Super Bowl: Dr. Dre verneigt sich vor Tupac, 50 Cent gibt den Spider-Man


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Die Halbzeitshow gehörte in diesem Jahr bei der 56. Auflage des Super Bowl am Sonntag (13. Februar, in Deutschland in der Nacht zu Montag) einigen der berühmtesten Rappern der Musikgeschichte. Geladen waren Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem, Mary J. Blige und Kendrick Lamar. Als Überraschungsgeist tauchte schließlich noch 50 Cent auf.

Doch emotional wurde es erst einmal mit Snoop Dog und Dr. Dre! Beide erinnerten an den verstorbenen Tupac Shakur. Überraschenderweise taten sie es nicht wie einst bei einem Coachella-Auftritt mit einem Hologramm. Zuvor hatte es exakt dieses Gerücht gegeben, obwohl die Halbzeitshow auch mit unorthodoxen Methoden streng geheim gehalten wurde. Stattdessen spielten sie gleich mehrere Tracks von Tupac an.

Zunächst war sein Mega-Hit „California Love“ von 1995 zu hören, an dem Dr. Dre einst mitgewirkt hatte. Später spielte Dre auch noch kurz Tupacs „I Ain’t Mad At Cha“ auf dem Klavier.

Für sehr viel Unterhaltung gerade auch der Netzgemeinde sorgte unterdessen 50 Cent, von dem tatsächlich nicht bekannt war, dass er in der Halbzeitshow des Super Bowl auftreten würde. Zu sehen war der Rapper nach einem faszinierenden Kameraschwenk, wie er nach „California Love“ in der Bühne – die einem Luxusanwesen mit mehreren Stockwerken nachempfunden war – kopfüber von der Decke hing, bevor er mit einigen Tänzerinnen zur Party überging.

Damit spielte er auf das Video zu seinem Hit „In Da Club“ von 2003 an, sorgte aber auch für einiges Amüsement im Internet. Die meisten Memes, die im Zuge des Super-Bowl-Konzerts entstanden, imitierten den Rapper. So war 50 Cent etwa als Spider-Man zu sehen. Zahlreiche Bilder zeigten auch völlig abgeschlaffte Sportler, gerötete Gesichter oder Fledermäuse.

Nach 50 Cent waren noch Blige, Lamar und Eminem zu sehen, wobei Letzterer mit einem anscheinend nicht erwarteten Kniefall für sehr viel Aufmerksamkeit sorgte. Mit diesem symbolischen Akt protestieren zahlreiche NFL-Profis seit Jahren gegen Rassismus vor allem gegen Schwarze im US-Sport.

Die Protagonisten, die laut Mary J. Blige nicht bezahlt wurden für die Performance, zeigten sich rund um den Auftritt glücklich über die einmalige Chance, ihr Werk einem weltweiten Publikum zu repräsentieren. Alleine in den USA sahen 100 Millionen Menschen beim Super Bowl zu. Ach ja, die Los Angeles Rams schnappten sich am Ende in einem knappen Spiel die begehrte Vince Lombardi Trophy.