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    The Left Outsides

    - The Third Light

    Eingenäht in Brokat und mit Insert, stapelt diese 7inch hoch, löst das Versprechen der luxuriösen Verpackung aber mühelos ein. Auf der A-Seite, einem lyrisch verrätselten Stück Folkpop in Moll, gibt sich das Londoner Duo erinnerungsselig, doch ist es die von Alison Cotton gesungene Rückseite, die mehr beeindruckt. „Deep Rivers Move In Silence, Shallow Brooks Are […] mehr…

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    R.E.M. - „Murmur“ (Deluxe Edition)

    Mit dem Zeitgeist ist das so eine Sache. Der weht auch nicht immer dort und so, wo und wie er vielleicht möchte. Im auch damals durchaus trendbewussten England verpennte man 1983 die Anfänge von R.E.M. – dass deren Debüt vom „Rolling Stone“ zum Album desselben Jahres erklärt wurde, registrierte man dort in manchen Zirkeln wohl […] mehr…

  • Selig - Und endlich unendlich

    Selig - Und Endlich Unendlich

    Noch eine Wiedervereinigung, die diese Welt nicht braucht? In den Neunzigern mögen Selig eine erfolgreiche Band gewesen sein, doch hat man sie vermisst in den vergangenen zehn Jahren? Eigentlich war es ganz gemütlich ohne das Geplärre von „Sie hat geschrien“ und die Penetranz von „Ist es wichtig“. Der unbedingte Willen zur größtmöglichen Wucht nervte am […] mehr…

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    Helen Chase - „Franz Ferdinand von A bis…

    Franz Ferdinand von A bis Z(Rockbuch, 19,90 Euro) von Helen Chase entstand in Zusammenarbeit mit der Band, kritische Distanz muss man also nicht erwarten. Dafür viele, allzu viele Details aus der ja doch noch eher kurzen Karriere der Schotten – unter vielversprechenden Stichwörtern: von „Artwork“ über „Ultracool“ bis „Yeah yeah yeah!“. mehr…

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    Alela Diane - To Be Still

    Immer wieder dringt der eisige Winter erbarmungslos durch jede Ritze dieser seelenvollen Lieder. Da sind die durchfrorenen Nächte und die vom Schnee begrabenen Leben in „White As Diamonds“, in dem Alela Diane Menig Wärme und Zuflucht bei einer Drehwurm-Geige, einem schlurfenden Schlagzeug und im Duett mit sich selbst sucht. Da ist die Sehnsucht nach der […] mehr…

  • Mando Diao - Give Me Fire

    Mando Diao – Give Me Fire

    Der Connaisseur abgeschmackter Metaphern wird es betrübt zur Kenntnis nehmen: Mit „Give Me Fire“ schlagen Mando Diao sämtliche Ikea-Vergleiche und -Anspielungen ein für alle Mal zu Klump. Zerlegt man nämlich ein einmal zusammengebautes beliebiges Möbelstück dieses schwedischen Demütigungsunternehmens aus blanker Neugier oder schierer Notwendigkeit in seine Einzelteile, wird man hernach traurig auf einen Haufen angeschrappter, […] mehr…

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    Heinz Rudolf Kunze - Dein Ist Mein Ganzes Herz

    Mit „Ich glaub, es geht los“ grüßte er siegesgewiss die Grugahalle- „7000 Geißlein und ich der blaue Bock“. Selten wusste ein Sänger so gut, was die Stunde geschlagen hatte, wie Heinz Rudolf Kunze in jenem Frühjahr 1985, als der Autor von „Reine Nervensache“ und „Der schwere Mut“, der Umdichter von Ray Davies‘ „Lola“ plötzlich „Dein […] mehr…

  • Bill Calahan 'Sometimes I Wish I Were An Eagle' Cover

    Bill Callahan - Sometimes I Wish I Were…

    Als Bill Callahan sich vor zwei Jahren hinter seinem Pseudonym Smog hervorwagte und das erste Album unter seinem eigenen Namen veröffentlichte, gab er zugleich die musikalische Kontrolle aus der Hand. Neil Michael Hagerty übernahm auf „Woke On A Whaleheart“ die Regie, ließ die unheimliche Stille, auf der Callahans gravitätische Poeme bei Smog gebettet waren, in […] mehr…

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    Starsailor - All The Plans

    Das letzte Album von Starsailor hieß „On The Outside“, weil James Walsh raus wollte. Aus seiner eigenen Haut, aus dem Kreuzfeuer der Kritik, aus der (selbst gebastelten) Schublade. Starsailor sind schneller als andere Bands aufs Abstellgleis geschickt worden, mussten der neuen Rocklust weichen und hatten augenscheinlich nicht die Mittel, sich durchzusetzen- weder dadurch, dass sie […] mehr…

  • Jerry Lee Lewis Original Sun Singles '56 - '60

    Jerry Lee Lewis - Original Sun Singles ’56 –…

    „I am the God of hellfire“, prahlte viele Jahre später ein Clown namens Brown, „and I bring you: fire“. Eine pyromanische Lachnummer, verglichen mit dem Fegefeuer, das Jerry Lee Lewis Ende der Fünfziger entfachte. Für den gerade volljährigen „Killer“ aus Ferriday, Louisiana, der als Teenager wegen notorischer Quertreiberei einer fundamentalistischen Bibelschule in Waxahachie, Texas verwiesen […] mehr…

