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    Broken Spinales – Kiss/Kick

    Es scheinen immer die langen Tourneen mit seiner Band zu sein, die The Faint-Bassist Joel Petersen zu einer neuen Platte seines Soloprojekts Broken Spindles treiben. Vereinzelung, Ennui und Kommunikationskatastrophen sind die Themen dieser Alben. Ob wir uns Sorgen machen müssen? Von den reinen Instrumentalstücken des ersten Broken Spindles-Albums hat er sich dabei immer weiter entfernt, […] mehr…

  • Anni Rossi - Rockwell

    Anni Rossi – Rockwell

    Ihr Debütalbum nahm die aus Minnesota stammende, in Chicago lebende Songwriterin Anni Rossi mit LoFi-Legende Steve Albini auf. Doch der konnte seiner Vorliebe für schepperndes Schlagzeug und grittige Gitarren dieses Mal nicht fröhnen. Die instrumentale Begleitung ist spärlich, aber wohlklingend. Häufig reicht Rossi das sachte Klopfen und stakkatohafte Zupfen auf der Geige, um ihre teils […] mehr…

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    The Chatham Singers Julu Claudius

    „Juju Claudius“ ist das zweite Album von Billy Childishs Folk- und Blues-Projekt The Chatham Singers (und das sicherlich weit über hundertste in Childishs Karriere). Juju Claudius ist zudem ein Pseudonym seiner Ehefrau Julie Hamper, die – wesentlich prominenter als auf dem ersten Chatham Singers-Album „Heaven’s Journey“der Lyrik ihres Gatten eine zweite (erste) Stimme gibt. Childish […] mehr…

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    Howling Beils – Radio Wars

    Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten: „Come sing with me a melody/ In the dark of the night/ Everytime I close my eyes/ The sun appears again“, seufzt Juanita Stein in „Nightingale“, während der Rest der Howling Beils sie auf einem kuscheligen Soundflokati bettet, der am Ende in einem entzückenden […] mehr…

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    The View – Which Bitch?

    Das zweite Album der vier Schotten, nach „Hats Off To The Buskers“, erfindet die Rockmusik nicht neu, zeigt aber, wie wichtig die Liebe zum Detail ist. Da haben wir zum Beispiel den Eröffnungssong „Typical Time 2“, der sich anhört wie ein vergnügter Abend im Pub: Einer klimpert etwas auf dem alten Piano in der Ecke, […] mehr…

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    Ramblin‘ Jack Elliott – A Stranger Here

    Als Produzent hat Joe Henry, ähnlich wie T-Bone Burnett, eine ungute Tendenz zum Perfekten und folglich Banalen, doch dass er Jack Elliott überreden konnte, diese trotz aller klanglicher Defizite wunderbare Country-Blues-Platte mit Songs aus den 30er Jahren aufzunehmen, verdient Respekt. Den charakerfesten Gesang des 77-jährigen Folk-Fahrensmannes begleiten untadelige Musiker wie Greg Leisz und Van Dyke […] mehr…

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    Candi Staton – Who’s Hurting Now?

    Mit „His Hands“ lieh Staton 2006 ihre immer noch vitale Soul-Stimme nach vielen Jahren des Predigens wieder säkularem Liedgut, mit beachtlichen Resultaten. An die ihre neue LP nahtlos anknüpft, wieder gediegen produziert von Mark Nevers. wieder mit Songs von Will Oldham und Dan Penn, wieder in der zwischen Blues und Country vagabundierenden Tradition des Southern […] mehr…

  • Selig - Und endlich unendlich

    Selig – Und endlich unendlich

    Noch eine Wiedervereinigung, die diese Welt nicht braucht? In den Neunzigern mögen Selig eine erfolgreiche Band gewesen sein, doch hat man sie vermisst in den vergangenen zehn Jahren? Eigentlich war es ganz gemütlich ohne das Geplärre von „Sie hat geschrien“ und die Penetranz von“Ist es wichtig“. Der unbedingte Willen zur größtmöglichen Wucht nervte am Ende […] mehr…

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    Jacques Scharz-Bart – Abyss

    Wenn ein Saxofonist als Sohn polnischer Juden auf Guadaloupe aufgewachsen und mittlerweile nach New York gezogen ist. ist abenteuerliche Polyrhythmik so wenig überraschend wie exstatische Improvisationen im Geiste John Coltranes. Statt Schlagzeug also Gwoka-Rhythmen von zwei Percussionspielern. Spirituell aufgeladene Songs, deren Intensität sofort auffällt – dafür umso weniger, wie komplex sie sind, manchmal auch ganz […] mehr…

  • Great Lake Swimmers - Lost Channels

    Great Lake Swimmers – Lost Channels

    Die Alben der Great Lake Swimmers entstehen nicht zuletzt unter dem Einfluss der Orte, an denen sie aufgezeichnet werden. Ausgeräumte Silos, alte Kirchen, historische Versammlungsräume — das alte Amerika ist immer präsent auf den Auf nahmen von Tony Dekker und seinen wechselnden Mitstreitern., „Ambient Zen Americana“ nannte das unlängst das Magazin „Mojo“, doch so pointiert […] mehr…

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    India.Arie – Testimony: Vol.2, Love & Politics

