Neil Youngs fast schon versöhnlicher Brief an Donald Trump


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Bei einer Wahlkampf-Rallye in Mount Rushmore spielte US-Präsident vor und nach seiner Rede Songs von Neil Young. Der war alles andere als glücklich darüber – und schrieb nun einen offenen Brief an Donald Trump.

Bevor er auf die Bühne trat und nachdem er diese verließ, ließ Trump Youngs „Rockin‘ in the Free World“ spielen. Auf der Neil Young Archives-Website gab es nun die Reaktion darauf.

Donald Trump, seine Arbeit und Neil Youngs Musik

„Obwohl ich Sie wiederholt gebeten habe, meine Musik nicht zu spielen, da dies impliziert, ich würde Ihre Agenda unterstützen, haben Sie ständig meine Lieder auf Ihren Veranstaltungen gespielt, ohne Rücksicht auf meine Rechte, haben mich sogar auf Twitter beschimpft“, schrieb der Sänger.

„Da Sie für die Folgen von Covid-19 hier in den USA verantwortlich sind, werde ich Sie nicht verklagen (was mein gutes Recht wäre), da Sie dies von Ihrer Arbeit ablenken könnte, welche darin besteht, die Leben der Amerikaner zu schützen und zu retten“, fuhr der 74-Jährige fort. Danach aber schlug der Musiker einen fast schon versöhnlichen, aber mindestens diplomatischen Ton an:

„Mit der enormen Macht, die Sie in unserem Namen ausüben, wünsche ich Ihnen das Beste im Kampf, amerikanische Seelen vor dieser Bedrohung zu retten. Ich weiß, dass Sie das Beste für alle Amerikaner tun werden, unabhängig von politischen Meinungen. Ich gebe Ihnen meine Ermutigung für ihre Bemühungen um die Vereinigung Amerikas.“

Er schloss seinen Brief mit den Worten „ich schlage vor, dass Sie sich meinen Song ‚Lookin‘ For A Leader 2020′ anhören, der auf meiner neilyoungarchives.com-Website als Teil des Werkes ‚The Porch Episode‘, welches ich kürzlich mit meiner Frau erstellte, erhältlich ist; da ich glaube, dass es eine interessante Ergänzung für Ihre nächste Kundgebung sein könnte.“ In der „Porch Episode“ seiner „Fireside Sessions“ sang Neil Young ausschließlich politische Songs.