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    Vernon Wray

    - The Best Of Booker T. & The MG’s

    Booker T. & The MG’s ***¿ Wäre diese Hits-Compilation ein Jahr später erschienen, also 1969, käme man darauf auch in den Genuss des famosen „Time Is Tight“. Auch „Soul-Limbo“ und „Hang Em High“ fehlen, doch birgt die Platte genügend andere großartige Momente der stilbildenden Studio-Crew aus Memphis, beginnend mit „Green Onions“ von 1962 und nicht […] mehr…

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    Florence + The Machine - Celebrations

    Das zweite Album: Mehr Drama, mehr Chöre, mehr Tod Ein verspult klimperndes Klavier, durchbrochen von entschlossenen Akkorden. Dann diese mit maximaler Bedeutung aufgeladene Großstimme. Erst zaghaft, schließlich entschlossen zugreifend, geht sie ohne zu zögern in den ersten hypertheatralischen Chor über. Florence Welch ist zurück, man erkennt sie noch vorm Refrain von „Only For The Night“. […] mehr…

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    Liam Blake - You And Other Stories

    Ein Brite in L.A.: Das süßlichste Songwriter-Album der Saison Wäre Liam Blake schon am Leben gewesen, hätte er die 70er-Jahre im Laurel Canyon verbracht und mit CS&N gesungen – so liest man in den offiziellen Texten. Doch er wäre dort wohl nicht aufgenommen worden; so gefällig ist sein neues Album, dass als Wohnort eher Downtown […] mehr…

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    Bonnie „Prince“ Billy - Wolfroy Goes To Town

    Minimalistische Folk-Meditatio. nen über Liebe, Gott und Tod Der große Manierist Will Oldham ist auch einer der rigorosesten Puristen der Bluegrass- und Country-Musik. Er hat Streicher und Studio-Bands, Orgel und Drum-Maschine in den Mittelpunkt seiner Klangräume gestellt, auf „Wolfroy Goes To Town“ nun gibt er seiner Gitarre breiten Platz und seinem Gesang – zwei Instrumenten, […] mehr…

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    The Strange Boys - Live Music

    Die Texaner setzen auf traditionellen Groove und lässige Hooks. „New studio album“, sagt vorn der Sticker, um dem Titel gleich alle Missverständlichkeit auszutreiben. Das dritte Album des texanischen Quartetts um die charmante Jaulboje Ryan Sambol will also nur die Musik leben – wenn nicht für alle Ewigkeit, dann zumindest jetzt. „Study the past, predict the […] mehr…

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    Boots Electric - Honkey Kong

    Hauptsache Spaß: Jesse Hughes spielt mit Rock, Disco und Glam. Jesse Hughes zieht seine elektrischen Stiefel an und bringt uns frohe Kunde: I am Boots Electric. Der Sänger der Eagles of Death Metal hatte sich für seinen solistischen Einstand ein Rockalbum vorgenommen, nicht wie von Ted Nugent, sondern wie von George Clinton und Little Richard. […] mehr…

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    Marketa Irglova - Anar

    Ätherischer Indiepop – leider nur die Hälfte von The Swell Season Berufliches und Privates sollten nicht durcheinandergebracht werden: Marketa Irglova und Glen Hansard waren (vielleicht auch: sind) The Swell Season, wurden beim Dreh des Indie-Streifens „Once“ ein Paar, bekamen für ihren Filmsong „Falling Slowly“ einen Oscar, sind seit 2009 aber nur noch „gute Freunde“, und […] mehr…

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    Bush - The Sea Of Memories

    Penetrant leidender Grunge-Erinnerungs-Rock von Gavin Rossdale Zu einem Major-Deal hat es diesmal nicht gereicht, zu einer veritablen Reunion aber auch nicht. Nigel Pulsford und Dave Parsons war es augenscheinlich zu viel Arbeit. Das viele Getoure! Also hat nun Gavin Rossdale, das zumindest partiell ingeniöse musikalische Hirn der Band, der die Songwriting-Credits ohnehin nie so recht […] mehr…

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    Neal Casal - Sweeten The Distance

    Dem Gitarristen für alle Fälle fallen auch noch hübsche Songs ein. Neal Casal ist einer jener bescheidenen, treuen Wegbegleiter, die auf so vielen Alben, die man über die Jahre ins Herz geschlossen hat, im Hintergrund agieren und sich mit einem Credit begnügen. Ob auf Tift Merritts „Tambourine“, Mark Olsons „Many Colored Kite“ oder Ryan Adams‚ […] mehr…

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    Adam Cohen - Like A Man

    Adam orientiert sich plötzlich etwas zu sehr am anderen Cohen. Von allen Söhnen übergroßer Song-Väter schien dieser hier am wenigsten mit seiner Herkunft samt in die Wiege gelegter Gene zu hadern. Umso verblüffender, wie entschieden der auch schon fast 40-jährige Adam Cohen seine ja auch nicht übermäßig produktive Vergangenheit nun gleich komplett als Verlegenheitslösung denunziert. […] mehr…

