Jimi Hendrix: Verfilmung eines „Lost Weekends“ aus dem Jahr 1969


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Ein „Lost Weekend“, das so „lost“ ist, dass man kaum bis gar keine brauchbaren Erwähnungen findet, soll den Plot liefern für eine semi-fiktionale Annäherung an die Person Jimi Hendrix? Wenn das mal gut geht… Dennoch wird wohl im kommenden Jahr mit den Dreharbeiten an „Slide“ begonnen werden. Für das Drehbuch zeichnet sich Regisseur und Autor R.H. Greene verantwortlich, dessen Filmographie bisher vor allem die Dokumentation „Schlock – The Secret History Of American Movies“ aufweist, eine Dokumentation über die Low-Budget Trash-Filme der 50er und 60er Jahre. Zudem ist Greene der Autor eines Bandes, der die fiktionale Autobiografie des Grafen Dracula wiedergibt. Der gewöhnlich gut informierte Filmblog „Rotten Tomatos“ weiß immerhin, dass es mit „Angryfilms“ (z. B. verantwortlich für „Shoot Em‘ Up“ mit Clive Owen) schon einen Produzenten für „Slide“ gibt.

Angeblich sei Hendrix am besagten Wochenende aus Versehen von zwei Gangstern gekidnappt worden, die sich selbst auf der Flucht befanden. Vertrauenswürdige Quellen für diesen Vorfall gibt es nicht. Drehbuchautor Greene sagte in einem Interview: „Obwohl die meisten noch nichts von diesem Vorfall gehört haben, wurde schon viele Male über ihn geschrieben, und seit vielen, vielen Jahren immer wieder über ihn gesprochen – auch von Jimi selbst und anderen vertrauenswürdigen Gefährten.“ Da es aber dennoch keine konkreteren Aufzeichnungen gibt, trotz all dieser vermeintlichen Gespräche, ließe das „Lost Weekend“ erfreulich viel Raum für Spekulationen. „Es ist ein Teil von Jimis Geschichte, und ich denke, er gibt mir die Möglichkeit, seine Person und seinen Charakter aus einer einzigartigen Perspektive zu zeigen.“

„Slide“ sei dabei eher ein Roadmovie denn ein Biopic und werde auch keine Musik von Hendrix enthalten. Wer ihn spielen wird, steht indes noch nicht fest. Momentan befände man sich im Castingprozess.