Sophie Ellis-Bextor berichtet von ihrer Vergewaltigung als 17-Jährige


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Rätselraten in England. Singer-Songwriterin Sophie Ellis-Bextor („Murder on The Dancefloor“) veröffentlichte in der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ ein Vorab-Kapitel ihrer Biografie. Dort offenbart sie, dass sie als 17-Jährige von einem „29-jährigen Gitarristen“ vergewaltigt worden ist. „Ich hörte mich ‚Nein‘ … sagen, aber es machte keinen Unterschied“, heißt im Buch „Spinning Plates“, das am 6. Oktober veröffentlicht wird. Der Name des Mannes bleibt unerwähnt.

Auf der After-Show-Party eines Auftritts ihrer ersten Band theaudience hatte sie sich „mit einem älteren Mann unterhalten, der auch in einer Band spielte. Er war ihr Gitarrist und er schien mich zu mögen. Ich fühlte mich geschmeichelt“, heißt es in ihren Erinnerungen.

Ein klassischer Fall von dem, was in den USA „date rape“ heißt

„Ich erwähnte, dass ich gerade dabei war, mein A-Level in Geschichte zu machen. Er sagte, dass er ebenfalls einen Abschluss in Geschichte habe. Willst du mitkommen in meine Wohnung und meine Geschichtsbücher sehen, fragte er. Wahrscheinlich der ödeste Anmachspruch der Welt. Doch ich fuhr mit ihm im Taxi zu seiner Wohnung.“

Die heute 42-Jährige berichtet weiter. „Er hatte Sex mit mir und ich schämte mich abgrundtief. Ich fühlte mich dumm und schmutzig. Ich war mir meiner eigenen Gefühle aber zugleich unsicher. Denn ich hatte keine andere Erfahrung, mit der ich es hätte vergleichen können.“ Ein klassischer Fall von dem, was in den USA „date rape“ heißt.

An eine Vergewaltigung dachte sie damals nicht. In den 1990er Jahren sei diese mit Aggression und Gewalt in Verbindung gebracht worden. „Meine Erfahrung war nicht gewaltsam. Alles, was passierte, war, dass nicht auf mich gehört wurde“, schreibt sie. „Von den anwesenden Menschen sagte einer Ja, der andere Nein.“ Die Ja-Person habe nicht auf Signale geachtet und trotzdem weitergemacht. Die heutige Mutter von fünf Söhnen achtet in ihrer Erziehung darauf, ihrem Nachwuchs klar zu vermitteln, was es bedeutet Grenzen zu erkennen und diese auch klar zu akzeptieren.