Smudo hat endgültig die Schnauze voll von Xavier Naidoo


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Der Fall Xavier Naidoo bewegt die Musik- und Promiwelt: Der Sänger hatte einen Song aufgenommen, der anscheinend bewusst fremdenfeindliche Ressentiments bekräftigt. Das Video, das am Dienstag (10. März) im Netz rotierte (obwohl der Ursprung zunächst unklar war), sorgte für einen gewaltigen Shitstorm. RTL sah sich veranlasst, den Musiker aus der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ zu schmeißen.

Zuvor hatte bereits Smudo von den Fantastischen Vier interveniert und genau diese Reaktion von RTL lautstark gefordert. Obwohl es auch einige Unterstützer für Naidoo gibt, darunter „Tatort“-Star Til Schweiger, gehört der Rapper zu den resoluten Kritikern des Soul-Sängers. In einem Interview mit „Focus“ wurde Smudo nach den Ereignissen der letzten Tage auch deutlich.

Mit Blick auf die Entscheidung von RTL sagte er: „Ich war überrascht, dass RTL so schnell Konsequenzen zieht. Das spricht dafür, dass sie sich der Schieflage wahrscheinlich schon länger bewusst waren. Schon als sie Xavier Naidoo eingestellt haben, war das ja sehr kritisch betrachtet worden.“

Smudo über Xavier Naidoo: „Wir haben schon so viele Augen zugedrückt“

Smudo machte in dem Gespräch deutlich, dass es nun keine Rücksicht mehr für Xavier Naidoos politische Vorstellungen geben könne, auch weil in der Vergangenheit bereits zu viel vorgefallen sei. „Die künstlerische Freiheit ist auch wichtig“, so das ehemalige Jury-Mitglied von „The Voice Of Germany“. „Aber das erste, was ich dachte, als ich das Video von Naidoo jetzt gesehen habe, war: Also, jetzt reicht’s! Wir haben schon so viele Augen zugedrückt – die Reichsbürgernummer, das war schon heftig, und auch die Texte. Ich bin überhaupt kein Fan der Verschwörungstheoriekultur, die ein Weltbild transportiert, in dem alles schwarz-weiß ist, in dem irgendeiner aufstehen und die blinden Schafe befreien muss. Das sind hervorragend geeignete Narrative, um Menschen demagogisch zu manipulieren.“

In diesem Zusammenhang spricht Smudo auch von Verantwortung, die Xavier Naidoo habe, wenn er so was veröffentliche. „Naidoo wird – auch mit seinem Migrationshintergrund – zum größten gemeinsamen Nenner für rechtspopulistische Kultivierung. Musik und Musikkultur bildet den Leuten eine ideelle Heimat. Das ist ein sozialer Kitt. Wenn jemand dann so beratungsresistent und unreflektiert die üblichen Verschwörungstheorien bewirbt, macht er rechtsextreme Aussagen auch in der Mitte der Bevölkerung populär.“

Will sich Xavier Naidoo rausreden?

In diesem Zusammenhang stößt es dem Rapper übel auf, dass Naidoo nicht einmal in der Lage war, vernünftig zu dem Song Stellung zu beziehen. Das sei nach den Ereignissen von Hanau gefährlich, denn auch der Attentäter „legitimierte seine Morde ja mit Phantasien von Übervölkerungsgefahren“. Auch das Argument des Sängers, er sei selbst ursprünglich Migrant, stehe aber auf der richtigen Seite, mag Smudo nicht akzeptieren, findet es sogar an den Haaren herbeigezogen.



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