    Während India.Aries letztes Album „Testimony Vol 1, Love &“ Relationship“ noch vom Mikrokosmos der eigenen kaputten Beziehung handelte, schickt die Sängerin, Songschreiberin und neuerdings auch Co-Produzentin die Liebe diesmal in das Minenfeld der Politik. Doch auch dieses Thema wird mehr mit dem Herzen erkundet als mit analytischem Verstand. Die Neo-Soul-Sängerin mit der Stevie-Wonder-Phrasierung steht seit […] mehr…

  • Bob Mould - Life And Times

    Bob Mould – Life And Times

    Am Anfang standen Frust, Zorn und Angst. Und auch 30 Jahre nachdem sich Bob Mould erstmals für Hüsker Du die Seele aus dem Leib schrie, scheint er immer noch (oder wieder) ein zorniger, frustrierter und ängstlicher Mann zu sein. Die Autobiografie „Life And Times“ ist eine ernüchternde Bestandaufnahme, eine verspätete Fortsetzung von Moulds jetzt auch […] mehr…

  • The Left Outsides

    The Left Outsides

    Eingenäht in Brokat und mit Insert. stapelt diese 7inch hoch, löst das Versprechen der luxuriösen Verpackung aber mühelos ein. Auf der A-Seite, einem lyrisch verrätselten Stück Folkpop in Moll, gibt sich das Londoner Duo erinnerungsselig, doch ist es die von Alison Cotton gesungene Rückseite, die mehr beeindruckt. „Deep Rivers Move In Silence; Shallow Brooks Are […] mehr…

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    Tina Dico – A Beginning, A Detour, An Open Ending

    Gut, dass es Künstler gibt wie sie. Die einem ehrgeizigen, aber doch leicht konsumierbaren Pop-Album wie „Count To Ten“ eine sperrige Dreifach-EP folgen lassen, um zur Seite gelegte „kleine“ Folksongs nicht durch das Rost fallen zu lassen. Lieder, die sich diesem digitalen Imperativ widersetzen, der alle Grautöne negiert und Komplexes aufrichtig oder falsch, gut oder […] mehr…

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    The Virgins – The Virgins

    Man möchte die Virgins nicht mögen. Auf ihrem Debüt vermengen die New Yorker nicht nur eines der drei letzten Revivals – Rock, Eighties, Disco -, sondern alle gleichzeitig. Das klingt wie Berechnung und allzu leichtes Spiel, und tatsächlich werden die Virgins derzeit herumgereicht, von einer Fashion Week bis ins Serienfernsehen. Doch man kommt mit seinen […] mehr…

  • Elvis Perkins - In Dearland

    Elvis Perkins – In Dearland

    Leicht hat Elvis Perkins es nie gehabt. Dass er bei einem ehemaligen Bassisten von The Knack das Gitarrespielen lernen musste, war wohl noch das kleinste Übel. Er hatte einen berühmten Vater -Anthony -, der viel zu früh an AIDS starb, seine Mutter kam beiden Anschlägen vom u. September 2001 ums Leben. All die privaten Tragödien […] mehr…

  • JJ Cale - Roll On

    JJ Cale – Roll On

    Schon 1971, als er im Sog von Eric Claptons „After Midnight“-Cover mit „Naturally“ debütierte, habe er sich „zu alt“ gefühlt für das Rock’n’Roll-Geschäft, dem er dann mit dem Image des Okie-Einsiedlers einfach seine Bedingungen diktierte. Jetzt, gerade 70 geworden, sinniert JJ Cale, ob er sich nicht besser „in eine Hängematte legen“ sollte. Worauf nur böse […] mehr…

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    Mulatu Astatke & The Heliocentrics – Inspiration Information

    Die Musik des äthiopischen Bandleaders und Musikers Mulatu Astatke wurde bekannt durch die erfolgreiche CD-Reihe „Ethiopiques“ und den Soundtrack zu Jim Jarmuschs „Broken Flowers“. Ein sinnlich brodelnder Mix aus afrikanischen und westlichen Einflüssen, gesegnet mit geradezu göttlichen Melodien. Das britische Abstrakt-Funk-Kollektiv The Heliocentrics dreht die Fusions-Schraube bei der gemeinsamen Studio-Session noch ein wenig weiter. Archaisch […] mehr…

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    Who Made Who – The Plot

    Die drei Dänen werden gerade sehr heiß gehandelt, sogar Josh Homme ist Fan. Doch unterm Strich sind Who Made Who typische Vertreter der Disco-Punk-Schule. Human-League-Fans, die den Sound der Achtziger wie die Zukunft klingen lassen. Vor ein paar Jahren fand man das noch aufregender. „The Plot“ ist jedoch selten langweilig, bietet raffiniert verspielte Clubmusik mit […] mehr…

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    K’naan – Troubadour

    „The Dusty Foot On The Road“, das letzte Album des in Somalia geborenen Rappers K’naan, war einer der Geheim-Tipps des Jahres 2007. Ein genialer Bastard aus Beat-Poetry, HipHop und Songwriting. Und nun kommt K’naan mit einem Album, auf dem Kirk Hammett von Metallica mitspielt. Doch „If Rap Gets Jealous“ mit seinen rockigen Gitarrenbreitseiten ist nur […] mehr…