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Vierkanttretlager: Interview und Clip zu „Das neue Gold“

Das Ernsthafte, die Schwermut, das Erhabene – alles Wörter, die man mit Vierkanttretlager in Verbindung bringt. Wie kommt das zustande? Dass ein paar Frühzwanziger Fragen stellen, die anderen erst viel später durch den Kopf schießen?

Nach der „Penzion Kanonir“-EP aus dem vorigen Jahr erscheint mit „Die Natur greift an“ jetzt das Debüt der vier Musiker aus Husum. Es liefert Antworten auf den Gemütszustand der Band: „Man merkt, dass man altert“, sagt der Sänger Max Richard Leßmann. „Wir sind jetzt 20, haben Abi gemacht und sind mit dem entsprechenden Wissen ausgestattet. Aber man fragt sich, wie viel man wirklich von dem, was man gelernt hat, braucht, um sich dann von den ganzen Dingen freizumachen.“ Es gehe ihm nämlich nicht darum, dem Leben einen Sinn zu geben, sondern die Dinge auf sich zukommen zu lassen, so dass das Leben einem irgendwann einen Sinn gibt. „Das Album ist ein Plädoyer dafür, die Dinge einfach passieren zu lassen.“

Im „Le Châtelet“ in Hamburg-Altona nahmen Vierkanttretlager gemeinsam mit dem Produzenten Gregor Henning (Die Sterne, Bernd Begemann) „Die Natur greift an“ auf.  Ein gesprochenes Stück und elf Songs, die klingen, als habe man die Hamburger Schule ihrer Überintellektualität beraubt und sich gleichzeitig musikalisch von den Indie-Rockbands der zweiten Generation emanzipiert. Leßmanns Einflüsse: Sven Regener oder Markus Berges von Erdmöbel. „Diese Exaktheit und Klarheit, das begeistert mich als Schreiber und auch als Konsument von Kunst. Ich mag es, wenn der Mensch genau weiß, was er tut.“

Tatsächlich prägt sein Faible für eine klare Sprache dieses Album.

Ab sofort gibt es nun auch den brandneuen Clip zu „Das neue Gold“:

Mehr Videos von Vierkanttretlager gibt es hier auf tape.tv! Die Natur greift an by vierkanttretlager


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Eine amateurhafte Aufnahm des frühen „I Feel It In My Heart“ (1976) zeigt die allerliebste Tina Weymouth mit gescheitelter Kurzfrisur an ihrer großen Bassgitarre, die sie ja bediente wie kein anderer Mensch - sie gab stets das Muster für das Bassgitarrespielen überhaupt. Der nervöse David Byrne singt dieses zarte, verzweifelte Lied über jemanden, der gern Freude an seiner Arbeit hätte und der Familie ein Sonnenschein wäre. Er müßte es halt nur noch entschiedener versuchen, glaubt er. https://www.youtube.com/watch?v=ewY34GqbRkA Damit war der Ton vorgegeben, der die Studien in Soziopathie auf „77“ (★★★★★) bestimmt. Zum trockenen Groove besingt Byrne die Nöte und Wonnen…
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