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Polizei bestätigt: Robin Williams beging Selbstmord


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>>> In der Galerie: Robin Williams – Bilder einer Schauspielerkarriere

Update: In einer am 12. August einberufenen Pressekonferenz bestätigte die Polizei nun, dass Robin Williams Selbstmord begangen hat. Fremdverschulden oder ein Unfall werden ausgeschlossen.

Seine Assistentin hatte ihn leblos aufgefunden, aufgehängt an einem Gürtel an der Tür. An einem Handgelenk fanden die Beamten kleinere Schnittwunden, vermutlich von dem in der Nähe gefundenen Taschenmesser.

Williams war am Abend des 10. August zuletzt von seiner Frau lebend gesehen worden. Beide schliefen in getrennten Räumen und am Morgen verließ sie das Haus, in der Annahme ihr Mann würde noch schlafen. Zu diesem Zeitpunkt war Robin Williams vermutlich bereits tot.

Seine Pressesprecherin Mara Buxbaum bestätigte, dass Williams “in letzter Zeit mit Depressionen“ kämpfte. Weitere Details wollte sie nicht nennen. „Das ist ein tragischer und plötzlicher Verlust. Die Familie bittet mit allem Respekt um Privatsphäre, während sie in dieser sehr schwierigen Zeit trauert.“

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Williams in ein Therapiezentrum begeben, um Suchtprobleme in den Griff zu bekommen. Aus seinem Umfeld hiess es damals, er hätte dies explizit nicht getan, weil er rückfällig geworden sei, sondern um eben dies zu verhindern. Der Schauspieler hatte bereits früher Probleme mit Alkohol und Kokain gehabt, galt aber bis auf einen Rückfall im Jahre 2006 als clean.

Seine Frau, Susan Schneider, schrieb in einer Erklärung: “Heute Morgen habe ich meinen Ehemann und besten Freund verloren, und die Welt einen ihrer beliebtesten Schauspieler und liebenswürdigsten Menschen. Mein Herz ist völlig gebrochen. Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen, sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, die er Millionen gab.“

US-Präsident Barack Obama würdigte Williams als “einzigartig”. In Anspielung auf Williams vielfältige Rollen sagte er: ”Robin Williams war ein Flieger, ein Doktor, ein Genie, eine Nanny, ein Präsident, ein Professor, Peter Pan, und alles dazwischen. Er brachte uns zum Lachen. Er brachte uns zum Weinen.”

Auf Twitter kondolierten Kollegen und Fans wie Kevin Spacey, Sheryl Crow und CeeLo Green. Der schrieb: “Ich habe Robin Williams geliebt! Er und Bill Murray waren genau mein Ding. #fuck”

Williams, der 1998 den Oscar als bester Nebendarsteller in “Good Will Hunting” bekommen hatte und drei weitere Male für einen Oscar nominiert worden war, hatte seine letzte Rolle in der US-Fernsehserie “The Crazy Ones” vom “Ally McBeal”-Schöpfer David E. Kelley. Die Serie wurde im Mai nach nur einer Staffel abgesetzt.


PJ Harveys Debüt „Dry“: Provokante Verletztlichkeit

„Gonna wash that man right out of my hair/gonna take my hips to a man who cares“, singt Polly Jean Harvey in „Sheela-na-gig“ zwischen erotischer Hingabe und entrüsteter Lossagung. Der Song offenbart seine erotische Energie schon im Titel mit seiner Referenz an jene antiken Steinreliefs weiblicher Figuren mit überdimensionierten Vulven. Es ist nicht das einzige anspielungsreiche Stück auf „Dry“, das aufgrund seiner ambivalenten Mischung zwischen provokanter Pose und zur Schau gestellter Verletztlichkeit berührt. Das ambitionierte Debüt von PJ Harvey schlug 1992 mit einer feministischen Botschaft, die weniger Kampferklärung als vielmehr Selbstbehauptung ist, ein wie einst Patti Smith' „Horses“. https://www.youtube.com/watch?v=ah9NdBKkEQY Mit…
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