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    Nneka - Soul Is Heavy

    Schwerer Stoff, leicht präsentiert: Die Neo-Soul-Königin kann alles. Als ich mich vor einiger Zeit mit einem Londoner Professor für Anthropologie unterhielt und die Sprache auf meine Heimatstadt Hamburg kam, erwähnte er weder die Beatles noch Kevin Keegan, sondern rief erfreut einen anderen Namen auf: „Nneka!“ Dass der gebürtigen Nigerianerin – auch Lenny Kravitz und Nas […] mehr…

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    Jeff Bridges - Jeff Bridges

    Gar nicht schlecht, das halbdunkle Country-Album des Schauspielers Ich hatte kein Mitleid mit Bad Blake, dem laut Ankündigung so verkrachten, abgestürzten Countrysänger, den Jeff Bridges in „Crazy Heart“ spielte. Bisschen saufen tut doch jeder zweite Familienvater, auch ein kleiner writer’s block kann vorkommen. Und um Maggie Gyllenhaal ins Bett zu kriegen, genügte dem Alten ein […] mehr…

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    My Brightest Diamond - All Things Will Unwind

    Zugänglicherer Kunst-Pop der exzentrischen New Yorkerin Shara Worden alias My Brightest Diamond gehört zu jenen intellektuell sehr regen New Yorker Künstlerinnen, die manche Menschen zu anstrengend finden. Auf ihrem letzten Album „A 1000 Sharks Teeth“ verglich die Songschreiberin die Fernbeziehung eines Paars mit dem Verhältnis der Planeten innerhalb des Sonnensystems: „Liebe ist auch die Beherrschung […] mehr…

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    Jim White - Presents Sounds Of The Americans

    Ein Soundtrack für Sam Shepard, leider nicht allzu unterhaltsam Die Worte des Dramatikers und Schauspielers Sam Shepard scheinen auf amerikanische Songwriter besonders anziehend zu wirken (und andersrum). Bob Dylan bat ihn damals, eine Art Drehbuch für das zu schreiben, was später „Renaldo & Clara“ wurde, T-Bone Burnett schrieb Songs für sein Theaterstück „The Tooth Of […] mehr…

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    Kevin Devine - Between The Concrete & Clouds

    Der Songwriter wird präziser – und legt sich eine Rockband zu. Überraschung: Kevin Devine hat sich für sein sechstes Album eine Rock-band ins Studio geholt. Wohl wurde hier auch früher schon getrommelt und elektrische Gitarre gespielt, doch nun stärkt der New Yorker seiner Musik durchgehend den Rücken. Schon beim ersten Song brutzeln die Gitarren links […] mehr…

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    Dum Dum Girls - Only In Dreams

    Kristin Gundred versteckt ihre Stimme nicht mehr im Lärm. Lo-Fi ist auch bloß eine schöne Umschreibung dafür, kein Geld für ein richtiges Studio zu haben. Mit diesem Mangel an Möglichkeiten sorgte Kristin Gundred alias Dee Dee mit ihrem Projekt Dum Dum Girls im vergangenen Jahr für Aufsehen. Das zu Hause in Los Angeles aufgenommene Debüt […] mehr…

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    Brett Anderson - Black Rainbows

    Der Suede-Sänger vertraut wieder auf die alte Glam-Dramatik. Mensch, Brett! Nun singst Du wieder über „ashtray eyes“ und nicht über Deinen Garten und das Teetrinken, wie schön. Du kannst einen mit Deinem Schaffen aber auch ganz ordentlich beschäftigen. Nach dem Ende von Suede hast Du ein paar himmlische Balladen wie „Love Is Dead“ und „Chinese […] mehr…

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    The Walkabouts - Travels In The Dustland

    Eckman & Torgerson stapfen wieder gemeinsam durch die Wüste. Wie so viele der großen amerikanischen Alternative-Bands der 80er- und 90er-Jahre sind auch The Walkabouts irgendwann in einem Zustand erhabener Stagnation angekommen, müde geworden über der eigenen geblähten Kunst. Mit „Travels In The Dustland“ ist ihnen auch nach sechs Jahren Pause nichts Neues eingefallen. Man muss […] mehr…

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    Niels Frevert - Zettel auf dem Boden

    Von innen nach außen: Sanfte Impressionen eines Eigenbrötlers Wüsste man es nicht besser, könnte man Herrn Frevert glatt mit Herrn Distelmeyer verwechseln. Etwa, wenn er mit weicher Stimme zu Cellowehmut und Streicherdramatik in „Schlangenlinien“ vom Eichhörnchenfütterer mit silbergrauem Haar erzählt, unrein „kein Trinker, eher Witwer“ reimt und mit offenen Augen träumend seinen Gedanken nachhängt, während […] mehr…

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    Cowboy Junkies - Sing In My Meadow

    Die Timmins-Geschwister zeigen sich kompromisslos sperrig. Viel Licht scheint in der Musik der Cowboy Junkies selten, und doch fallen manchmal ein paar Sonnenstrahlen in den Bretterverschlag, in dem die Timmins-Geschwister ihre zwischen Apathie und Hingabe angesiedelten Country-Meditationen proben. Auf „Sing In My Meadow“ herrscht allerdings eine gespenstische Dunkelheit. Der Albumtitel täuscht noch Idylle vor, aber […] mehr…