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Rolling Stone Playlist: 10 Songs, die Essen mit Sex verbinden


von

 

01 GRAUZONE: „Marmelade und Himbeereis“, 1982

Strand, Italien, Hitze und eine Geliebte, die einen „mit zittriger Stimme“ an sich zieht und sagt: „Nimm mich, wie ich bin.“ Wie ist sie? Klebrig!

02 TALKING HEADS: „Sugar On My Tongue“, 1977

Es ist nicht hundertprozentig klar, ob es David Byrne hier um Drogen oder Sex geht. Auf jeden Fall will er sehr gern „Zucker“, und zwar von seiner Nachbarin. Und nur von ihr: „Sweet, sweet, lover, lover/ Never, never, never find another/ To put sugar on my tongue.“ Diesen Zucker will er sehr dringend. Schon seit Jahren. Und wenn er ihn hat, will er mehr.

03 MASSIVE ATTACK: „Black Milk“, 1998

TripHop ist ja sowieso Sexmusik. Niemand will wissen, wie viele Jugendliche der entsprechenden Generation zu Portishead entjungfert wurden. Und wenn man älter wird und die, ähm, Penetrationen tiefer, dann ist es Zeit für Massive Attacks „Black Milk“. „You’re not my eater/ I’m not your food“, seufzt Elizabeth Fraser mit einer Intonation, die eindeutig besagt, dass hier gegessen wird. Ob es ein Liebesakt ist oder ein Säugling, der sich wieder in den Mutterleib frisst, bleibt dabei der Fantasie überlassen.

04 LOUIS PRIMA: „The Bigger The Figure“, 1952

Louis Prima mag seine Frau „enormous, colossal, tremendous, gigantic, immense“. Noch Fragen?

05 LANA DEL REY: „Cola“, 2012

Okay, Getränke zählen auch. Den Song zog Lana zurück, nachdem dank MeToo-Skandal um Weinstein Zeilen wie „I’ve got some taste for men who are older“ nicht mehr so zeitgemäß klangen. Aber „My pussy tastes like Pepsi-Cola“ ist eine ewige Zeile, ebenso wie „I know your wife and she wouldn’t mind“. Großer Pop!

06 TOM WAITS: „Ice Cream Man“, 1991

Tom Waits schaut nachts bei seiner Geliebten vorbei, mit einem „cherry popsicle right on time/ A big stick, mamma, that’ll blow your mind“. Yummy.

07 BESSIE SMITH: „Kitchen Man“, 1929

Schon in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts sang die große Bessie Smith von den … Küchenkünsten eines Angestellten, den die Hausherrin nicht vermissen möchte. Und Bessie hat sich mal mit dem Ku-Klux-Klan angelegt, sie weiß also, wovon sie redet!

08 SERGE GAINSBOURG: „Les Sucettes“, 1969

Serge ist natürlich bei jeder Schweinerei dabei, vor allem wenn es um Frauen geht, die an Lollipops lutschen, bis die ganz klein werden.

09 KELIS: „Milkshake“, 2003

Der Vollständigkeit halber: Sie darf nicht fehlen.

10 LED ZEPPELIN: „The Lemon Song“, 1969

„Squeeze me, babe, ’till the juice runs down my leg/ Do, squeeze, squeeze me, baby, until the juice runs down my leg.“ Okay!

 

Text und Inhalt der Playlists wurden aus der aktuellen April-Ausgabe des Rolling Stone entnommen. 


Rolling Stone Playlist 04/21

Streaming oder CD? In den vergangenen Monaten kochte immer wieder die Diskussion unter unseren Leser*innen hoch. Die einen halten die Rolling Stone-Heft-CD für antiquiert und können gut darauf verzichten. Die anderen lieben und sammeln sie. Die einen haben nicht mal mehr einen CD-Player und streamen lieber. Die anderen wollen auf den haptischen Tonträger nicht verzichten. Zwei gegensätzliche Haltungen – und dem tragen wir nun Rechnung. Ab jetzt gibt es das Beste aus beiden Welten: Eine monatlich kuratierte und erweiterte Playlist mit den Song-Empfehlungen der Rolling Stone-Redaktion für alle zum Streamen. Und die monatliche, exklusive Heft-CD für die Fans und Sammler*innen…
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