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Adam Ant Adam Ant Is The BlueBlack Hussar In Marrying The Gunner’s Daughter

Pop Up/Alive

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Foto: Pop Up/Alive

Wo kommt denn Adam Ant plötzlich wieder her? Und wieso klingt sein Opener „Cool Zombie“ ungefähr, als würden Gun Club „Hey Joe“ spielen? Schließlich kennt man den Mann vor allem von seinen beiden Anfangsachtziger-Alben, mit dessen hooliganis­tisch rummelndem Dschungel-Rock’n’Roll Ant zu einem der erfolgreichsten Pop-Acts der Nachkriegszeit im Punk wurde – und dank eines ausgesprochen ansehnlichen Äußeren und einiger wichtiger Videos, die das betonten, als Pin-up-Boy zahllose Teenieschlafzimmer zierte.

Heute sieht er, wenn er die Mütze nicht abnimmt, aus wie Johnny Depp. Allerdings ist er nicht nur zehn Jahre älter, sondern war mit seltsamen Frisurideen, Schminke und Fantasieuniformen auch eine deutliche Ins-pirationsquelle für den romantischen Piratenlook von Depps Jack Sparrow. Davon abgesehen gestaltete sich seine Karriere ab 1985 recht überschaubar bis erratisch: als Schauspieler in den USA, mit zwei mäßig interessanten Adult-Rock-Alben, schließlich bipolar gehandicapt zwischen Studio (wo er zum Beispiel eine nie veröffentlichte EP für Dian Fosseys Gorilla-Projekt einspielte) und Psychiatrie.

„The BlueBlack Hussar“ wirkt nun, man möge mir verzeihen, auf charmante Weise ein bisschen bipolar durcheinander. Ant näselt hell zwischen Hohn und Verführung, brutzelt durch wuchtige doppelt betrommelte Rocker, eher US-punkigen Rock und ein paar balladesk akustische Midtemponummern. Den gemeinsamen Nenner bildet ein durch Glam zwischen Bolan und Bowie gefilterter Garagenrock – eine Erinnerung daran, dass man schon zu Ants Hochzeiten unter der visuell bedingten New-Romantic-Anmutung den Einfluss von Eddie Cochran und UK-Punk unterschätzte. In diesem Rahmen hört sich das alles durchaus erfreulich an, sogar ziemlich frisch und energisch. Aber natürlich ist es auch ein bisschen belanglos.

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