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    Papa Roach

    - „Metamorphosis“

    Von wegen Metamorphose. Auch die ewig juvenilen Amerikaner bringen nichts halbwegs Originelles zustande, nur ihren üblichen breitbeinigen Mainstream-Pop-Metal. Nichts geht tiefer, alles ist bloß auf den großen Effekt angelegt: Mithüpfen! Mitschreien! Mitschrammeln! Doch Klischee-Stücke wie „Hollywood Whore“ braucht niemand – wenn sie nicht von Mötley Crüe sind. (Universal) Birgit Fuß mehr…

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    Dave Zimmer - „Crosby, Stills & Nash: The…

    Crosby, Stills & Nash: The Biography von Dave Zimmer glänzt mehr durch die Fotos von Henry Diltz als durch die oft in Idolatrie und Nostalgie gefangenen Ausführungen des Autors. Die letzten drei Viertel der 40-jährigen Bandhistorie, obschon musikalisch wenig ertragreich, werden mit derselben Reverenz abgehandelt wie die Blütezeit der kalifornischen „Supergroup“, zulasten auch der ungleich […] mehr…

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    Hank Ballard And The Midnighters – „Nothing But Good“

    Von den größten Sangestalenten der Rhythm & Blues-Ära überlebten nur die wenigsten (und wandlungsfähigsten) den Niedergang und Ausverkauf der Indie-Labels, von denen in Amerika nach dem Krieg findige Köpfe wie Syd Nathan mehr als hundert gegründet hatten. Ray Charles und James Brown machten eine beispiellose Karriere. An Sänger wie Percy Mayfield, Wynonie Harris oder Clyde […] mehr…

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    Bishop Allen - „Grrr“

    Wäre Bishop Allen ein echter Geistlicher, er hielte sein Hochamt vor Streifenhörnchen und kleinen Eselchen, vor Stupsnasenmädchen und putzig übermüdeten Bärenbabys. Vor all den Niedlichen, die noch nicht lange genug aufbleiben dürfen, um zum Vampire Weekend-Konzert zu gehen. Bishop Allen aus Brooklyn spielen auch auf ihrem dritten Album Schnuffelpop der reinsten Sorte. Sonnigste Schwänzelmusik mit […] mehr…

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    Neal Casal - „Roots & Wings“

    Vielleicht hat Neal Casal ja die Zeit seines Lebens. Sein letztes Album fand viel Gehör, dann heuerte Kumpel Ryan Adams ihn für die Cardinals an. Seither ist der Terminkalender voll, die Karriere des 40-Jährigen augenscheinlich auf dem bisher höchsten Level.In eigener Sache hatte Casal zuletzt einen Ausfallschritt gewagt. „No Wish To Reminisce“ ließ den zurückhaltenden […] mehr…

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    The Who - „Live At The Isle Of…

    Rock’n’Roll hatte in Altamont schon sein Quantum Unschuld eingebüßt, doch Janis und Jimi lebten gerade noch, als“a nice rock’n’roll band from Shepherds Bush, London- the ‚oo!!“ (Ansage) Ende August 1970 vor geschätzt 600 000 Pilgern auf die Isle Of Wight-Bühne zurückkehrte (nach dem Debüt im Jahr zuvor). Nur sechs Monate vorher hatte die Band in […] mehr…

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    Asobi Seksu - „Familiar Light“

    Purer Pop mit Shoegaze-Attitüde, bisweilen auf dem schmalen Grat zwischen schrill und schrecklich balancierend, von einer New Yorker Band mit japanischem Migrationshintergrund. Sängerin Yuki liebt die Kopfstimme, an Synth-Seife wird nicht gespart, am Endesetzt es lustige Geräusche aus der Retorte. Sittsam und süß. (Polyvinyl) Wolfgang Doebeling mehr…

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    White Lies - „To Lose My Life“

    Ausgerechnet im Darwin-Jahr gelang britischen Forschern ein außergewöhnliches Experiment: Nach verschiedenen Evolutionsstadien- Sie erinnern sich an Interpol und die Editors?- konnte einer ursprünglich zerklüfteten, kargen Verzweiflungsmusik endgültig der letzte Rest konsumentenfeindlicher Miesepetrigkeit ausgetrieben werden. Anders ausgedrückt: Die Londoner Band White Lies überführt das Erbe von Bands wie Joy Division ohne jedes Schamgefühl in eine Art […] mehr…

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    Faust - „C’est Com… Com… Compliqué“

    Faust gehören zu der Sorte Legenden, von denen viele schon einmal gehört haben, deren Musik aber nicht einmal ansatzweise so präsent ist wie das Werk anderer, minderbegabter Krautrocker. Dabei ist das auf Polydor erschienene Debütalbum von 1970 schon wegen der durchsichtigen Geisterfaust auf dem Cover bemerkenswert- die lärmende Musik überforderte damals allerdings Hörer und Kritiker […] mehr…

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    Hildegard Knef - „Die Albumedition 1972-80“

    Wer die Knef nur als bizarr aufgeschminktes, von Operationen und Krankheiten gezeichnetes Faktotum kennt, der wird ihre Alben der 70er Jahre (und die früheren sowieso) als Offenbarung begreifen. Ihr selbst war die psychedelische Platte „Knef“ von 1970 die liebste, die sie mit Hans Hammerschmid produziert hatte- ihr „Scott 4″. Im Jahr darauf gab sie den […] mehr…

