Sam Rivers ist tot: Was wird aus den Limp-Bizkit-Shows in Deutschland?

Wie geht es mit der Band weiter und werden die geplanten Shows gestrichen?

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Der Schock sitzt tief. Nur Stunden nach der Bestätigung, dass Sam Rivers – Gründungsbassist, Produzent und laut Band das „Herz von Limp Bizkit“ – im Alter von 48 Jahren gestorben ist, fragen sich viele Fans: Wie geht die Gruppe mit dem Verlust um und wollen sie die geplanten Auftritte dennoch absolvieren? In Deutschland sind Headliner-Shows bei Rock am Ring und Rock im Park 2026 angesetzt.

Rivers galt als das klangliche Fundament, das den Sound des Nu Metal in den späten Neunzigern mitgeprägt hatte. Limp Bizkit hatten erst im September ihr Comeback mit dem neuen Song „Making Love to Morgan Wallen“ besiegelt. Doch mit Rivers’ Tod ist die Zukunft der Band ungewiss.

Was die Band sagt

„Wir lieben dich, Sam“, schrieb die Band und nimmt sich nun erst einmal Zeit, um Abschied zu nehmen. Doch früher oder später werden sich Limp Bizkit mit der Frage nach einem Ersatz konfrontiert sehen. Ob sie ihre Live-Termine mit neuem Bassisten spielen werden, muss sich in den kommenden Monaten entscheiden.

Limp Bizkit hatten zumindest für Live-Auftritte bereits andere Bassisten zur Unterstützung dabei. Samuel G. Mpungu spielt seit 2015 mit der Band. Zudem übernahm Tsuzumi Okai 2018 den Platz am Bass. Es ist denkbar, dass man also live erneut auf einen der beiden zurückgreift.

Sam Rivers: Woran starb der Limp-Bizkit-Bassist?

2015 verließ Sam Rivers Limp Bizkit wegen einer degenerativen Bandscheibenerkrankung. Später offenbarte er im Buch „Raising Hell (Backstage Tales From the Lives of Metal Legends)“, dass er an einer Leberkrankheit litt.

„Ich musste Limp Bizkit 2015 verlassen, weil es mir so schlecht ging, und ein paar Monate später stellte sich heraus, dass ich eine schwere Lebererkrankung hatte“, sagte er. „Ich hörte auf zu trinken, tat alles, was die Ärzte sagten, bekam eine Lebertransplantation – sie passte perfekt.“ Rivers kehrte 2018 zur Band zurück und blieb bis zu seinem Tod Mitglied.

Kristina Baum schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.