Brian May: USA zu gefährlich für Queen-Konzerte

Brian May erklärt die USA für zu gefährlich. Queen meiden Konzerte dort, Zukunft der Band bleibt offen.

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Brian May sagt, die USA seien derzeit zu „gefährlich“ für Queen-Konzerte. Noch im vergangenen Jahr hatte der Gitarrist in einem Interview mit ROLLING STONE über mögliche Shows der Band im Sphere in Las Vegas gesprochen. Nun erklärt er, dass die Band das Land auf absehbare Zeit meiden werde.

„Amerika ist im Moment ein gefährlicher Ort, das muss man berücksichtigen“, sagte May der „Daily Mail“. Hintergrund seiner Aussagen sind die Tötungen von zwei US-Bürgern durch Einwanderungsbeamte im Bundesstaat Minnesota.

„Es ist sehr traurig, denn ich habe das Gefühl, dass Queen in Amerika erwachsen geworden sind und wir dieses Land lieben. Aber es ist nicht mehr das, was es einmal war. Im Moment denken alle zweimal darüber nach, dorthin zu gehen.“

Gespräche über Las Vegas beendet

Im vergangenen Jahr hatte May anlässlich des 50. Jubiläums von „Bohemian Rhapsody“ gegenüber ROLLING STONE noch begeistert über eine mögliche Residency in Las Vegas gesprochen. Besonders das Sphere habe es ihm angetan.

„Ich bin sehr scharf auf das Sphere“, sagte er damals. „Es bringt meinen Kopf zum Arbeiten. Ich saß dort und sah die Eagles und dachte: ‚Das sollten wir machen. Was wir dort einbringen könnten, wäre gigantisch.‘ Also ja, ich würde das gern tun. Wir führen Gespräche.“

Letzte US-Shows und gesundheitliche Pause

Queen + Adam Lambert traten zuletzt im November 2023 in den USA auf. Die anschließende Welttournee endete im Februar 2024 im Tokyo Dome. Im Jahr 2024 erlitt May einen leichten Schlaganfall, kehrte jedoch bald wieder auf die Bühne zurück.

Unter anderem spielte er im vergangenen Jahr beim Coachella-Festival gemeinsam mit Benson Boone. Trotz der gesundheitlichen Episode zeigte sich May wieder einsatzfähig und präsent.

Politische Konflikte und klare Kante

Bereits zuvor hatte Queen mehrfach verlangt, dass Präsident Donald die Songs „We Will Rock You“ und „We Are the Champions“ nicht bei Wahlkampfveranstaltungen nutzt. Ein Sprecher der Band bezeichnete diese Bemühungen bereits 2020 als einen „mühsamen Kampf“.

Auch zu Auftritten in Großbritannien äußerte sich May zurückhaltend. Gegenüber der „Daily Mail“ sagte er, dass Queen niemals als Headliner beim Glastonbury Festival auftreten würden. Grund sei seine Ablehnung der Behandlung von Tieren auf dem Festivalgelände der Worthy Farm.

Offene Zukunft für Queen

„Ich würde nächstes Jahr nicht in Glastonbury spielen wegen der Politik der Menschen, die das Festival leiten“, sagte May. „Solange sich das nicht ändert, werde ich es nicht tun.“

Ganz ausgeschlossen ist eine Rückkehr der Band auf die Bühne dennoch nicht. „Sag niemals nie, was ein Comeback angeht“, erklärte May. „Es gibt ein paar Dinge, von denen ihr noch nichts gehört habt. Ich weiß nicht, wann Queen wieder auf der Bühne stehen werden – das ist offen. Wir nehmen es Tag für Tag.“