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    Broken Records

    - Let Me Come Home

    Tendenziell Drama: Die Schotten musizieren in dunklen Räumen Der Akku signalisiert Ebbe und will einen gedimmten Monitor. Ja, das ist okay so. Broken Records orchestrieren ihre Songs um bittere Abschiede, düstere Träume und bedrohliche Risse in der Wand ja auch vorrangig in der dunklen Hälfte der rockmusikalischen Grautöne. Hier ist alles tendenziell Drama, und der […] mehr…

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    Lez Zeppelin - I

    Vier Amerikanerinnen entlocken dem Rock eine feminine Seite Ein schönes Thema fürs Feuilleton: Eine All-Girl-Band entlockt dem ultimativen Männer-Rock von Led Zeppelin eine feminine Seite. Die geschlechtliche Spiegelung, die andere Seite, das Coming-out. Aber waren Led Zeppelin nicht ohnehin eine androgyne Band? Die blondgelockten Haare, das unmännliche Kreischen, die waidwunde Lyrik: Es entsteht ein Spannungsfeld, […] mehr…

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    Kid Rock - Born Free

    Provokant konservativer, pseudo-humanistischer Southern Rock Nein, er könne nicht übers Wasser wandeln, gibt Kid Rock an, im neuen Stück „Care“, mit dem er auf der Demokraten-Demo von Jon Stewart und Stephen Colbert alle zum Weinen gebracht hat. Auch den Krieg könne er nicht beenden, die Armen nicht speisen, die Obdachlosen nicht beherbergen. Kann er nicht? […] mehr…

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    Lena Malmborg - Paris To Berlin

    Bluesig dunkel bis heiter: der vielseitige Songzyklus der Schwedin Mit schwedischem Pop verhält es sich ein wenig so wie mit skandinavischem Design: Alles ist hocheffizient, extrem geschmackvoll und folgt der Devise „Weniger ist mehr“. Diese nordische Klarheit verbindet den Pop von Jens Lekman mit den Disco-Experimenten von Robyn. Die Sängerin und Songschreiberin Lena Malmborg wirkt […] mehr…

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    Zucchero - Chocabeck

    Italo-Pop mit ein wenig Hilfe von Bono, Brian Wilson und anderen Man muss ihn nicht unbedingt in englischer Sprache singen hören – den als Adelmo Fornaciari geborenen Sänger, den Thomas Gottschalk und einige andere gern „den italienischen Joe Cocker“ nennen. Zum einen ist sein Akzent nicht zwingend charmant, zum anderen übertreffen sich seine englischen Texter, […] mehr…

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    Emily Jane White - Ode To Sentience

    Selten bloß gefühlig: die Songwriterin mit der zarten Alt-Stimme Leben als ein bisschen Sterben. Da wird’s im Unterholz von Fort Bragg, Kalifornien besonders neblig. Emily Jane White, nach einem Santa-Cruz-Intermezzo längst in San Francisco gelandet, kann auch auf ihrem dritten Album nicht anders, als dem Ruf des Goldes zu folgen, das doch nur in tiefster […] mehr…

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    Black Dub - Black Dub

    Daniel Lanois‘ aktuelle Spielerei: eine reizvolle Jamaika-Jamsession Wie sein Kollege Brian Eno ist auch Daniel Lanois ein Experte, wenn es um die Addition von „Feenstaub“ geht. Jenem gewissen Etwas, dass aus einem guten Album ein Meisterwerk macht. Schon Anfang der Achtziger produzierte der Gitarrist aus Quebec Bands wie Martha & The Muffins, die Zusammenarbeiten mit […] mehr…

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    Alphaville - Catching Rays On Giant

    Der Pop von Marian Gold ist allzu billig und nicht mehr zeitgemäß Selbstverständlich sind Alphaville noch heute ganz groß in Thailand, Mexiko, Malaysia und Polynesien. Doch wenn Marian Gold durch Deutschland tingelt, um neue Musik an den Mann zu bringen, muss er sich noch immer halbinformierten ZDF-Moderatoren und nassforschen Bediensteten von „Radio Sachsen“ erwehren, die […] mehr…

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    Frankie Rose And The Outs - Frankie Rose And The Outs

    Gelungenes Experiment der Garagenband aus Brooklyn In den kleinen Konzerthallen und Plattenläden war 2010 auch das Jahr der wieder aufgehenden Garagen-Fuzz-Surf-Lo-Fi-Sonne, der Vivian und Dum Dum Girls, von Best Coast, Wavves und Crystal Stilts. Bands von der amerikanischen West- und Ostküste, die zwischen Echo und Gepolter nach dem Schokoladenschatz der schönen Melodien suchen, schon Sixties-selig, […] mehr…

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    Jason Collett - Rat A Tat Tat

