Sheryl Crow geißelt Trumps UFC-Geburtstagsparty: „Lasst uns besser sein, Amerika“

„Diese Regierung ist korrupt und schert sich einen Dreck um das amerikanische Volk“, so die Musikerin in einem Instagram-Statement.

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Sheryl Crow hat Trumps Geburtstagsfeier im Weißen Haus – inklusive UFC-Kampf – am Montag in ihrer Instagram-Story scharf angegriffen. „Was letzte Nacht auf dem Rasen des Weißen Hauses passiert ist, war schändlich und ohne jeden Anstand“, schrieb sie. „Mächtige, reiche Menschen füllten den Rasen, um einer Gewaltsportart zuzuschauen, die mit einem abscheulichen und rassistischen Kommentar endete. Und das alles, während sich der durchschnittliche Amerikaner Krankenversicherung, Benzin und die allgemeinen Lebenshaltungskosten nicht mehr leisten kann.“

Die Musikerin schrieb, dass Schweigen gegenüber solchem Verhalten gleichbedeutend sei mit dem Wegschauen bei unmoralischen Zuständen. „Lasst euch nicht täuschen“, schrieb sie. „Diese Regierung ist korrupt und schert sich einen Dreck um das amerikanische Volk. Es geht ihr einzig darum, auf Kosten und zum Trotz unserer Demokratie Geld zu scheffeln.“

„Wenn wir diese Art der Ablenkung von der Realität weiter unterstützen, sind wir nicht besser als sie“, fuhr sie fort. „Lasst uns besser sein, Amerika.“

UFC im Weißen Haus

Der Mixed-Martial-Arts-Kampf fand am Sonntag statt, Trumps 80. Geburtstag, und wurde als UFC Freedom 250 vermarktet – dem Anschein nach Teil der Feierlichkeiten des Präsidenten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Das Hauptereignis war ein Duell zwischen Justin Gaethje und Ilia Topuria, dem mehrere Kämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen vorausgingen. Der Ton des Abends hatte dabei eine deutlich vorurteilsbehaftete Note. Josh Hokit, ein Schwergewichtler, nutzte sein Post-Fight-Interview, um zu sagen: „Michelle Obama ist ein Mann.“ Moderator Joe Rogan lächelte dabei einfach, wie ein Video zeigt.

ROLLING STONE berichtete über das Spektakel und seine Wirkung auf Washington, D.C., und bezeichnete es als Trumps uramerikanischen Traum. „[UFC-CEO und -Präsident Dana White und die UFC] nutzen die befreiende Katharsis und Demut organisierter Gewalt, um euch eine Welt zu zeigen, in der Träume wahr werden“, schrieb Reporter Jack Crosbie. „Um dorthin zu gelangen, müsst ihr euch nur bei Paramount+ anmelden. Einfach in Krypto investieren, einen Dodge-Truck fahren, ein Bud Light trinken, Donald Trump wählen. Die Menschen, die das glauben, die stundenlang fahren, um Kämpfe auf einem riesigen TV in einem schwülen öffentlichen Park zu sehen, sind nicht dumm. Als Ganzes sind sie nicht alle geschmacklos oder ordinär. Sie sind einfach Amerikaner, die in einem Land leben, das so viel verspricht und so wenig hält.“

Crow hat sich seit Langem unverblümt über ihre Verachtung für Trump und seine Gefolgsleute geäußert. Ihr Song „The New Normal“ aus dem Jahr 2025 beschreibt Amerika als Dystopie, und sie trennte sich von ihrem Tesla, nachdem Elon Musk zum Chef des Department of Government Efficiency ernannt worden war. 2017 erzählte sie ROLLING STONE, sie habe den Song „Heartbeat Away“ als Reaktion auf Trumps Wahlkampfauftritte geschrieben. „Ich schrieb diesen Song, bevor Trump die Nominierung bekam – es fühlte sich schon apokalyptisch an, dass die Leute ernsthaft in Betracht zogen, einen Mann wie ihn zur mächtigsten Person der Welt zu machen“, sagte sie. „Ich musste tief in mich gehen und einen Weg finden, Mitgefühl für die Menschen in diesem Land aufzubringen, die leiden und glauben, dass er sich um sie schert.“

Warum denkt Campino, dass es manchmal gut ist, einfach mal den Mund zu halten? Antwort liefert er in unserer Titelgeschichte zum großen Abschied der Toten Hosen. Dem Heft liegt weltexklusiv die 7-Inch-Single „Immer nur geliebt“ bei. Die ROLLING-STONE-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.