Neil Young verurteilt Donald Trumps Verwendung von „Rockin‘ In The Free World“: „Bin damit NICHT einverstanden“


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Neil Young hat Donald Trump für die Verwendung seiner Musik vor einer Wahlkampfrede am 4. Juli verurteilt. Das teilte Young via Twitter mit. Dort schrieb er „Damit bin ich NICHT einverstanden.“

Der US-Präsident hielt am Unabhängigkeitstag eine Rede nähe des Nationaldenkmals  „Mount Rushmore“ im Bundessaat South Dakota. Zum Auftakt der Veranstaltung wurden Youngs Lieder „Rockin‘ in the Free World“, „Like a Hurricane“ und „Cowgirl in the Sand“ abgespielt.

In einem weiteren Tweet fuhr Young fort und sprach seine Unterstützung gegenüber dem indigenen Stammesvolk der Lakota Sioux aus, welche das dortige Gebiet ursprünglich besiedelten.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Musiker Trump für die Verwendung seiner Musik kritisiert. Schon vor fünf Jahren wurde auf ähnliche Weise „Rockin’ in the Free World“ für Trumps Präsidentschaftskampagne benutzt. Young äußerte sich auch damals kritisch dazu.

Damals hieß es in einer Erklärung von Young: „Donald Trump war nicht berechtigt ‚Rockin in the Free World‘ in seiner Ankündigung der Präsidentschaftskandidatur zu verwenden.“ Und weiter: „Neil Young, ein kanadischer Staatsbürger, unterstützt Bernie Sanders als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Trump soll darauf behauptet haben, die Rechte des Songs bezahlt und somit auch erhalten zu haben, um es für den Kampagnenstart zu verwenden.

Neben Neil Young haben sind mittlerweile schon eine Vielzahl von Musiker*innen oder deren Erben gegen die Verwendung ihrer Musik von Donald Trump vorgegangen. Darunter: Queen, The Beatles, Prince, Rihanna, Guns’N Roses, The Rolling Stones, Ozzy Osbourne, Pharrell Williams, Adele, Aerosmith und R.E.M.

Der Musiker hatte seine Abneigung gegen den US-Präsidenten bereits in der vergangenen Woche in einer neuen Folge seiner Quarantäne-Konzertreine „Fireside Sessions“ sehr deutlich gemacht. Er spielte eine Reihe von Protestsongs und textete sogar sein eigenes Lied „Looking For A Leader“ um, um Donald Trumps Umgang mit der Protestbewegung „Black Lives Matter“ zu kritisieren.