Queen: Opulentes „Queen II“-Boxset mit Outtakes

Queen veröffentlichen „Queen II Reimagined“ als Deluxe-Boxset mit Outtakes, BBC-Liveaufnahmen, Remix und 112-seitigem Buch.

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Queens zweites Album „Queen II“, Heimat der Single „Seven Seas of Rhye“ und von Mick Rocks ikonischem Coverfoto, wird in diesem Frühjahr als opulentes Boxset erweitert. Enthalten sind bislang unveröffentlichte Versionen der Album-Songs, eine Fassung des Albums nur mit Backingtracks, Live-Aufnahmen von der BBC sowie vor Publikum aufgenommene Live-Versionen der Songs. Das Boxset „Queen II Reimagined: Deluxe Collector’s Edition“ erscheint am 27. März auf CD und LP sowie digital.

Remix mit neuer Klangklarheit

Herzstück der Veröffentlichung ist ein Remix des Originalalbums durch drei Toningenieure: Justin Shirley-Smith, Joshua J Macrae und Kris Fredriksson. Der neue Mix soll Stellen bereinigen, an denen im ursprünglichen Mix der Klang der Instrumente die damalige Studiotechnik überforderte. „Anstatt etwas hinzuzufügen, wollten wir mehr von dem freilegen, was bereits vorhanden war, und diesen gewünschten Sound erreichen“, sagte Shirley-Smith in einer Erklärung.

Das Album, ursprünglich am 8. März 1974 veröffentlicht, zeigte die Band stärker darauf fokussiert, große, übergreifende Statements zu formulieren als noch im Vorjahreswerk „Queen“. Es eröffnet mit „Procession“, einer von May konstruierten Gitarrensymphonie mit Volume-Swells, und die folgenden Songs bewegen sich zwischen Heavy Metal und Progressive Rock, auf der Original-LP geteilt in „Side White“ und „Side Black“.

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Queen II

„Ogre Battle“ und „White Queen (As It Began)“ blieben bis Ende der Siebziger feste Bestandteile der Setlists. „Seven Seas of Rhye“ mit Freddie Mercurys Klavierfanfaren wurde der erste Hit der Band im Vereinigten Königreich. Später machten das Album begeisterte Anhänger aus Axl Rose, Billy Corgan und Rob Halford von Judas Priest, die es alle öffentlich lobten.

„Der größte Schritt, den wir je gemacht haben“

„‚Queen II‘ war der größte einzelne Schritt, den wir je gemacht haben“, sagte May in einer Erklärung. „Damals begannen wir wirklich, Musik so zu machen, wie wir es wollten, statt so, wie man uns dazu drängte, sie aufzunehmen.“

„Bei ‚Queen II‘ konnte ich kaum glauben, wie viel Arbeit wir hineingesteckt haben“, sagte Schlagzeuger Roger Taylor. „Ich glaube, wir hatten das Gefühl, unseren eigenen Sound weiterzuentwickeln. Wir waren Pioniere dieser Art von Multitracking. Es eröffnete ein enormes Spektrum, gewaltige Chor-Effekte mit nur uns dreien als Sängern.“

Alternativtakes, Demos und BBC-Sessions

Die Sammlung enthält alternative Sessions und Outtakes aus den Aufnahmen in den Trident Studios sowie Besonderheiten wie Guide-Vocals und Studio-Geplänkel. Zu den bemerkenswerten Titeln zählen Brian Mays „As It Began“, eine Aufnahme von 1969, aus der später „White Queen“ wurde, sowie zwei Demos von Taylor zu „Loser in the End“. Ebenfalls enthalten ist „Not for Sale (Polar Bear)“, ein Song, an dem die Band während der „Queen II“-Sessions arbeitete, den sie jedoch nie fertigstellte. May deutete ihn um Weihnachten herum in einer Radiosendung an.

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Die „Backingtracks“-CD präsentiert Versionen aller Songs ohne Gesang, um die Musikalität der Band hervorzuheben. Die „At the BBC“-CD enthält Sessions mit John Peel und Bob Harris aus den Jahren 1973 und 1974. Die letzte CD versammelt jeden Song aus „Queen II“, live aufgenommen bei Konzerten in England 1974 und 1975. Zudem enthält die Sammlung ein 112-seitiges Buch mit Outtakes aus Rocks Cover-Shooting sowie Fotos handgeschriebener Songtexte, Notationen, Tagebucheinträge und Briefe an Freunde sowie Memorabilia aus jener Zeit.

Blick in die Zukunft

Im vergangenen Herbst sprachen May und Taylor mit ROLLING STONE über die Entstehung eines weiteren Meisterwerks, „Bohemian Rhapsody“. Im Interview deuteten sie auch an, was für die Band am Horizont liegen könnte. „Ich bin sehr an der Sphere interessiert“, sagte May. „Das bringt meinen Kopf in Bewegung. Ich saß dort und sah die Eagles und dachte: ‚Das sollten wir machen. Das, was wir dort einbringen könnten, wäre stupend.‘ Also ja, ich würde das gern tun. Wir führen Gespräche.“

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