Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

R.E.M.: Reissue von „Monster“ – das steckt alles im Mega-Boxset

R.E.M. veröffentlichen im Herbst eine „25th Anniversary Edition“ ihres 1994 erschienenen Albums „Monster“ in verschiedenen Fassungen. Das Jubiläums-Box-Set enthält insgesamt sechs Discs, die keine Wünsche offen lassen.

Neben einer remasterten Version des Albums findet sich auf einer weiteren Scheibe ein von Scott Litt neu angefertigter Mix, bei dem die Gitarren deutlich in den Hintergrund rücken und bei dem die intimen Lyrics und der Gesang von Michael Stipe mehr in den Vordergrund treten sollen.

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Die Band stellte dazu „What’s The Frequency, Kenneth?“ ins Netz, um einen ersten Eindruck dieser Remix-Fassungen zu vermitteln. Er offenbart, dass es sich bei dem neuen Litt-Mix nicht um eine radikale Bearbeitung des Ursprungsmaterials handelt (also keine Stripped-Down-Version!), sondern um eine äußerst behutsame Neumischung.

Neben unveröffentlichten Demos mit Titeln wie „Uptempo Mo Distortion“, „Time Is On Mike’s Side“, „Harlan County with Whistling“ und „Uptempo Ricky“ gibt es auch zwei Discs, die eine bislang noch (offiziell) unveröffentlichte Aufnahme eines Konzerts der „Monster“-Tour im Rosemont Horizon in Chicago (03. Juni 1995) beinhalten. Eine Blu-ray enthält darüber hinaus eine 5.1-Surround-Audiomischung von „Monster“, eine digital etwas aufgefrischte Variante von „Road Movie“, das 1996 die „Monster“-Tour Revue passieren ließ, sowie Musikvideos zu den Singles „What’s The Frequency, Kenneth?“, „Crush With Eyeliner“, „Star 69“, „Strange Currencies“, „Tongue“ und „Bang and Blame“.

Abgerundet wird das bisher umfangreichste Set der Wiederveröffentlichungen von R.E.M.-Alben von einem kleinen Bändchen mit Liner Notes, Artworks und neuen Interviews mit Michael Stipe und Co.

kvokv

R.E.M.: „Monster“ 25th Anniversary Edition – Tracklist

Disc 1: Original Album

  • 1. “What’s The Frequency, Kenneth?”
  • 2. “Crush With Eyeliner”
  • 3. “King of Comedy”
  • 4. “I Don’t Sleep, I Dream”
  • 5. “Star 69”
  • 6. “Strange Currencies”
  • 7. “Tongue”
  • 8. “Bang and Blame”
  • 9. “I Took Your Name”
  • 10. “Let Me In”
  • 11. “Circus Envy”
  • 12. “You”

Disc 2: Unreleased Demos

  • 1. “Pete’s Hit”
  • 2. “Uptempo Mo Distortion”
  • 3. “Uptempo Ricky”
  • 4. “Harlan County with Whistling”
  • 5. “Lost Song”
  • 6. “AM Boo”
  • 7. “Mike’s Gtr”
  • 8. “Sputnik 1 Remix”
  • 9. “Black Sky 4-14”
  • 10. “Revolution 4-21”
  • 11. “Rocker with vocal”
  • 12. “Time Is On Mike’s Side”
  • 13. “1Experiment 4-28 no vocal”
  • 14. “Highland Fling 4-29”
  • 15. “Cranky 4-29”

Disc 3: Scott Litt’s 2019 Remix

  • 1. “What’s The Frequency, Kenneth?”
  • 2. “Crush With Eyeliner”
  • 3. “King Of Comedy”
  • 4. “I Don’t Sleep, I Dream”
  • 5. “Star 69”
  • 6. “Strange Currencies”
  • 7. “Tongue”
  • 8. “Bang And Blame”
  • 9. “I Took Your Name”
  • 10. “Let Me In”
  • 11. “Circus Envy”
  • 12. “You”

Disc 4: Live in Chicago — June 3, 1995 (Part 1)

  • 1. “What’s The Frequency, Kenneth?”
  • 2. “Circus Envy”
  • 3. “Crush With Eyeliner”
  • 4. “Near Wild Heaven”
  • 5. “Welcome To The Occupation”
  • 6. “Undertow”
  • 7. “I Took Your Name”
  • 8. “Strange Currencies”
  • 9. “Me In Honey”
  • 10. “Revolution”
  • 11. “Tongue”
  • 12. “Man On The Moon”
  • 13. “Country Feedback”
  • 14. “Monty Got A Raw Deal”

Disc 5: Live in Chicago — June 3, 1995 (Part 2)

  • 1. “Losing My Religion”
  • 2. “You”
  • 3. “Departure”
  • 4. “Orange Crush”
  • 5. “Get Up”
  • 6. “Star 69”
  • 7. “Let Me In”
  • 8. “Everybody Hurts”
  • 9. “So. Central Rain (I’m Sorry)”
  • 10. “Pop Song 89”
  • 11. “Its The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)”

Disc 6: Blu-ray

  • 1. ‘Monster’ (5.1 Surround Sound)
  • 2. ‘Monster’ (Hi-Resolution Audio)
  • 3. “Road Movie” (Concert film)
  • 4. “What’s The Frequency, Kenneth?” (Music video)
  • 5. “Crush With Eyeliner” (Music video)
  • 6. “Star 69” (Music video)
  • 7. “Strange Currencies” (Music video)
  • 8. “Tongue” (Music video)
  • 9. “Bang and Blame” (Music video)


Der melancholische (Alb-)Träumer: R.E.M.-Sänger Michael Stipe wird 60

Für einen Moment hatte es so ausgesehen, als wären R.E.M. für Michael Stipe nur eine biographische Randnotiz gewesen. Ein unerwartet erfolgreiches Projekt, das zu einem für alle Beteiligten friedvollen Ende gebracht wurde. Doch nun sollte die eigentliche künstlerische Karriere folgen. Kein Interview, in dem der Sänger nicht über die Vorzüge des Lebens danach philosophierte. Natürlich verzog sich Stipe erst einmal aus der Öffentlichkeit. Er legte sich einen Bart zu und einen Piercing, wie Eremiten das manchmal machen. Dann flog er zwischen seinen Wahlheimaten, darunter auch Berlin, hin und her, zeichnete, malte und fotografierte. Inzwischen werden seine Bilder, die ja auch…
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