Mötley Crüe verwenden auf Tour Playback für Schlagzeug


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Aufnahmen von Mötley Crües Konzert am 19. Juli in Kansas City zeigen, dass die Band einen Backing-Track für das Schlagzeug benutzten. Dies beweist ein verpasster Count-In zu ihrem Song „Looks That Kill“, als Tommy Lee eilig versucht, sich gerade noch rechtzeitig hinter sein Schlagzeug zu setzen.

Tommy Lee verpasst seinen Einsatz

Die Verwendung von aufgezeichneten Audio-Tracks ist bei großen Shows keine Seltenheit – Mötley Crües Fans sind allerdings enttäuscht. In einem Videoclip eines Konzert-Besuchers ist zu hören, wie ein leicht dröhnendes Geräusch durch die PA-Anlage ertönt, als der Übergang zwischen „Live Wire“ und „Looks That Kill“ ansetzt.

Währenddessen sieht man, wie Lee Anpassungen an seinem Schlagzeug vornimmt, bevor er sich schließlich auf seinen Platz für den nächsten Track setzt. Als er noch keine Drumsticks in den Händen hält, ist ein Becken-Count-In zu hören. Der Schlagzeuger fängt erst mit dem Drummen an, als die anderen Instrumente einsetzen.

„Loudwire“ hat sich an das Team von Mötley Crüe gewandt und um eine Stellungnahme zu dem Geschehen gebeten. Die Antwort, die sie erhielten, besagte allerdings nur, dass die Band aktuell keine Medienanfragen entgegennehme.

Auch KISS nutzen Playbacks

Bereits Anfang des Jahres ereignete sich eine ähnliche Situation: Eric Singer, Schlagzeuger der Band KISS, brachte bei einer Show in Belgien das Timing der pyrotechnischen Effekte während „Detroit Rock City“ durcheinander. Im Zuge dessen wurde eine Hintergrundspur von Paul Stanleys Gesang offenbart. Seine Stimme ertönte, obwohl er nicht hinter einem Mikrofon stand.

Lee erlitt am Anfang der Tour einen Rippenbruch und spielte aus diesem Grund nur wenige Songs. Mittlerweile ist der Schlagzeuger genesen und absolviert seit dem 29. Juni wieder das volle Programm. Aktuell befindet sich Mötley Crüe im Rahmen ihrer „The Stadium Tour“ in Nordamerika.