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„Das ist reiner Wahnsinn“: So reagieren Musiker und Promis auf Trumps Einreisestopp


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Donald Trumps umstrittene Entscheidung für einen Einreisestopp für Bürger mehrerer muslimischer Länder sorgt für Aufsehen. Auch zahlreiche Musiker und andere Promis haben ihr Entsetzen darüber via Twitter mitgeteilt.

Der seit einigen Tagen amtierende US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag (27. Januar) einen vorübergehenden Einreisestopp für Syrer und Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern angeordnet.

Seine Entscheidung begründete der Rapublikaner damit, dass der Schritt dem Schutz der Vereinigten Staaten von Amerika vor Anschlägen diene. In den kommenden vier Monaten werden keine Flüchtlinge mehr in die USA gelassen.

Überall herrscht großes Entsetzen

Außerdem betroffen vom Einreiseverbot: Personen aus dem Iran, Irak, Libyen, Somalia, dem Sudan und dem Jemen. Ein Gericht in New York hatte daraufhin die Ausweisung von Ausländern, die wegen des Einreisestopps an US-Flughäfen festgehalten wurden, aus den USA verboten.

Die Bundesrichterin Ann Donnelly verfügte darüber, dass keiner, der über eine gültige Einreiseerlaubnis verfügt, ausgewiesen werden darf. Trotz dieses kleinen Erfolgs gingen in vielen US-Städten Menschen demonstrieren. Auch zahlreiche Musiker und andere Promis äußerten via Twitter ihr Entsetzen.

Reaktionen auf Trumps Einreisestopp

„Tut nicht so, als ob #MuslimBan normal wäre. Es ist ein abscheulicher, abscheulicher Akt,“ schreibt Sängerin Lilly Allen auf Twitter. Damit fasst sie zusammen, was viele Menschen in diesen Tagen denken.

Rihanna reagiert noch emotionaler auf den Einreisestopp: „Ekelhaft! Das ist eine verheerende Nachricht. Amerika wird vor unseren Augen ruiniert! Was für ein unmoralisches Schwein muss man sein, um so einen Mist umzusetzen.“

 

Miley Cyrus: Solidarität mit Einwanderern

Popstar Miley Cyrus hingegen zeigt mit einem Bild ihre Solidarität gegenüber den Einwanderern.

Schauspielerin Mayim Bialik, bekannt aus „The Big Bang Theory“, wird hingegen sehr persönlich:

„Ich bin Jüdin. Und ich bin dazu bereit, mich aus Solidarität als Muslimin registrieren zu lassen, sollte es so weit kommen.“

Tegan and Sara: Empörung und Angst

Die kanadische Indie-Band Tegan and Sara twittert einen Artikel der „New York Times“ und zeigen sich erschüttert.

„Wie kann man das lesen und sich nicht schlecht fühlen? Wir sind empört. Wir haben Angst. Jeder, der das unterstützt sollte sich schämen.“

Der britische Singer-Songwriter Billy Bragg twittere eine Statistik. Die zeigt, dass im Jahr zwei Amerikaner von Dschihadisten getötet, aber über 11.000 Bürger der Vereinigten Staaten von Landsleuten erschossen werden.

„Ein Blick auf die Bedrohung durch Muslime in Amerika. Vielleicht sollte Trump etwas anderes verbieten?“

Win Butler: Amerika ist ein Einwanderungsland 

Schauspieler und Musiker John Legend wird sofort tätig:

Ich habe gerade an das @theRRc (International Rescus Comittee) gespendet, um Menschen die vor Krieg und Verzweiflung fliehen. Tu es mir gleich, wenn du kannst.“

Und Win Butler von Arcade Fire erinnert daran, dass die Vereinigten Staaten von Amerika schon immer ein Einwanderungsland gewesen sind.

„Der Vater von Steve Jobs war ein Syrer und er wurde von einer amerikanischen Familie adoptiert. Das ist völliger Wahnsinn und komplett gegen das amerikanische Interesse.“


Twitter-CEO Jack Dorsey erklärt, warum Donald Trump gesperrt wurde

Donald Trump trägt eine maßgebliche Mitschuld daran, dass seine Anhänger*innen das US-Kapitol (Mittwoch, 6. Januar 2021). Der Vorfall hatte fünf Todesfälle, mehrere FBI-Fahndungen und seine Verbannung auf der Social-Media-Plattform Twitter zur Folge. Am Mittwochabend (13. Januar 2021) erläuterte Twitter-CEO Jack Dorsey seine Entscheidung in mehreren Tweets. Jack Dorsey begründet den Schritt via Twitter So schrieb der CEO: „Ich feiere nicht oder bin nicht stolz darauf, dass wir @realDonaldTrump von Twitter verbannen mussten – oder darüber, wie wir an diesen Punkt gekommen sind. Nach einer klaren Warnung mussten wir handeln, wir haben eine Entscheidung mit den besten Informationen, die wir hatten,…
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