Rolling Stones: Gibt es doch Hoffnung auf eine Tour 2026?

Seit zwei Jahren haben die Rolling Stones kein Konzert mehr gegeben. Eine mögliche Tour war dann auch der Elefant im Raum der Release-Party für das neue Album „Foreign Tongues“.

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Nach „Hackney Diamonds“ wird es am 10. Juli 2026 eine weitere neue Platte der Rolling Stones geben. Sie heißt, wie bereits bekannt war, „Foreign Tongues“. Am Dienstag (05. Mai) wurde sie in New York während einer Release-Party mit dem Moderator Conan O’Brien offiziell vorgestellt.

Die anwesenden Zuschauer, darunter auch einige Prominente, bekamen das Video zur Single „In The Stars“ zu sehen (mit einem digital verjüngten Mick Jagger). Dazu gab es überraschende Fakten zum Album – etwa warum darauf Robert Smith zu hören ist und dass bereits vier Songs von 14 vor den eigentlichen Sessions im Kasten waren.

Was allerdings viele Fans der Rolling Stones weltweit beschäftigt, ist die Frage nach einer weiteren Tour. Immerhin war ja zuletzt bereits eine angekündigt, dann wurde sie aber wieder gestrichen. Wenn man so will, dann gab es auf dieses sehnsuchtsvolle Anliegen eine deutliche Antwort – allerdings war es eine des Schweigens.

Kein Wort über Konzerte der Rolling Stones

Das Thema Live-Auftritte kam beim Talk mit Comedian Conan O’Brien mit keinem Wort zur Sprache. Möglicherweise bat das Management zuvor darum, dass es nicht zum Thema werden würde. Auch Mini-Auftritte der Band in den nächsten Tagen, um die neuen Songs zu bewerben, wird es nicht geben. Jagger, Richards und Ronnie Wood treten diese Woche an getrennten Abenden bei Jimmy Fallon auf. Mit anderen Worten: Die Stones werden auch in der Promotion-Phase keinen einzigen neuen Song live spielen.

Das macht wenig Hoffnung, dass in den folgenden Wochen vielleicht doch noch überraschend eine wenigstens kleine Tour angekündigt wird.

Keine Tour wegen Keith Richards?

Fakt ist: Die Tour war nie offiziell angekündigt worden, galt jedoch laut Branchenkennern als so gut wie sicher und bereits vorbereitet. Der Grund für den Konzert-Verzicht könnte Keith Richards sein.

Der Gitarrist, der inzwischen 82 Jahre alt ist, leidet seit Jahren an Arthritis. Richards hat öffentlich erklärt, dass ihn die Erkrankung zu Anpassungen seines Gitarrenspiels zwinge. Zwar trat er im vergangenen Monat bei den Soho Sessions in New York für ein kurzes Set auf, doch eine mehrwöchige Tour durch mehrere Länder stellt eine deutlich höhere körperliche Belastung dar als einzelne Auftritte.

Ein nicht namentlich genannter US-Musikkritiker sagte der britischen „Sun“ bereits im letzten Jahr, Richards habe bei internen Gesprächen erklärt, er könne sich nicht zu einer viermonatigen Stadiontour verpflichten. Ein weiterer, ebenfalls anonymer Sprecher erklärte, die Band habe bereits versucht, früher im Jahr zu touren, dies jedoch ebenfalls nicht realisieren können.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.