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    JJ Cale

    - „Roll On“

    Schon 1971, als er im Sog von Eric Claptons „After Midnight“-Cover mit „Naturally“ debütierte, habe er sich „zu alt“ gefühlt für das Rock’n’Roll-Geschäft, dem er dann mit dem Image des Okie-Einsiedlers einfach seine Bedingungen diktierte. Jetzt, gerade 70 geworden, sinniert JJ Cale, ob er sich nicht besser „in eine Hängematte legen“ sollte. Worauf nur böse […] mehr…

  • Smokey Robinson & The Miracles - Going To A Go-Go

    Smokey Robinson & The Miracles – Going To A Go-Go

    Eine der wenigen Motown-LPs, die kein deutliches Ungleichgewicht zwischen Hits und bloßen Album-Tracks aufweist. Natürlich sind es die Singles, die sofort gefangen nehmen. Immerhin verstand man sich bei Tamla besser als bei jedem anderen Label darauf, was zündet. Der infektiöse Title-Track etwa, der 1966 denkbar knapp die Top Ten verfehlt hatte. Oder „Ooo Baby Baby“, […] mehr…

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    Röyksopp - „Junior“

    Hat jemand was von einem 90er-Jahre-Revival gesagt? Die charmant bombastische Art, mit der sich Röyksopp auf ihrem dritten Album über Euro-Dance, Rave und Früh-Techno hermachen, könnte ein Indiz sein. Auch Giorgio Moroder, Vangelis und Jean-Michel Jarre haben Spuren in den Tracks hinterlassen, die unter anderen von Lykke Li, Robyn und Karin Dreijer Anderson von The […] mehr…

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    Eddie Cochran - „Somethin‘ Else: The Ultimate Collection“

    Niemand kann behaupten, dass seine Plattenfirma Cochran je schmählich vergessen hätte. Sie ehrte den jungen Mann, der einst klargestellt hatte, gegen den Blues zur Sommerzeit sei noch kein Heilkraut gefunden worden, nach seinem frühen Tod regelmäßig mit LPs zum andauernden Gedächtnis. Zwischenzeitlich auch mit immer neuen Vinyl-Retrospektiven seiner beliebtesten und auch eher rarer Aufnahmen. 1988 […] mehr…

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    The Virgins - „The Virgins“

    Man möchte die Virgins nicht mögen. Auf ihrem Debüt vermengen die New Yorker nicht nur eines der drei letzten Revivals- Rock, Eighties, Disco -sondern alle gleichzeitig. Das klingt wie Berechnung und allzu leichtes Spiel, und tatsächlich werden die Virgins derzeit herumgereicht, von einer Fashion Week bis ins Serienfernsehen. Doch man kommt mit seinen Vorhalten nicht […] mehr…

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    K’naan - „Troubadour“

    „The Dusty Foot On The Road“, das letzte Album des in Somalia geborenen Rappers K’naan, war einer der Geheim-Tipps des Jahres 2007. Ein genialer Bastard aus Beat-Poetry, HipHop und Songwriting. Und nun kommt K’naan mit einem Album, auf dem Kirk Hammett von Metallica mitspielt. Doch „If Rap Gets Jealous“ mit seinen rockigen Gitarrenbreitseiten ist nur […] mehr…

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    Papa Roach - „Metamorphosis“

    Von wegen Metamorphose. Auch die ewig juvenilen Amerikaner bringen nichts halbwegs Originelles zustande, nur ihren üblichen breitbeinigen Mainstream-Pop-Metal. Nichts geht tiefer, alles ist bloß auf den großen Effekt angelegt: Mithüpfen! Mitschreien! Mitschrammeln! Doch Klischee-Stücke wie „Hollywood Whore“ braucht niemand – wenn sie nicht von Mötley Crüe sind. (Universal) Birgit Fuß mehr…

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    Dave Zimmer - „Crosby, Stills & Nash: The…

    Crosby, Stills & Nash: The Biography von Dave Zimmer glänzt mehr durch die Fotos von Henry Diltz als durch die oft in Idolatrie und Nostalgie gefangenen Ausführungen des Autors. Die letzten drei Viertel der 40-jährigen Bandhistorie, obschon musikalisch wenig ertragreich, werden mit derselben Reverenz abgehandelt wie die Blütezeit der kalifornischen „Supergroup“, zulasten auch der ungleich […] mehr…

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    Hank Ballard And The Midnighters – „Nothing But Good“

    Von den größten Sangestalenten der Rhythm & Blues-Ära überlebten nur die wenigsten (und wandlungsfähigsten) den Niedergang und Ausverkauf der Indie-Labels, von denen in Amerika nach dem Krieg findige Köpfe wie Syd Nathan mehr als hundert gegründet hatten. Ray Charles und James Brown machten eine beispiellose Karriere. An Sänger wie Percy Mayfield, Wynonie Harris oder Clyde […] mehr…

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    Bishop Allen - „Grrr“

    Wäre Bishop Allen ein echter Geistlicher, er hielte sein Hochamt vor Streifenhörnchen und kleinen Eselchen, vor Stupsnasenmädchen und putzig übermüdeten Bärenbabys. Vor all den Niedlichen, die noch nicht lange genug aufbleiben dürfen, um zum Vampire Weekend-Konzert zu gehen. Bishop Allen aus Brooklyn spielen auch auf ihrem dritten Album Schnuffelpop der reinsten Sorte. Sonnigste Schwänzelmusik mit […] mehr…

