Freiwillige Filmkontrolle


Rudy Giuliani begründet Schlachtruf mit „Game Of Thrones“-Anspielung


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Donald Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani hat vergangene Woche bei einer öffentlichen Versammlung einen Schlachtruf von sich gegeben, den er nun gegenüber der US-Zeitung „The Hill“ mit einer durchaus fragwürdigen Erklärung begründete.

Vor Tausenden Trump-Anhängerinnen und Anhängern rief der 76-Jährige unter anderem Dinge wie „Trial By Combat“ („Verhandlung durch Kampf!“) – wie ein Teil der Masse einen solchen Kampf interpretiert, zeigten anschließend die Bilder im US-Kongress. Doch Giuliani behauptete in dem Interview nun, dass dieser Satz gar nicht so gemeint gewesen wäre und es sich dabei lediglich um eine Referenz zu der Serie „Game Of Thrones“ handelte.

Vergleich mit Mordprozess in „Game Of Thrones“

Sagen wir mal so: Rudy Giuliani fällt nicht zum ersten Mal mit Aktionen oder Äußerungen auf, die für Empörung oder schlicht Verwirrung sorgten. Wir erinnern uns zum Beispiel an die absurde Pressekonferenz bei der vergangenen US-Wahl, die am Ende gezwungenermaßen zwischen einem Gartenbaubetrieb und einem Sexshop stattfinden musste.

Gegenüber „The Hill“ erklärte der Anwalt (und ehemalige Bürgermeister der Stadt New York) nun: „Ich bezog mich auf diesen sehr berühmten Dokumentarfilm über das fiktive mittelalterliche England und auf die Art von Prozess, der für Tyrion stattfand.“ Weiter hieß es: „Als Tyrion, der ein sehr kleiner Mann ist, des Mordes beschuldigt wird, hatte keinen Mord begangen, er kann sich nicht verteidigen und er engagiert einen Champion, um sich zu verteidigen.“ Ob Giuliani Trump quasi in der gleichen Situation wie Tyrion sehe und sich selbst als rettenden „Champion“, verriet er nicht.

„Ich spreche von einem Prozess zwischen Maschinen“

Aber seit wann ist „Game Of Thrones“ überhaupt ein „sehr berühmter Dokumentarfilm“? Ob Giuliani diese Aussage anders meinte oder Wahrheit von Fiktion nicht unterscheiden kann, bleibt unklar. Fest steht aber: Für seinen Schlachtruf ließ er sich offenbar von einer Fantasy-Serie inspirieren. Giuliani erklärte weiter: „Ich spreche von einem Prozess zwischen Maschinen.(…) Die Konsequenzen des Kampfes werden sein, dass wenn sie beweisen, dass wir falsch liegen, werden wir beschämt sein. Wenn wir beweisen, dass sie falsch liegen, gehen sie ins Gefängnis.“


Joe Bidens Team feierte Skandal um Rudy Giuliani in „Borat 2“

Sacha Baron Cohan verriet in einem neuen Interview, dass Joe Bidens Wahlkampf-Team sehr glücklich mit der Kontroverse um das Filmmaterial von Rudy Giuliani im Film „Borat 2“ war. Auch glaubt er, dass die umstrittene Schlafzimmer-Szene aus dem Film einen Einfluss auf die US-Wahl hatte. In dieser sah man Donald Trumps Anwalt in einer vermeintlich intimen Situation, mit der Hand in seiner Hose. „The Guardian“ erzählte Cohan: „Plötzlich musste er versuchen zu erklären, dass er nicht mit sich selbst spielt. Es war so eine enge Wahl, dass alles in diesen letzten Wochen war entscheidend.“ Giulianis Auftritt in „Borat 2“ Im Oktober…
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