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Stevie Wonder sendet mit zwei neuen Songs ein Zeichen der Liebe in dunklen Zeiten


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In den vergangen zehn Jahren ist Stevie Wonder recht unauffällig geblieben. Diese ruhige Phase neigt sich nun jedoch ihrem Ende. Am Dienstag (13. Oktober) veröffentlichte der 70-jährige Musiker zwei neue Songs.

Damit bringt er nach 15 Jahren zum ersten Mal wieder neue Solo-Musik heraus. Und noch etwas ist neu: Statt wie bisher bei Motown erscheinen die Titel nun auf seinem eigenen Label „So What The Fuss Music“ unter Republic Records. Die Einnahmen gehen an Feeding America.

Große Themen: Aktivismus, Krisen und Liebe

Die Songs tragen die Titel „Can’t Put It in The Hands of Fate“ und „Where Is Our Love Song“. In Erstem sind Rapsody, Cordae, Chika und Busta Rhymes zu hören, während der Zweite von Gary Clark Jr. auf der Gitarre begleitet wird.

Die Titel deuten es schon an: Es geht in den Liedern um Aktivismus und die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen der Welt. Aber auch darum, wie die Liebe den Menschen helfen kann, jene Probleme zu überwinden.

„Dieser verrückte Zustand ist inakzeptabel“

Im Gespräch mit der US-Ausgabe des ROLLING STONE sagte Wonder über den Entstehungsprozess von „Where Is Our Love Song“: „Als ich es das erste Mal schrieb, ging es um eine Beziehung. Anschließend dachte ich darüber nach, wo wir in der Welt stehen. Und ich dachte, dieser verrückte Zustand ist inakzeptabel. Wir machen das nicht mehr mit.“

Es müsse eine Veränderung geschehen, und zwar genau jetzt. Die Gesellschaft dürfte nicht länger auf diese Veränderung warten, oder sie in die Hände des Schicksals legen, so der Musiker.

„In diesen Zeiten hören wir die ergreifendsten Weckrufe und Schreie, die diese Nation und die Welt auffordern, bitte unser Bedürfnis nach Liebe, Frieden und Einheit zu erhören“, sagte Wonder in einer Erklärung

Zuletzt veröffentlichte Stevie Wonder im Oktober 2005 das Studioalbum „A Time to Love“. In den vergangenen Jahren war er jedoch auf einer Reihe von Songs anderer Musiker zu hören, darunter Ariana Grande, Mark Ronson, Big Sean, Common und Snoop Dogg.


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