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Lars Ulrich: Metallica hatten nach „Lulu“ überlegt, erneut mit Lou Reed aufzunehmen


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Das gemeinsame Album von Metallica und Lou Reed, „Lulu“, gilt zwar für viele als misslungen (für ROLLING STONE ist es ein unterschätztes Album). Nichtsdestotrotz bereuen sie die Zusammenarbeit nicht. Erst kürzlich verteidigten sie die gemeinsame Arbeit, Schlagzeuger Lars Ulrich sagte, er „würde nichts ändern, wenn er könnte.“ Nun verstärkte er diese Aussage erneut, indem er verriet, dass die Band sogar über ein Fortsetzungs-Album mit Reed nachgedacht hat.

„Ich würde jederzeit und überall mit Lou spielen, und er wusste das“, erzählte der 56-Jährige gegenüber „NME“.

Von Leidenschaft und Kämpfen

„Er hatte diese Idee schon lange, und als wir zusammen in der Rock And Roll Hall of Fame spielten, hatte er in Gedanken die perfekte Band gefunden, um seine Vision zu verwirklichen, und wir sprachen darüber, noch mehr Dinge zusammen zu machen. Wir haben uns einfach so verbunden gefühlt und sind bis zu seinem sehr frühen und verfrühten Ende in Kontakt geblieben. Ich würde alles für diesen Mann tun.“

Ulrich sprach außerdem über die Stärken Reeds: „Lou war sehr leidenschaftlich und glaubte so sehr an das, was er tat. So viele Jungs dieser Generation wurden in ihrer Jugend von der Musikindustrie auf allen möglichen Ebenen verarscht.“

In Erinnerungen schwelgend erzählt er eine Anekdote, wie der Velvet-Underground-Sänger ihn einst zu einem Kampf herausforderte. Schuld daran seien die unterschiedlichen Herangehensweisen von Metallica und Lou Reed gewesen. „Wir hatten so unterschiedliche Vorgehensweisen, weil wir [Metallica] gerne über Dinge nachdenken und sie überdenken und überanalysieren – und jede Entscheidung, die er damals traf, war so impulsiv und aus dem Moment heraus, was wir bewunderten, aber gleichzeitig dachten wir auch „Hm? Was denkst du gerade?“ Und dann meinte er: „lass uns rausgehen und uns duellieren.“ Doch dies sei nie passiert.


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