  • PJ Harvey & John Parish - A Woman A Man Walked By

    PJ Harvey & John Parish - A Woman A Man Walked…

    Das Coverfoto vom letzten PJ-Harvey-Album „White Chalk“ hätte als eine der berühmten Aufnahmen, die Jean-Martin Charcots im Pariser „Hôpital Salpêtriére“ von seinen Hysterie-Patientinnen anfertigte, durchgehen können. Auch musikalisch ergab diese Assoziation durchaus Sinn, hob Polly Harvey doch ihre Stimme über der dunkel-romantischen Kammermusik in hysterische Höhen. Vom kruden Beefheart-Blues, der sonst große Teile ihres Oeuvres […] mehr…

  • Beirut - March Of The Zapotec /…

    Der inzwischen 22-jährige Zach Condon bleibt ein verspieltes Wunderkind: Auch das dritte Album seines Projekts Beirut ist etwas Besonderes – und das nicht nur, weil es sich dabei um zwei völlig unterschiedlich klingende EPs handelt. CD Nummer eins trägt den Titel „March Of The Zapotec“ und entstand zusammen mit einer obskuren mexikanischen Blaskapelle. Die Mutter […] mehr…

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    Selfish Cunt - England Made Me II

    Bei einem Band-Moniker wie diesem darf militanter Punk erwartet werden, aggressiv, sturzverdrossen und streng nonkonformistisch. Mit Songs, die kübelweise Verachtung ausschütten über alle, die nicht aggressiv, sturzverdrossen und nonkonformistisch sind. Laut, versteht sich, zu Klappmesser-Riffs. Erwartungen, die Selfish Cunt übererfüllen. mehr…

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    Klaus Fischer - „Trips & Träume“

    Trips & Träume (Books On Demand, 19,90 Euro) von Klaus Fischer trägt den Untertitel „Ein Roman über die wilden Krautrock-Jahre“. Klar also, dass es hier nicht so sehr um schnöde Fakten geht, sondern um die Irrungen und Wirrungen, die der Würzburger Autor und Schlagzeuger in den 70er Jahren mitmachte. Mit Krautrock kennt er sich zweifellos […] mehr…

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    Maximillian Hecker - „The End Of Longing“

    Maximillian Hecker ist immer noch der Mann mit den großen Gefühlen. Aber offenbar hat er deutlich an Melodramatik verloren und damit leider auch an Einzigartigkeit. Dieser Track könnte problemlos im Radio laufen und würde sich dabei kaum von den gängigen Pop/Rock-Songs unterscheiden. Zwar singt Hecker nach wie vor mit wundervoll gefühlvoller Stimme, doch ein Vergleich […] mehr…

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    Neko Case - „Middle Cyclone“

    Diese Stimme klingt nach klarem Bergquellwasser, nach einer selbstbewussten Frau, die unterwegs ist zu ihrer eigenen kleinen Farm, irgendwo oben in den Bergen. Neko Case weiß, was sie will, der redet man nicht rein. Das zeigt auch das Cover ihres sechsten Studioalbums: Wie eine Amazone mit feuerrotem Haar, kurzem Rock und gezogenem Schwert posiert die […] mehr…

  • Pavement - Brighten The Corners

    Pavement - Brighten The Corners

    Es fühlt sich jedes Mal wieder an wie der 16. Geburtstag, wenn eine neue Folge der Pavement-Remasters erscheint. Mittlerweile sind wir im Jahr 1997 angelangt. Bei „Brighten The Corners“, auch bekannt als Das-Album-nach-„Wowee Zowee“. Dieses heute vielleicht meistgeliebte Pavement-Album war damals von vielen verschmäht worden, die diese wunderbarste und mustergültigste aller 90er-Bands mit den Hits […] mehr…

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    The Dead Weather - „Hang You From The Heavens“

    Das erste Lebenszeichen von Jack Whites neue Supergroup The Dead Weather, bei der neben White auch Alison Mosshart (The Kills und nicht nur optisch eine verruchte Rock N Roll-Version von Meg White), Dean Fertita (Queens of the Stone Age) und Jack Lawrence (Raconteurs / Greenhornes) mit von der Partie sind. Die höchst gefällige A-Seite, ein […] mehr…

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    Fever Ray - „When I Grow Up“ (Version…

    Fever Ray ist das Pseudonym von Karin Dreijer Andersson, der weiblichen Hälfte des Duos The Knife. Auf Solopfaden klingt die Schwedin zumeist düster, doch der Remixer Dan Lissvik verleiht dem ehemals verhangenen „When I Grow Up“ eine beschwingte, fast loungige und nicht wirklich passende Note. Inklusive Kinderchören, einer Panflöte und dem auf Dauer schwer zu […] mehr…

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    Ry Cooder - The UFO Has Landed

    Nach 15 Solo-LPs, fast zwei Dutzend Soundtracks und noch weit mehr Projekten, an denen er – von Rising Sons und Captain Beefhearts Debüt über Meilensteine wie „Talking Timbuktu“ bis zu zum letzten Studio-Album von Mavis Staples- als Gastgeber oder Produzent maßgeblich beteiligt war, hätte man bei Rhino Ry Cooders Werk aus über 40 Jahren inzwischen […] mehr…