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Morten Harket My Take On Me


Harkets Memoiren lesen sich, für Autobiografien die Höchststrafe, als hätte er den Text vom Autofahrersitz aus seinem Koautor Tom Bromley diktiert, distanziert, in über sich selbst verwundertem Ton: „Ich war der seltsame Junge, der Blumen und Schmetterlinge liebte.“ Gelegentlich bricht Harket aus, etwa als er von einem Kinnhaken gegen einen Paparazzo berichtet („göttlich“) oder „Take On Me“ auf eine Stufe mit „Also sprach Zarathustra“ stellt; ansonsten liest sich die Erinnerungssammlung wie ein Cash-in zur Reunion-Tour. Die Geschichte endet 1991 bei Rock in Rio, als a-ha vor knapp 200.000 Fans auftraten. Da gingen die Probleme doch erst richtig los: Freundschaften zerbrachen, die Band zerbrach. Bis heute ist nicht klar, was die drei Musiker noch verbindet. Das wäre eine Story gewesen. (Edel, 19,95 Euro)


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