Petition gegen Xavier Naidoo: 32.000 Gegner wollen Auftritt in Mannheim verhindern


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Eigentlich scheint ohnehin so, als hätte Xavier Naidoo derzeit „Wichtigeres“ zu tun, als Musik zu machen. Der ehemalige Sohn Mannheims verbreitet seit längerer Zeit krude Verschwörungstheorien – zuletzt nutzte er dafür vor allem den Messengerdienst Telegram. Damit macht sich der 47-Jährige natürlich nicht nur Freunde (vor allem aus der rechten Ecke), sondern auch Gegner. Ebendiese Gegner möchten nun dafür sorgen, dass sein Konzert am 9. Oktober 2021 in der Mannheimer SAP-Arena verhindert wird.

Über 32.000 unterschrieben Petition

Vor einigen Wochen riefen die Jusos in Mannheim – Naidoos Heimatstadt – eine Petition ins Leben, die den Auftritt des umstrittenen Musikers  verhindern soll („mannheim24.de“ berichtete). Nachdem die Petition zunächst eher langsam anlief, haben dann doch bis heute über 32.400 Personen unterschrieben.

„Keine Bühne für Verschwörungstheoretiker und Hetzer“

„Die SAP-Arena ist ein wichtiger Standort der Stadt. Als  Mannheimer*innen haben wir eine besondere Verantwortung – denn gerade hier wird Xavier Naidoo, als Ex- Söhne Mannheims Mitglied, viele Menschen erreichen können.  Für ein offenes und vielfältiges Mannheim sagen wir: in unserer Stadt soll Verschwörungstheoretikern und rechten Hetzern keine Bühne geboten werden!“, heißt es in dem Text der Petition.

Und weiter: „Xavier Naidoo hat auch in anderen Städten Konzerte angemeldet, so auch in Emmendingen und Regensburg, und auch dort bildet sich schon Protest. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen – gegen rechte Parolen und für Demokratie in unserer Stadt!“

Die wirren Verschwörungstheorien des Naidoo:

Verlegung nach Protesten

Naidoos Konzert scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Zunächst wäre die Mannheim-Show eigentlich in Ladenburg angesetzt gewesen. Dort gab es allerdings Widerstand seitens der Grünen und der SPD sowie der Initiative gegen Rechts. Außerdem hatte sich Ladenburgs Bürgermeister Stefan Schmutz kritisch über über das bevorstehende Konzert geäußert und erklärt, dass Naidoos politische Äußerungen inakzeptabel seien, die Verantwortung aber beim Veranstalter liege. Naidoo hatte Schmutz daraufhin als „faschistoid“ bezeichnet. Mitte Mai beschloss der Veranstalter, DeMi Promotion, das Konzert in die Mannheimer SAP-Arena zu verlegen.

Chef der SAP-Arena äußerte sich

Der Chef der SAP-Arena, Daniel Hopp, meldete sich vor kurzem zu Wort und erklärte, dass Naidoo in der Vergangenheit „stets ein gern gesehener Gast“ gewesen sei.  Außerdem sei es nicht die Aufgabe einer Veranstaltungsstätte, Urteile über politische Äußerungen des Künstlers zu fällen.



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