Yoko Ono drängte John Lennon zu einer Affäre (und bereute es später bitterlich)


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Das Liebesleben von John Lennon war nicht ganz unkompliziert. Das gehört zu den Mythen, die sich um das Beatles-Mitglied ranken, fest dazu. Seine komplizierte Scheidung von seiner ersten Frau Cynthia ist eine Geschichte für sich. Die Beziehung zu Yoko Ono bildete lange den Nährboden für die Theorie, dass es vor allem Lennon anzulasten ist, warum die Beatles schließlich getrennte Wege gingen.

Nun bestätigt eine neue Dokumentation das langjährige, dass John Lennon neben Yoko Ono mehrere Monate lang eine Affäre hatte. Wie bereits im Trailer zu „The Lost Weekend: A Love Story“ in Erfahrung gebracht werden kann, wurde der intensive Flirt mit seiner 10 Jahre jüngeren persönlichen Assistentin May Pang 1972 – also nach dem Ende der Beatles – sogar von Yoko Ono initiiert.

„Ja, Yoko hat mich angesprochen, und ich dachte, das sei verrückt“, sagt Pang laut „ET Canada“. „Ich sagte ihr, dass ich überhaupt nicht interessiert sei. Sie hatten Probleme in ihrer Ehe, sie redeten nicht mehr miteinander. Aber John beschloss spontan, selbst nach L.A. zu kommen und bat mich, mit ihm eine Affäre einzugehen.“

Yoko Ono hatte nicht mit tiefen Gefühlen bei John Lennon gerechnet

Der Titel der Doku, „Lost Weekend“, deutet auf einen feststehenden Begriff hin, den Lennon immer dann verwendete, wenn er von Ausflügen mit Freunden (unter anderem Keith Moon, Ringo Starr, Alice Cooper und Harry Nilsson) und eben Pang in Los Angeles berichtete. Ono wusste zunächst nichts davon, dass sich die Zeit mit der Assistentin des Songwriters zu einer tieferen Liebesbeziehung entwickelte.

Nachdem Yoko Ono allerdings davon Wind gekriegt hatte, dass zwischen ihrem Mann und Pang mehr Herzklopfen als erwartet entstanden war, tat sie ihr Bestes, um ihn zurückzugewinnen. Zunächst wollte sie dem Vernehmen nach allerdings 1974 die Scheidung. Lennon erklärte Pang sogar, dass er in wenigen Monaten ein freier Mann sei. Doch die stürmische Romanze verflog so schnell, wie sie begonnen hatte. Lennon und Ono kamen wieder zusammen, belebten ihre Liebe neu.

Auch wenn May Pang jahrelang darunter litt, die Wahrheit für sich behalten zu müssen und von einigen Zeitgenossen als Lügnerin denunziert wurde, wenn sie es doch wagte, von ihren Erlebnissen zu berichten, hat sie die gemeinsame Zeit mit John Lennon eigenen Angaben nach sehr genossen. Sie schrieb auch zwei Autobiographien, weswegen die Geschichte Beatles-Fans durchaus bekannt sein dürfte.

„Sagen wir es mal so: Meine Zeit mit John mag zwar sehr kurz gewesen sein, aber alles während dieser Zeit war grandios“, sagte sie „ET Canada“. „Ich war dabei, als er zum letzten Mal mit Paul jammte… Ich habe mit Mal Evans Tamburin gespielt. Wir haben zusammen UFOs gesehen.“

„The Lost Weekend: A Love Story“ läuft seit 10. Juni in Kinos in Nordamerika. Ein Deutschlandstart ist bisher noch nicht bekannt. Bislang gibt es den Film noch nicht im Stream zu sehen.