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    Neal Casal - „Roots & Wings“

    Vielleicht hat Neal Casal ja die Zeit seines Lebens. Sein letztes Album fand viel Gehör, dann heuerte Kumpel Ryan Adams ihn für die Cardinals an. Seither ist der Terminkalender voll, die Karriere des 40-Jährigen augenscheinlich auf dem bisher höchsten Level.In eigener Sache hatte Casal zuletzt einen Ausfallschritt gewagt. „No Wish To Reminisce“ ließ den zurückhaltenden […] mehr…

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    The Who - „Live At The Isle Of…

    Rock’n’Roll hatte in Altamont schon sein Quantum Unschuld eingebüßt, doch Janis und Jimi lebten gerade noch, als“a nice rock’n’roll band from Shepherds Bush, London- the ‚oo!!“ (Ansage) Ende August 1970 vor geschätzt 600 000 Pilgern auf die Isle Of Wight-Bühne zurückkehrte (nach dem Debüt im Jahr zuvor). Nur sechs Monate vorher hatte die Band in […] mehr…

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    Asobi Seksu - „Familiar Light“

    Purer Pop mit Shoegaze-Attitüde, bisweilen auf dem schmalen Grat zwischen schrill und schrecklich balancierend, von einer New Yorker Band mit japanischem Migrationshintergrund. Sängerin Yuki liebt die Kopfstimme, an Synth-Seife wird nicht gespart, am Endesetzt es lustige Geräusche aus der Retorte. Sittsam und süß. (Polyvinyl) Wolfgang Doebeling mehr…

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    White Lies - „To Lose My Life“

    Ausgerechnet im Darwin-Jahr gelang britischen Forschern ein außergewöhnliches Experiment: Nach verschiedenen Evolutionsstadien- Sie erinnern sich an Interpol und die Editors?- konnte einer ursprünglich zerklüfteten, kargen Verzweiflungsmusik endgültig der letzte Rest konsumentenfeindlicher Miesepetrigkeit ausgetrieben werden. Anders ausgedrückt: Die Londoner Band White Lies überführt das Erbe von Bands wie Joy Division ohne jedes Schamgefühl in eine Art […] mehr…

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    Faust - „C’est Com… Com… Compliqué“

    Faust gehören zu der Sorte Legenden, von denen viele schon einmal gehört haben, deren Musik aber nicht einmal ansatzweise so präsent ist wie das Werk anderer, minderbegabter Krautrocker. Dabei ist das auf Polydor erschienene Debütalbum von 1970 schon wegen der durchsichtigen Geisterfaust auf dem Cover bemerkenswert- die lärmende Musik überforderte damals allerdings Hörer und Kritiker […] mehr…

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    Hildegard Knef - „Die Albumedition 1972-80“

    Wer die Knef nur als bizarr aufgeschminktes, von Operationen und Krankheiten gezeichnetes Faktotum kennt, der wird ihre Alben der 70er Jahre (und die früheren sowieso) als Offenbarung begreifen. Ihr selbst war die psychedelische Platte „Knef“ von 1970 die liebste, die sie mit Hans Hammerschmid produziert hatte- ihr „Scott 4″. Im Jahr darauf gab sie den […] mehr…

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    Tina Dico - „A Beginning, A Detour, An…

    Gut, dass es Künstler gibt wie sie. Die einem ehrgeizigen, aber doch leicht konsumierbaren Pop-Album wie „Count To Ten“ eine sperrige Dreifach-EP folgen lassen, um zur Seite gelegte „kleine“ Folksongs nicht durch das Rost fallen zu lassen. Lieder, die sich diesem digitalen Imperativ widersetzen, der alle Grautöne negiert und Komplexes auf richtig oder falsch, gut […] mehr…

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    The Who - At Kilburn 1977

    Unfassbare 30 Jahre lagen diese Aufnahmen im Archiv, bis man doch noch auf die Idee kam, sie komplett aufzubereiten. Kilburn 1977 war Keith Moons vorletzte Show- er grinst unablässig, während er auf sein Schlagzeug drischt, als gebe es kein Morgen, als hätte er es also geahnt. Roger Daltrey platzt fast die Halsschlagader vor lauter Kraft, […] mehr…

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    Sophie Hunger – „Monday’s Ghost“

    Kunden, die dieses Album gekauft haben, mögen auch: Cat Power, PJ Harvey, Joanna Newsom, Feist. Musiker, die dieses Album aufgenommen haben, hören vermutlich gern: Bob Dylan, Nina Simone, Jeff Buckley. Das mal so als grobe Koordinaten, damit man sich in Sophies Welt besser zurechtfindet. Emilie Jeanne-Sophie Welti-Hunger, früher mal bei der Schweizer Indieband Fisher, ist […] mehr…

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    Doves - „Kingdom Of Rust“

    Ein zischendes Hi-Hat, ein wimmernder Synthie, eine seufzende Gitarre, und Jimi Goodwin nuschelt irgendwas davon, dass er hier schon seit Ewigkeiten wartet und dass er von stürmischer See träumt und davon, endlich vom Wind weggepustet zu werden. Und der Song „Jetstream“, der das neue Doves-Album „Kingdom Of Rust“ eröffnet, reißt einen tatsächlich fort. Vier Jahre […] mehr…