Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Queen – „Hot Space“


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Dance Music ist ein Genre, in dem der Bass prominenter sein darf als die Gitarre. Auftritt John Deacon, der 1980 schon mit „Another One Bites The Dust“ reüssiert hatte und nun für „Under Pressure“ erneut eine genial simple Basslinie komponierte.

Brian May war erzürnt, weil seine Rockgitarre nie unwichtiger erschien; die Fans auch. Den Funk des Albums haben sie der Band bis heute nicht verziehen – und natürlich steckten Queen mit diesem Munich-Sound noch in den Spätsiebzigern fest.

Freddie Mercury – der hedonistische Nightclubber

Aber für Freddie Mercury muss die körperlich entgrenzende Disco eine Befreiung gewesen sein, sein Styling entsprach seit Jahren schon dem des hedonistischen Nightclubbers. Sein Verzicht auf Operette und Mays eher begleitendes denn führendes Instrument machten aus „Hot Space“ eine enorm homogene Platte, aber auch eine, die weitestgehend ohne Queen-typisches Pathos auskam.


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Und der Falsett-Dub von „Cool Cat“ gehört in ihre ewige Top Drei. Es geht darin um einen Verführer mit immer neuen Finessen. Es geht um Mercury.


Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten

Ohne Konzerte und Festivals fanden wir uns plötzlich abends auf unsere Plattensammlungen zurückgeworfen und stellten fest: Oft sind es nicht die kanonisierten Klassiker, die man besonders gern auflegt.

Stattdessen sind es Alben im Katalog eines lieb gewonnenen Künstlers, die man ganz für sich allein zu haben scheint, weil der Rest der Welt sie verschmäht oder gar schon vergessen hat – missverstandene Geniestreiche, verkannte Meisterstücke, vernachlässigte Schlüsselwerke und Platten, die einfach viel besser sind als ihr Ruf und eine Neubewertung verdienen.