Filmmusik. „Moonlight“ von Regisseur Barry Jenkins – vor der Verleihung mit unzähligen Kritikerpreisen als Favorit ins Rennen gegangen – gewann den Golden Globe als bestes Filmdrama.

Maren Ade muss auf den Oscar hoffen

Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert wurde mit einem Preis für ihre Rolle in „Elle“ geehrt. Der Film von Paul Verhoeven schnappte Maren Ade und dem deutschen Beitrag „Toni Erdmann“ dann auch den Golden Globe in der Kategorie „bester nichtenglischsprachiger Film“ weg.

Golden Globe Isabelle Huppert Schauspielerin „Elle“
Isabelle Huppert wurde für ihre schauspielerische Leistung in „Elle“ ausgezeichnet

Insgesamt zeigte sich die Verleihung in diesem Jahr deutlich politischer als zuletzt. Jimmy Fallon hatte genug Zeit für mehr als einen Witz über Donald Trump („Florence Foster Jenkins war die schlechteste Opernsängerin aller Zeiten. Und selbst sie hatte keine Lust, bei Donald Trumps Amtseinführung zu singen“) und Meryl Streep war nicht nur zu Tränen gerührt, als sie den „Cecil B. Demille“-Preis für ihr Lebenswerk erhielt, sondern sie hielt auch eine sehr explizite Rede gegen den künftigen ersten Mann im Weißen Haus.

Meryl Streep Golden Globes Lebenswerk
Meryl Streep mit einem weiteren Preis für ihr großes Lebenswerk

Im Fernsehbereich hielten sich die Überraschungen an diesem Abend in Grenzen. „The Crown“ wurde als beste Dramaserie ausgezeichnet – genauso wie Claire Foy, die Hauptdarstellerin der Netflix-Reihe über Königin Elisabeth II. Den Golden Globe für beste Comedyserie ging an „Atlanta“. Serienschöpfer und Hauptdarsteller Donald Glover durfte sich ebenfalls über einen Preis freuen.

Alle Gewinner im Überblick:

Film

Bestes Filmdrama: „Moonlight“

Beste Komödie/Musical: „La La Land“

Bester Schauspieler in einem Filmdrama: Casey Affleck („Manchester By The Sea“)

Beste Schauspielerin in einem Filmdrama: Isabelle Huppert („Elle“)

Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical: Ryan Gosling („La La Land“)

Beste Schauspielerin in einer Komödie/Musical: Emma Stone („La La Land“)

Bester Nebendarsteller: Aaron Taylor-Johnson („Nocturnal Animals“)

Beste Nebendarstellerin: Viola Davis („Fences“)

Beste Regie: Damien Chazelle („La La Land“)

Bestes Drehbuch: Damien Chazelle („La La Land“)

Beste Filmmusik: Justin Hurwitz („La La Land“)

Bester Filmsong: „City of Stars“ (“La La Land“)

Bester Animationsfilm: „Zootopia“

Bester nicht englischsprachiger Film: „Elle“

TV

Beste Serie – Drama: „The Crown“ (Netflix)

Bester TV-Darsteller – Drama: Billy Bob Thornton („Goliath“)

Beste TV-Darstellerin – Drama: Claire Foy („The Crown“)

Beste Serie – Komödie/Musical: „Atlanta“ (FX)

Bester TV-Schauspieler – Komödie/Musical: Donald Glover („Atlanta“)

Beste TV-Schauspielerin – Komödie/Musical: Tracee Ellis Ross („black-ish“)

Beste Miniserie: „The People v. O.J. Simpson: American Crime Story“ (FX)

Bester Schauspieler Miniserie: Tom Hiddleston („The Night Manager“)

Beste Schauspielerin Miniserie: Sarah Paulson („The People v. O.J. Simpson: American Crime Story“)

Bester Nebendarsteller Miniserie: Hugh Laurie („The Night Manager“)

Beste Nebendarstellerin Miniserie: Olivia Colman („The Night Manager“)

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