Search Toggle menu

Foxy Brown – Chyna Doll


„It’s a girl“, ruft jemand, nachdem im Intro „The Birth Of Foxy Brown“ sekundenlang eine stöhnende Frauenstimme zu hören war. Dann nimmt die Mutter ihr Kind auf den Arm und erklärt: Sei stark, sei sexy. Und so wurde es the most exciting girl in hiphop.

Let’s talk about sex, baby! Seit Salt ’n‘ Pepa herausfordernd den Machos in den Schritt griffen, hat sich Black Girl Power erfolgreich ab Gleich- und Gegengewicht zu den Hustlern und New Jacks im R&B und Rap etabliert. Lautstark gängeln Diven wie MaryJ. Blige und Flygirb wie LiP Kim die Kerle mit exaltierter Mr. Right-Romantik oder explicit lyrics, daß selbst die Gangstas betreten an ihren Goldketten fingern. Am vorläufigen Ende dieser lüsternlästernden Emanzipation bellt Foxy Brown, das fleischgewordene, in den Siebzigern von Pam Grier gespielte Sexymbol der Blaxploitation-Krimis; ein pralles Pin-up mit süßem Gift auf der Zunge und Schenkeln wie Dynamit, eine Kreuzung aus wilder, kleiner Schwester von Janet Jackson und dem „Material Girl“ Madonna ab Big Wilhemina in a worldofBig W’tUks. Noch ein Teenager, rappte sie für Jay-Z die verstörende Zeile „Ain’t no nigga like the one I got/ Sleeps around but gives me a lot.“ Ein derartiges Bekenntnis, wie immer man es auch auslegen mag, ist selbst manchem Macker nicht geheuer. Frech kontert sie nun das vorzüglich zwischen Soul und Rap pendelnde Stück „I Can’t“ mit der Melodie aus „Everything You Want“ von

Wham!, und Videos inszeniert sie als Lapdance: Anfassen ist nicht Alles ist Sex, und aller Sex ist politisch – im Sinne von Geld, Macht, Respekt Auf ihrem Platin-Debüt JUNa Na“ definierte Foxy Brown mit „Married To The Firm“ ihren Ehrgeiz. The Firm ist ihr Plattenlabel, und auf“Chyna Doll“ schildert sie nun die Bedingungen dieser Ehe, eingebunden zwischen dem Intro und „It’s Hard Being Wifee“, dem Schlußsong mit männlichem Rap-Chor und einer apokalyptischen Keyboard-Melodie wie der finale Score zu einem Actionfilm. Die Songs basieren auf einem Old-School-Style mit redundanten Beats und harten Bässen sowie kurzen, prägnanten Samples aus Funk, Soul und Grandmaster Flashs „The Message“ wie im melodiösesten Stück JOB“. Bereits der glamourös hingehauchte Refrain von „My Life“ aber lohnt An dieser resolut-narzißtischen Göre kommt zur Zeit keine andere Rapperin vorbei.

This is hardcore, baby! 3,0


Die ultimativen 20: Hier ist die Oster-Playlist

Es würde vielleicht nicht jeder den Billy-Joel-Song „The Downeaster Alexa“ in einer Oster-Playlist durchgehen lassen. Die Qualifikation der folgenden 20 Titel dürfte allerdings unstrittig sein. 01. Nat King Cole – „Easter Sunday Morning“ 02. UNKLE feat. Thom Yorke – „Rabbit In Your Headlights“ 03. Iron & Wine – „Rabbit Will Run“ 04. Joanna Newsom – „Jackrabbits“ 05. Sufjan Stevens – „Enjoy Your Rabbit“ 06. Animal Collective – „Who Could Win A Rabbit“ 07. Florence + The Machine – „Rabbit Heart (Raise It Up)“ 08. Captain Beefheart & His Magic Band – „A Carrot Is As Close As A Rabbit Gets…
Weiterlesen
Zur Startseite