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    Tina Dico - „A Beginning, A Detour, An…

    Gut, dass es Künstler gibt wie sie. Die einem ehrgeizigen, aber doch leicht konsumierbaren Pop-Album wie „Count To Ten“ eine sperrige Dreifach-EP folgen lassen, um zur Seite gelegte „kleine“ Folksongs nicht durch das Rost fallen zu lassen. Lieder, die sich diesem digitalen Imperativ widersetzen, der alle Grautöne negiert und Komplexes auf richtig oder falsch, gut […] mehr…

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    The Who - At Kilburn 1977

    Unfassbare 30 Jahre lagen diese Aufnahmen im Archiv, bis man doch noch auf die Idee kam, sie komplett aufzubereiten. Kilburn 1977 war Keith Moons vorletzte Show- er grinst unablässig, während er auf sein Schlagzeug drischt, als gebe es kein Morgen, als hätte er es also geahnt. Roger Daltrey platzt fast die Halsschlagader vor lauter Kraft, […] mehr…

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    Sophie Hunger – „Monday’s Ghost“

    Kunden, die dieses Album gekauft haben, mögen auch: Cat Power, PJ Harvey, Joanna Newsom, Feist. Musiker, die dieses Album aufgenommen haben, hören vermutlich gern: Bob Dylan, Nina Simone, Jeff Buckley. Das mal so als grobe Koordinaten, damit man sich in Sophies Welt besser zurechtfindet. Emilie Jeanne-Sophie Welti-Hunger, früher mal bei der Schweizer Indieband Fisher, ist […] mehr…

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    Doves - „Kingdom Of Rust“

    Ein zischendes Hi-Hat, ein wimmernder Synthie, eine seufzende Gitarre, und Jimi Goodwin nuschelt irgendwas davon, dass er hier schon seit Ewigkeiten wartet und dass er von stürmischer See träumt und davon, endlich vom Wind weggepustet zu werden. Und der Song „Jetstream“, der das neue Doves-Album „Kingdom Of Rust“ eröffnet, reißt einen tatsächlich fort. Vier Jahre […] mehr…

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    Nick Lowe“Quiet Please…“

    Die alten Platten des sympathischen Grandseigneurs- wir reden von den späten 70er, frühen 80er Jahren – werden heute teuer verkauft, obwohl die Nachfrage nicht gewaltig sein kann. Aber bei entsprechender Verknappung können auch durchaus handelsübliche Platten im Glanz begehrenswerter Objekte erstrahlen. Immerhin gibt es Nick Lowes Hauptwerk „Jesus Of Cool“ als Neuauflage bei Proper- und […] mehr…

  • Barry Dransfield - Barry Dransfield

    Barry Dransfield – Barry Dransfield

    Der Multi-lnstrumentalist aus Yorkshire hatte mit der halben britischen Folk-Scene kollaboriert und mit Bruder Robin Platten gemacht, als dies, sein erstes Solo-Album, 1972 auf dem Polydor-Sublabel Folk Mill erschien. Und, weil Polydor besagten Imprint schnell wieder einstellte, binnen Monaten aus den Läden verschwand. Was im Laufe der Jahre mithilfe des Automatismus von Angebot und Nachfrage […] mehr…

  • Marissa Nadler - Ballads Of Living And Dying

    Marissa Nadler – Ballads Of Living And Dying

    Erst fünf Jahre liegt die Veröffentlichung der Erstpressung von Marissa Nadlers berückender erster LP auf Eclipse zurück, doch war die schnell vergriffen, und die Preise dafür auf dem Sammlermarkt liegen längst im dreistelligen Bereich. Ein exaktes Reissue war aufgrund der Rechtslage schwierig, also wurden die Tapes neu und minimal anders gemastert, mit Marissas Stimme nun […] mehr…

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    Warren Zevon – Warren Zevon

    Die Vorlaufzeit von sieben langen Jahren zwischen Zevons erster, mit Kim Fowley produzierten LP, und dieser zweiten von 1976 habe, so der Künstler, wesentlich zum Gelingen letzterer beigetragen. Er konnte sich den Luxus leisten, aus etlichen formidablen Songs nur die besten auszuwählen. Und er konnte warten, bis das passende Personal beisammen war, um seinen Traum […] mehr…

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    Glitter And Gold: Words And Music By Barry Mann And Cynthia Weil - weniger bekannte Songs des wunderbaren…

    Das hatte keine „As Tears Go By“-Klasse, was Mick Jagger und Keith Richards ihrem Manager als Song für die Debüt-Single seines neuesten Schützlings ablieferten. Natürlich nahm Vashti Bunyan „Some Things Just Stick In Your Mind“ umgehend auf. Der „Record Mirror“ fand das „neatly atmospheric“, der“NME“ sah darin „a plaintive, absorbing tune with a folksy flavour“, […] mehr…

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    Vince Taylor – Jet Black Leather Machine: The Vince Taylor Story

    Er war das role model für David Bowies Ziggy-Stardust’Fantasien, ein hemmungsloser Epigone, ganz groß in Sachen Image und zumindest talentiert als Sänger, ein Idol für den inneren Zirkel französischer Rockabilly- und Rock’n’Roll-Fans, ein unheilbarer Alkoholiker und auch ein armer Irrer, der sich zwischendurch für Mateus, den neuen Sohn Gottes, hielt. Das eigene Image hatte er-Sohn […] mehr…