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Highlight: Rammstein-Countdown: Alles, was wir über das neue Album und die Tour wissen

Lösen Rammstein mit dem Video zu „Ausländer“ einen Skandal aus?

„Ich mache es gern jedem recht/Ja, mein Sprachschatz ist nicht schlecht/Ein scharfes Schwert im Wortgefecht/Mit dem anderen Geschlecht“, heißt es im Songtext zu „Ausländer“ von Rammstein. Eine derb-erotisch aufgeladene Nummer, möchte man zunächst meinen. Wenn denn das Wort erotisch im Kontext mit Rammstein irgendeinen Sinn ergibt.

Aber schon aufgrund des diskursiv leicht zu entflammenden Begriffes „Ausländer“ eine mögliche Grundlage für eine weitere Provokation nach der Anti-Pathos-Hymne „Deutschland“. Am Dienstag (28. Mai) werden Rammstein um 19 Uhr das dritte Video zu einem Stück ihres neuen Albums veröffentlichen. Während das Video zur ersten Single rauf und runter diskutiert wurde, mal für seine platte Symbolik verrissen, mal genau dafür gelobt, blieb es bei „Radio“ ziemlich still. Vielleicht war der Clip insgesamt zu nostalgisch, zu surreal aufgedreht, um aufzuregen.

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Rammstein auf einem Schlauchboot im Meer

Wenn der Teaser für „Ausländer“ nicht täuscht, könnte es um den neuen kleinen Rammstein-Film wieder etwas mehr Aufregung geben. Zu sehen ist die Band in dem 15-sekündigen Clip in Schlauchbooten auf dem Meer. Natürlich wirkt das erst einmal erschreckend, denn die Bilder von Flüchtlingen, die auf Schlauchbooten auf dem offenen Meer versuchen, an Land zu kommen und dabei oft in Seenot geraten, sind längst im kollektiven Albtraumgedächtnis abgespeichert.

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Vielleicht aber auch alles wieder nur eine Finte. Schließlich zeigten sich Rammstein auch vor dem „Deutschland“-Video in einem Teaser als KZ-Insassen an einem Galgen. Etwas, das im kompletten Video kaum eine Rolle spielte. Außerdem sieht man die Musiker nach einer ersten Weitwinkelaufnahme dann doch aus der Nähe, wie sie sportlich übers Wasser paddeln, mit sorglosem Blick und in Rettungsweste gehüllt.

Update: Am Dienstagmittag posteten Rammstein ein weiteres mutmaßliches Bild aus dem Video. Es zeigt die Musiker auf einem Gruppenbild möglicherweise als Kolonialisten vor einem Stamm Ureinwohner dunkler Hautfarbe.

Alles über Rammstein und das neue Album und dazu das große Interview mit der Band lesen Sie in der kommenden Ausgabe des ROLLING STONE (ab 29. Mai im Handel)

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Konzertkritik: Rammstein in Moskau – Wenn 81.000 Russen „Deutschland“ brüllen

Vor dem Luschniki-Stadion im gleichnamigen Moskauer Stadtteil steht eine Statue von Lenin, die jeder Besucher kurz nach der Waffenkontrolle passiert. Das kommt nicht von ungefähr: Zu Zeiten seiner Eröffnung hieß das Stadion noch W. I. Lenin-Zentralstadion. Dort, wo am 31. Juli 1956 die Fußballteams der Sowjetunion und der Volksrepublik China gegeneinander spielten (der Gastgeber gewann mit 1:0), geschah 63 Jahre später etwas, das zu Zeiten des Baus nicht vorhersehbar war:  Menschen fanden sich in einem Stadion (Kapazität: 81.000 Personen) zusammen, um mit vollem Enthusiasmus „Deutschland“ und andere Refrains einer deutschen Band zu mitzusingen.   Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram…
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