    Klassizistischer Poprock vom Broken-Social-Scene-Songwriter In Broken Social Scene sei Jason Collett die Tom-Petty-Figur, sagt Kevin Drew. Jedenfalls ist der Gitarrist und Songwriter ein elder statesman der Musikerszene in Toronto, einer, der schon viel erlebt hat und vermutlich der Fels in der Brandung ist. Auf seinen Soloplatten hörte man von Anfang an die große Erfahrung mit […] mehr…

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    Jamiroquai - Rock Dust Light Star

    Hitverdächtig, gefällig und gefallsüchtig: Jay Kay ist wieder da. Nach fünf Jahren Pause erscheint der quirlige Auto-, Kopfbedeckungs- und Hubschrauberfetischist Jay Kay endlich wieder mit einem neuen Album auf der Bild- und auf der Tanzfläche. 40 Lenze zählt der Space Cowboy inzwischen, seit 18 Jahren ist er im Geschäft, 25 Millionen Alben (die Greatest-Hits-Collection von […] mehr…

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    Azure Ray - Drawing Down The Moon

    Maria Taylor und Orenda Fink träumen endlich wieder zu zweit. Zeit, endlich aufzuwachen! Aus dem Traum von einem neuen Azure-Ray-Album, fast sieben Jahre nach „Hold On Love“. Eine Harfe flirrt, und Maria Taylor und Orenda Fink flüstern uns zum Auftakt von „Drawing Down The Moon“ in kaum zwei Minuten in ihre Traumpop-Welt zurück. „Wake up, […] mehr…

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    The Autumn Defense - Once Around

    Nostalgischer Pop von den Wilco-Musikern Stirratt und Sansone Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, um die popkulturelle Bedeutung George Harrisons zu manifestieren, so ist er hiermit erbracht. Über dem vierten Album von The Autumn Defense schwebt der Geist von „All Things Must Pass“. Gleich das erste Stück, „Back Of My Mind“, ist eine federleichte […] mehr…

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    Badly Drawn Boy - It’s What I’m Thinking Pt.…

    Die Lieder des Pop-Schrats sind etwas zu gleichförmig geraten Die Zeit war nicht gnädig zu Damon Gough, dem Mann, der sich Badly Drawn Boy nennt. Mütze, Bart, Jeansjacke, spleeniger Folkpop, eine Mischung aus Schrat und Pop-Genie – vor zehn Jahren, als sein Debüt „The Hour Of Bewilderbeast“ erschien, galt das als originell. Die folgenden Alben […] mehr…

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    Jimmy Gnecco - The Heart

    Dringlich-empfindsame Songs über die Liebe und den Tod Wie sich einer wie Jimmy Gnecco, ein tätowierter Typ aus New Jersey, der der Alternative-Rock-Band Ours vorsteht und nun mit „The Heart“ ein beeindruckendes Solodebüt vorlegt, ins Vorprogramm der A-ha-Abschiedstour verirren konnte, wundert. Aber immerhin hatte er unterwegs Zeit, um in seinem Online-Tagebuch Dinge zu notieren wie […] mehr…

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    Neil Diamond - Dreams

    Wieder allein, natürlich: Neil Diamonds besinnt sich auf die Lieblingslieder seiner Jugend zurück. Der Vergleich liegt nahe: Johnny Cashs grandioses Comeback mit den „American Recordings“ verdankte sich zu einem Gutteil der auf das Nötigste reduzierten Produktion von Rick Rubin und einer sorgsam ausgewählten Reihe von Coversongs: vom unvergesslichen „Hurt“ (Nine Inch Nails) über das dräuende […] mehr…

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    Duffy - Endlessly

    Mit Albert Hammond Sr. und The Roots hat die Waliserin bei ihrem zweiten Album ihr Repertoire erweitert. Mitte Oktober sang Aimee Ann Duffy einige neue Songs bei „Later with Jools Holland“, Großbritanniens bestem TV-Programm für Live-Musik. Die Nation sollte dabei sein, wenn ihre walisische Tochter auf die Bühne zurückkehrt. Duffy stand da im langen Rock, […] mehr…

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    2009 - Westernhagen erfüllt sich einen Traum…

    Und so wendet Müller-Westernhagen, wie er ganz offiziell seit einiger Zeit wieder heißt, seine Songs in Richtung Folkrock, Blues, Hippie-Soul und Südstaatenballaden. Der Kulturaustausch gelingt nicht immer, doch viele Songs sind sehr gut. Die Willy-DeVille-TexMex-Schnulze „Mit beiden Füßen auf dem Boden“, der akustische Songwriter-Folk von „Liebeswahn“, der schwer trottende Chicago-Blues von „Wir haben die Schnauze […] mehr…

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    2002 - Risiko, Aufregung, Unsicherheit: Müller-Westernhagen nimmt…

    Bei „In den Wahnsinn“ steckte Westernhagen der Schreck in den Knochen, doch natürlich ging es auch um Abgrenzung und einen bewussten Bruch nach den Stadionjahren. Da ist eine dieser Kehrtwenden, die Westernhagen immer dann machte, wenn die Vereinnahmung drohte. Oder gar die Langeweile. Nahaufnahme mehr…