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Andreas Mand Der zweite Garten


Man könnte Andreas Mand das Etikett „erfolgloser Autor“ anheften und würde dabei vergessen, dass er sich unter anderem mit den „Grover“- Romanen in die andere deutsche Literaturgeschichte eingeschrieben hat. Seit Jahren hat er nichts veröffentlicht, das meiste ist vergriffen. Seine Ersatzrolle als Vater und Hausmann kann das kaum kompensieren. Im Gegenteil, sie raubt ihm die Kraft zum Schreiben und sein viriles Selbstbewusstsein. Die alltäglichen Zurückweisungen, vor allem der Ehefrau, türmen sich zu einem massiven Minderwertigkeitskomplex auf. Mit diesem exhibitionistischen, skrupellosen, teilweise schon selbstdenunziatorischen Protokoll seiner Schreib- und Ehekrise versucht er sich noch einmal aufzubäumen. Was man ihm antut, gibt er hier mit Zinsen zurück, gallig, manchmal kleinkariert, larmoyant, aber eben auch immer wieder glänzend und mit der Würde des Angeschlagenen formuliert. (Maro, 20 Euro) Rezension von Frank Schäfer


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
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