Trump unterzeichnet Dekret zur schnellen Erforschung von Psychedelika

Nach einer SMS von Joe Rogan erlaubt Trump, bislang als „tabu“ geltende Psychedelika zu erforschen.

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Präsident Donald Trump hat am Samstag (18.04.) ein Dekret unterzeichnet, das die Erforschung von Psychedelika zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie der posttraumatischen Belastungsstörung vorantreiben soll.

Der Podcaster war bei der Unterzeichnung im Weißen Haus persönlich dabei. Das Dekret soll die Food and Drug Administration (FDA) dazu bringen, ihre Prüfung von Psychedelika wie Ibogain im Schnellverfahren durchzuführen – als Teil eines Behandlungsansatzes für Kriegsveteranen, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, wie Reuters berichtet.

„Die heutige Anordnung wird sicherstellen, dass Menschen, die unter lähmenden Symptomen leiden, endlich die Chance bekommen, ihr Leben zurückzugewinnen und glücklicher zu leben“, sagte Trump.

Illegale Substanzen neu bewertet

Die Forschung könnte den Weg dafür ebnen, dass bislang illegale Psychedelika umklassifiziert werden, sollten die Studien erfolgreich verlaufen. „Ich habe im letzten Jahr ein bisschen davon gehört“, ergänzte Trump mit Blick auf den Einsatz von Psychedelika bei der PTSD-Behandlung. „Früher hatte ich davon nie etwas gehört. Es war fast so etwas wie ein Tabu. Das ist es nicht mehr.“

Das Dekret vom Samstag folgte auf eine SMS, mit der Rogan beim Präsidenten für Psychedelika geworben hatte. „Ich habe ihm diese Informationen geschickt. Die Antwort, die zurückkam: ‚Klingt gut. Willst du eine FDA-Zulassung? Lass es uns tun.‘ Buchstäblich so schnell“, sagte Rogan im Oval Office.

Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat sich ebenfalls für den Einsatz von Ibogain zur Behandlung von PTSD-Symptomen wie Depressionen ausgesprochen. Laut dem jährlichen Suizidbericht des Pentagon starben 2024 insgesamt 471 US-Soldaten durch Suizid, weitere 1.500 unternahmen einen Suizidversuch.

FDA verspricht Zulassung in Wochen

FDA-Kommissar Martin Makary erklärte: „Unter diesem neuen Programm in dieser Regierung können Medikamente in Wochen zugelassen werden – nicht in einem Jahr oder länger, sondern in Wochen –, wenn sie mit unseren nationalen Prioritäten übereinstimmen. Das ist ein ungedeckter Bedarf im Bereich der öffentlichen Gesundheit, und es gibt potenziell vielversprechende Behandlungsmethoden. Deshalb herrscht hier ein Gefühl der Dringlichkeit. Deshalb handeln wir jetzt.“

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil