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Kings of Leon: Jared Followill im Twitter-Shitstorm nach „Slut Shaming“ und Wrestling-Häme


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Manchmal gibt es so merkwürdige Situationen, da äußern Menschen ihre Meinung zu einem Thema, mit dem sie eigentlich gar nichts am Hut haben. Wenn das im Freundeskreis passiert und der total betrunkene Kumpel plötzlich versucht, einem zu erklären, weshalb er absolut hinter der Forschung zum Higgs-Boson steht, winkt man wahlweise ab oder bringt ihn irgendwie zum Schweigen – peinlich wird es immer aber dann, wenn jemand in aller Öffentlichkeit seine irrelevante Meinung kundtun muss.

Diese Erfahrung musste jetzt auch Kings-of-Leon-Bassist Jared Followill machen. Er hält nämlich nichts von Wrestling: „Hey, ihr Erwachsenen. Wie wäre es, wenn ihr euch vielleicht lieber kein professionelles Wrestling reinzieht…?“

Damit bezeichnete der Musiker nicht nur eine riesige Fangemeinde indirekt als als kindisch und unreif, weil sie auf Showkämpfe stehen, auch einige Wrestling-Stars fühlten sich persönlich angegriffen und konnten sich eine Antwort nicht verkneifen. Der kanadische Profi-Wrestler Mike Bailey zum Beispiel antwortete: „Der Laden für ausgelutschte Alternative-Rockbands hat angerufen – ihnen geht langsam eure Band aus!“

Auch die professionelle Showkämpferin Veda Scott reagierte auf den Tweet und postete einfach nur ein Shrimp-Emoji, neben dem sie Followill markierte – der antwortete daraufhin wenig charmant: „Close your legs.“

Dieser unverhohlene Sexismus kam – zu Recht! –  gar nicht gut an, und obwohl der Musiker seinen Post aufgrund der wahrscheinlich unverhofften Reaktionen recht schnell wieder löschte, trat er mit seiner Äußerung doch einen riesigen Shitstorm gegen sich selbst los.

Andere Twitter-Nutzer schrieben über das sogenannte Slut Shaming und verbreiteten Followills Aussage, „nur, damit das hier bei Google auftaucht.“

 


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