Republikanischer Senator aus South Carolina: Lindsey Graham ist tot

Der republikanische Trump-Loyalist „starb an einer kurzen und plötzlichen Erkrankung“.

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Lindsey Graham, der langjährige republikanische Senator aus South Carolina, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

Grahams Büro teilte in einer Erklärung mit: „Am Abend des Samstag, 11. Juli, verstarb US-Senator Lindsey Graham an einer kurzen und plötzlichen Erkrankung. Die Familie des Senators ist dankbar für alle Gebete in dieser Zeit und bittet um Privatsphäre während dieser unglaublich schweren Phase.“

Laut der „Washington Post“ reagierten Rettungskräfte auf einen Notruf aus einem Haus auf dem Capitol Hill, das Graham gehört – eine Person habe über Brustschmerzen geklagt. Rund 25 Minuten später teilten die Einsatzkräfte mit, sie führten Wiederbelebungsmaßnahmen an der betroffenen Person durch.

Trumps Reaktion

„Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je kannte, ist tot!“, schrieb Präsident Donald Trump kurz darauf auf Truth Social. „Lindsey wird uns sehr fehlen!!! DETAILS UND ARRANGEMENTS FOLGEN. So traurig!“

Graham wurde 2003 erstmals in den Senat gewählt, und seine politische Laufbahn spiegelte den Weg seiner Partei wider. Einst ein enger Verbündeter des moderaten Senators John McCain, hatte er das letzte Jahrzehnt fest an Donald Trump und die MAGA-Bewegung gekettet verbracht.

In South Carolina geboren und aufgewachsen, war Graham der Erste in seiner Familie, der ein College besuchte. Er diente mehr als drei Jahrzehnte lang in der Air Force und den Reservestreitkräften. Als Anwalt zog er 1995 ins Repräsentantenhaus ein und blieb dort, bis er 2003 für den Senatssitz des scheidenden Senators Strom Thurmond kandidierte.

Vom Querdenker zum Trump-Loyalisten

Früh in seiner Karriere war Graham bekannt für seine außenpolitische Härte und die Bereitschaft, gelegentlich gegen den Strom seiner Partei zu schwimmen. Ein ehemaliger leitender Mitarbeiter eines demokratischen Senators, der mit Graham an parteiübergreifenden Gesetzen gearbeitet hatte, sagte ROLLING STONE 2020: „Wie John McCain war er ein konservativer Republikaner, aber es lohnte sich immer zu fragen, wo er bei einem bestimmten Thema stehen würde, denn er war nicht vollständig der Parteilinie verpflichtet. Er war seinen Mitarbeitern oft weit voraus und verhandelte auf dem Senatspodium, ohne dass sie es wussten – und sie mussten dann hinterherlaufen.“

Trumps Aufstieg veränderte diesen Ansatz grundlegend. Graham trat 2016 gegen Trump in den Vorwahlen an und gehörte zu seinen schärfsten Kritikern – er bezeichnete seinen Rivalen unter anderem als „rassistischen, fremdenfeindlichen Bigotten“. Doch wie der Rest seiner Partei schwenkte Graham auf den Präsidenten ein und wurde einer seiner treuesten Verbündeten.

Als überzeugter Falke gab es in der Frage der Unterstützung der Ukraine gegen Russland eine gewisse Distanz zwischen Graham und Trump. Wolodymyr Selenskyj reagierte auf den Tod des Senators mit einer Erklärung und nannte Graham „einen wahren Verteidiger der Freiheit und der Werte, die unsere Welt sicherer machen“.

Reaktionen aus aller Welt

Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu gedachte Grahams: „Israel hat einen seiner größten Freunde verloren. Amerika hat einen großen Patrioten verloren. Ich habe einen geliebten Freund verloren.“

Graham galt als einer der witzigsten Menschen auf dem Capitol Hill. Gegenüber NBC scherzte er darüber, wie es ihm gelang, seine unwahrscheinliche Freundschaft mit dem Präsidenten trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten aufrechtzuerhalten: „Nun, erstens: mäßig unterhaltsam sein. Golf spielen. Und verstehen, dass er ein großartiger Präsident war.“ Dann fügte Graham hinzu: „Wissen Sie, was wir gemeinsam haben? Ich mag ihn – und er mag ihn.“

Sean Woods schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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