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Blackout Tuesday
Highlight: Heinz Rudolf Kunze über seine Liebe zu The Who und ihr Großwerk „Tommy“

Die größten Musiker aller Zeiten: The Who – Essay von Eddie Vedder, Pearl Jam

The Who

Von Eddie Vedder

The Who begannen als Spektakel und dann wurden sie spektakulär. Anfangs wollte die Band einfach alles kurz und klein schlagen; später, auf Alben wie „Tommy“ und „Quadrophenia“, verbanden sie diese rohe Energie mit Präzision und mit dem Ehrgeiz, groß angelegte musikalische Experimente durchzuziehen. Sie fragten sich: Was sind die Grenzen des Rock’n’Roll? Hat Musik wirklich die Kraft zu verändern, wie Menschen fühlen? Pete Townshend erkannte eine spirituelle Qualität in der Musik.

Sie waren eine unglaublich gute Band, deren Hauptsongwriter nun mal auf der Suche nach Harmonie und Sinn in seinem Leben war. Auf diese Reise nahm er die Zuhörer mit, er inspirierte andere dazu, ihren eigenen Weg zu suchen – und stand gleichzeitig im Guiness-Buch der Rekorde. Die lauteste Band der Welt.

Eddie Vedder von Pearl Jam (1992)
Eddie Vedder von Pearl Jam (1992)

Ich maße mir einmal an, für alle Who-Fans zu sprechen, wenn ich sage, dass es mein Leben unermesslich bereichert hat, ihr Fan zu sein. Und beunruhigt hat es mich auch: Sie traten jede Tür des Rock’n’Roll ein und hinterließen uns anderen nur Trümmer – da blieb nicht mehr viel, was wir als etwas Eigenes beanspruchen konnten. Sie gaben sich am Anfang arrogant, auch als sie noch, wie Pete selbst sagt, „eigentlich eine ganz gewöhnliche Band“ waren. Sie wurden dann immer besser, aber die Attitüde blieb. Diesen Faden nahmen viel später dann die Punks wieder auf.

The Who wollten lauter sein, also ließen sie Jim Marshall den 100-Watt-Verstärker entwickeln. Das reichte immer noch nicht, also stapelten sie die Dinger. Es heißt, das erste Gitarrenfeedback, das es auf Platte gab, finde sich in „Anyway, Anyhow, Anywhere“ von 1965. The Who erzählten Geschichten innerhalb der Grenzen eines Songs, und im Verlauf eines Albums sprengten sie diese Grenzen. Konnte man eine noch größere Geschichte erzählen? Was war überhaupt möglich? Und wie konnte man sie einem großen Publikum vermitteln – als es noch keine Videowände gab? Die Instrumente zertrümmern? Keith Moon sagte in einem Interview, sie wollten das Publikum bei den Eiern packen. Pete verwies dagegen lieber auf die autodestruktive Kunstbewegung in Deutschland – Skulpturen, die schnell zusammenbrachen, explodierende Installationen: Genauso sei auch das, was The Who machten, Kunst.

Gie Knaeps Getty Images


Pearl Jam: Musikvideo „Retrograde“ – mit Greta Thunberg

Mit ihrem jüngsten Album „Gigaton“ nehmen Pearl Jam unsere Welt und die Gefahren, die siw ausgesetzt ist, unter die Lupe. Einerseits wird vor einer Katastrophe gewarnt, die den Planeten auslöschen könnte, andererseits auch Botschaften der Hoffnung geboten – vorausgesetzt, ein Wandel tritt ein. Ganz nach diesem Motto holte sich die Band für das Musikvideo zur Single „Retrograde“ einer der jüngsten aber auch lautesten Stimmen des Umweltschutzes ins Boot: Greta Thunberg. Das Video zeigt einen Mann, der zu einem Einkaufszentrum fährt und den Laden eines Hellsehers aufsucht, d er Mann lässt sich dort seine Zukunft voraussagen. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass…
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